Gespeichert unter: Babylonia Polska, Geschäfte, On the Road, Polen, Typisch polnisch | Schlagworte: Auto Wrack, Drogerie, Kiosk, Manga, Tauben, Typisch polnisch
Ich mach ja immer mal wieder Bilder von Dingen in Polen, die mich den Kopf schütteln lassen, die ich amüsant finde, ich als typisch polnisch erachte, oder so scheusslich, das sie schon wieder schön sind. Diese Bilder reichen in der Regel nicht für einen Artikel aus, aber sehenswert sind sie auf diesem Blog allemal. Hier meine Favourites im Januar 2009:

Diese Ampel ist derzeit Rot, was man aber nicht sehen kann, weil Superfette Tauben davor sitzen und sich an der Funzel den Hintern wärmen !

In der edelsten Mall von Poznan steht eine monstergroße Manga-Figur. Ich glaub, als Kind würde ich ALbträume bekommen.

Überall in Polen gibt es winzige Kioske mit noch winzigeren Luken, durch die die Wahre geschoben wird, aber auch mit dem Betreiber kommuniziert wird. Die Luke befindet sich etwa auch Bauchhöhe. Wenn man was kaufen will, muss man also einen Diener machen oder in die Hocke gehen, um mit seinem Gegenüber zu sprechen.

OK, die Anhängerkupplung ist vielleicht etwas verbogen und der Auspuff schleift ein wenig auf dem Boden, aber ansonsten durchaus fahrtüchtig !

Ich mag eingepolnischte Wörter wie „Bukmacherskie“ bei einem Sportwettenladen.

Und zum ABschluss einer der typischen polnischen Einzelhandel-Mini-Läden. Bei dieser Produktpräsentation würden jedem Makrketingfuzzi von H.enk.el die Tränen in die Augen schiessen vor Freude. Und dieser Laden steht nicht irgendwo, sondern direkt an der Rundung eines gigantischen Kreisverkehrs im Norden Poznans. Von der Größe zu vergleichen mit dem Kreisel um die Berliner Siegessäule. Selbstverständlich gibts in der Drogerie auch Cola !
Gespeichert unter: On the Road, Polen | Schlagworte: Einweg Unterhose, Massage, SPA, SPAlarnia, Wasserfall, Wellness
Meine liebste und ich finden immer einen guten Grund, es uns besonders nach stressigen Phasen mal richtig gut gehen zu lassen. Am Montag war der Grund, das wir 1 1/2 Jahre zusammen sind. Auf den Tip einer guten Freundin besuchten wir ein SPA, das zwar ausserhalb von Poznan, aber nur 20 Minuten mit dem Auto entfernt war.

Da Edyta immer Montags frei hat, ist der Montag bei uns sowas wie bei anderen Leuten der Sonntag. Dies hat den enormen Vorteil, das Freizeiteinrichtungen an Montagen nahezu menschenleer sind. Man hat keine Reservierungsprobleme, im Restaurant nicht, im Kino nicht und im SPA erst recht nicht.
Wir hatten ein Programm für Paare gebucht, sozusagen das Rundumsorglos-Paket. Nachdem wir mit Bademänteln, Badetüchern, Garderobenschlüssel und einer Massage-Unterhose (mehr dazu später) ausgestattet wurden und uns umgezogen hatten, ging es erstmal in den Pool. Diesen mussten wir mit EINER weiteren Person teilen. Der Pool war mit einem Massagewasserfall und einer Wasserstrahldüse ausgestattet, der einem die Badeklamotten vom Leib riss, wenn man nicht aufpasste. Auf jeden Fall ein großer Spass.

Dann entdeckten wir einen Raum mit Wirlpool und Dampfsauna. Wir hatten bis zur Massage noch etwa 30 Minuten Zeit und nutzen diesen Raum intensiv. Hier waren wir nun komplett allein und wechselten zwischen Sauna und Wirlpool. Herrlich. Ich weiss nicht wie das im Allgemeinen in Polen ist, aber ich glaube, man ist noch ein bisschen Prüde. Den in der Galerie auf der Website des SPA sitzt ein Herr in Badehose in der Sauna.
Es wurde langsam Zeit für die Massage und Kosmetik-Behandlung. Ich bin zwar schon oft Massiert worden, endweder von der Freundin oder beim Physiotherapeuten weil mein Rücken kaputt ist, aber hier geht es um Wohlfühlen und entspannen. Dafür legte ich die irrwitzige Einweg-Unterhose an. Das Material erinnerte mich an die papierartigen Windjacken, die ich als Kind in den 70ern getragen hatte. es war auch schwer auszumachen, was hier Vor- und was Rückseite sein sollte. Wenn man die schmalere Seite vorne trug, hing die Hälfte des Gemächts raus, andersrum hatte man dann vorne eine Riesentüte hängen und der Arsch war fast komplett frei. Ich dachte mir, daß dies die wohl richtige Variante ist und das die eher meinen Hintern als meinen Genitalbereich mitmassieren werden.
Wir betraten einen Raum mit 2 Liegen nebeneinander, sehr gedämmtes Licht und angenehme Chillout-Musik. Die „Behandlung“ begann mit dem Peeling. Für meinen Geschmack ein bisschen zu lang und kräftig, denn es fühlte sich ein wenig so an, als würde mann von Kopf bis Fuss mit einem Metalltopfschwamm abgerieben. Oder das muss so weh tun, damit man dann später die sanfte Massage noch mehr geniesst. Nach Auftragen des Peeling wurden wir mit dem Peeling in Plastikfolie eingepackt und in Decken gewickelt. So mumifiziert und völlig wehrlos auf dem Rücken liegend, begann das Auftragen einer Gesichts-Algenmaske. Diese wurde entgegen meiner Erwartung beim Trocknen nicht brüchig sondern elastisch wie eine Gummihaut und nach einer 1/4tel Stunde in einem Stück vom Gesicht abgezogen.
Jetzt konnten wir auch das Peeling abduschen. Natürlich gab es eine weitere Einweg-Unterhose. Bevor wir uns zurück auf die Massageliege begaben, mussten wir unseer Hände in eine Art flüssiges Wachs tauchen. Dann wurden die wachsüberzogenen Hände in Plastiktüten gesteckt, darüber kamen Handschuhe, wie man sie verwendet, um heisse Töpfe anzufassen. Diese Verpackung blieb während der gesamten Massage an den Händen. Wir müssen reichlich dämlich ausgesehen haben – Nackt, aber mit Einwegunterhose und Fäustlingen.
Es folgte eine Ganzkörper-Entspannungsmassage, sanft und trotzdem an Schmerzpunkten so ausgeführt, das sich die Verspannungen lösten. Alles sehr professionell, zwischendurch wurde bei mir sogar der Masseur ausgetauscht, der mit frischer Kraft ans Werk ging.
Fazit: Eine Wohltat, die man sich vielleixcht alle Monate mal leisten sollte. Wir verließen das SPA beschwingt und in leichtem Schwebezustand. Wir fühlten uns einen Kilo leichter – warscheinlich war das die alte Haut, die beim Peeling runter kam
. Unbedingt zu empfehlen.
http://www.spalarnia.com.pl/index.htm (Website nur in Polnisch)
Gespeichert unter: Kochfreund Alex
Wer meinen Blog regelmäßig liest, der wird sehr häufig Kommentare von meinem Kumpel Alex entdeckt haben, manchmal böse und aufgeregt, meistens aber zum brüllen komisch, „eine sehr spitze Feder“ und immer wieder gerne gelesen.
Alex ist mein ältester „aktiver“ Kumpel, ausserdem teilen wir neben einem faibel für skurille Filme seit Jahren die Leidenschaft Kochen und unsere wenigen treffen im Jahr (auf Grund 600 km räumlicher Distanz) arten nicht selten in Fress-, Grill-, Koch-, und Besauf-Orgien aus.
Und ich dachte, ich Lass Alex auch mal was schreiben. Das ganze stellte sich als schwieriger heraus, als erwartet. Denn ich kann Alex nicht einfach einen Namen und Passwort geben, damit er sich anmeldet, NEIN. Er muss sich bei WordPress anmelden, damit ich Ihn als User zufügen kann und ihn als Autor bevollmächtige. Oder Editor. Oder Admin (nee, so weit sind wir noch nicht).
Wenn Ihr also in Zukunft denkt, das wäre so garnicht meine Schreibe, dann lest ihr warscheinlich von Alex, der sich aka Genussalex oder auch als OffenbächerMesserstecher eingeloogt hat.
Hallo Alex ! Wilkommen auf meinem Blog !
Gespeichert unter: TV-Food | Schlagworte: Foodchannel, Gusto TV, Rick Stein, TV Gusto, Web-Köche, Web-TV
Habt Ihr Euch auch schon geärgert, das man in Deutschland den Foodchannel nicht empfängt ? Und auch das Deutschsprachige Plagiat TV Gusto ist nur über Sattelit oder über Pay-TV zu empfangen ?
Wenigstens letzteres kann man sich hier komplett im Internet ansehn.
http://www.bongusto.de/tv_gusto/014.xml
Super Streaming-Qualität und auch bei einer kargen 1MBit Leitung gut zu empfangen. Gusto TV bietet zwar tagsüber ziemlich langweilige Sendungen („Blattsalat“, „Lecker schlank“ ) mit Moderatoren dem jegliches Charisma fehlt und die warscheinlich nur froh sind, das sie Ihr Geld nicht im Homeschopping-Kanal verdienen müssen, aber am Abend kommen doch häufig sensationelle NZZ-Dokus oder eine Serie, in der der Gott aller Fischköche Rick Stein auf einem Kanalboot durch Frankreich kuttert und in allen Regionen zum kochen anhält.
Auf jeden Fall super, wenn man spät am Rechner zu arbeiten hat und noch etwas Unterhaltung nebenbei braucht.
Gespeichert unter: Cooking with Susi, Food-Talk, Geschäfte, Polen, Typisch polnisch, polnische Küche | Schlagworte: Calzone, Convenience Food, Fastfood, Food Hunter, Mark Brownstein, polnisches essen, Polzone, Snacks, Typisch polnisch, Zapiekanka
Vor einiger Zeit kam über Susis USA-Bekannschaft, die irgendwas mit KR.AFT Foods zu tun hat, eine Anfrage nach typischen, Pizza-artigen oder Hendheld-Snacks, warscheinlich um das irgendwie als Convenience Food (Bequemlichkeits-Essen – sic!) auf den Markt zu werfen. Die Frage lautete, ob es da irgendwas neues gibt, das wir dann eventuell fotografieren könnten. So ein bisschen Food-Hunter-Like wie Marc Brownstein. Ich war aber gerade in Polen und ich war und bin erstaunt, wie wenig Fast-Food Auswahl es hier gibt. Ok, es gibt natürlich MC Dreck, Kentucky Schreit Fi..en und „Unterweg“ als ausländische Ketten, sowie ganz vereinzelt mal nen Döner und auch Pizza. Aber so ein typisch polnicher Snack war mir noch nicht wirklich untergekommen.
Es gibt zwar eine Sache, die nennt sich Zapiekanka , ist ein der Länge nach aufgeschnittenes Baguette, das mit billigen Champignons belegt und mit Käse überbacken ist und dann kommt oben total viel ekeliger Ketchup drauf. Aber ich finde das vom Geschmack her eher so, wie es in der Sammelumkleide einer Schwimmhalle riecht. Ich dachte eigentlich, es müsste etwas geben,was wie Polen schmeckt.
Die Sache ließ mir keine Ruhe: Wenn es kein polnisches Fastfood gibt, dann muss ich es halt selber machen. Ich dachte ganz klischee-mäßig. Was essen die Polen gerne ? Was lässt sich davon in einem Snack kombinieren. Und heute hab ich Version 1.0 gemacht, von einer echten Polin getestet und für gut befunden. Darf ich vorstellen:
DIE POLZONE

Eine Calzone-ähnliche Teigtasche mit einer Füllung aus Sauerkraut, sauren Gurken, Hähnchenbrust, Tomaten, Paprika, und gegrillten Kabanossi. Hier im Bild mit einer Tomaten-Paprika-Creme mit Basilikum und Rosmarien gewürtzt, gekocht, pürriert un durch ein Sieb passiert. Natürlich käme in der Snack-Version die Polzone in eine Papiertüte mit Seviette drum. Auch ließe sich der Einsatzt von Käse überdenken.
Eine Polzone Classic beinhaltet keine Hühnerbrust, dafür aber zusätzlich Zwiebeln und Knoblauch, beides vorher gebraten, sodaß die Zweibel eine angenehme Süße beisteuert.
Für die Zeigtaschen habe ich aus einem Pizzateig kreisrunde Fladen mit einem Durchmesser von 11 cm ausgestochen und bin nochmal mit dem Nudelholz drüber. Die Taschen haben dann eine Größe, die perfekt in der Hand liegen und auch im Gehen verzehrt werden können. Da sie komplett geschlossen sind, fällt auch nicht die hälfte auf der Anderen Seite raus, wenn man in eine Seite reinbeisst (so wie das bei Döner, Burger oder Falafel oft der Fall ist. Zumindest die Sauce suppt da immer aus irgend einem Loch).
Und wer hats erfunden ? Nur das das mal klar ist: Ich wars ! Hey, vielleicht ruf ich mal bei KRA.FT an, das wär doch der Hit als TK-Version in Polen !
Gespeichert unter: Uncategorized | Schlagworte: Hessenwahl, Koch, Opfer, SPD, Ypsilanti
… jetzt habt ihr den Salat. War ja nicht wirklich überraschend, und Euch trifft auch keine Schuld, das hat die SPD ganz ohne Eure Hilfe geschafft. Aber im Nachhinein frag ich mich, ob eine Minderheitenregierung mit Duldung der „gefährlichen Linken“ nicht doch die bessere Alternative gewesen wäre.
Aber andersrum gesehen seid Ihr jetzt endgültig Frau Trotzkopf-ich-will-aber-regieren-Ypsilanti endlich los und dafür müsst ihr nur noch ein paar Jahre den Herrn Koch ertragen und darin habt Ihr ja bereits Übung. Am Ende vielleicht ein erträgliches Opfer.
Gespeichert unter: Food-Talk, In der Profiküche | Schlagworte: Chafing Dish, Edelstahl Geschirr, Fiesta Disel, Garage ersteigert, Küchenequipment, Rechaud
Mein Kumpel ist total verückt mit Autos. Ich glaube derzeit fährt er sein 97. Auto, dabei ist er erst 40 Jahre alt und das finde ich schon eine beachtliche Zahl an Autos die mal in seinem Besitz waren. Er handelt nicht etwa damit, er macht das zu seinem Privatvergnügen. OK, nebenbei ist er Fahrzeugingeneur, das kann ja jedem mal passieren.
Im Moment hat er sich in den Kopf gesetzt, einen alten Fiesta Diesel in bestem Zustand zu kaufen, diesen ein paar Jahre in einer Garage zu stellen, um dann, wenn der Wagen über 30 Jahre alt ist, mit einem Historischen Kennzeichen durch die Stadt zu Düsen und selbige mit Russ zu verpesten.
Für dieses Vorhaben braucht er natülich neben dem Fiesta (hat jemand sowas in sehr gutem Zustand rumstehen ? Mein Kumpel zahlt weit über Zeitwert) natürlich eine Garage zum Einlagern des Fahrzeugs. Dieser Punkt ist seit Montag erledigt, denn mein Kumpel hat in einer Auktion eine vergammelte Garage ersteigert !

Mein Kumpel vor seiner ersten eigenen Immobilie: Eine Garage
Heute waren wir verabredet, um uns den Schrotthaufen mal anzusehen, den er da erstanden hat. Dazu hatte mein Kumpel bisher keine Zeit, er hatte nur das Gutachten gelesen, daß das Garagentor defekt sei, der Zustand vergammelt und sich Gerümpel in der Garage befindet. Nun war es mit dem Zustand der Garage wesentlich besser gestellt, als wir uns vorgestellt hatten, was erstmal beruhigte. Auch das Gerümpel hielt sich in Grenzen, eine Entdeckung von Jan beim ersten drüberschauen entlockte ihm die Aussage: „Chris, da ist was für Dich“

Was verbirgt sich unter dem Tuch in der Ecke ?
In der Ecke stand ein koplettes GN (Gastronorm) Chafing Dish in den Ausmaßen 60×30 cm mit Heizstab, Stativ und mehreren Einsätzen in verschiedenen Größen. Chafing Dish kennen sie nicht ? Das sind die Edelstahl-Kübel, die bei Buffets im Hotel oder bei der Hochzeit die Speisen warm halten. Sie werden von unten mit einer Brennpaste erwärmt, in der Aussenschale wird Wasser erhitzt, dies hält die Speisen in den Innenschalen warm.
Sowas ist auch nicht ganz billig, im Profibereich kostet sowas ab 100 Euro aufwärts. Mein Kumpel meinte nur: Wenn Du es nicht haben willst, schmeiss ich es weg.
Ich habs natürlich mitgenommen ! Und geputzt hab ich es auch schon. Und jetzt weiss ich auch wieder, was ich in der Profiküche imme so gehasst habe – diese Geräte sind zwar unverwüstbar, halten ewig, haben abe auch viele schafe Innenkanten, an denen man sich leicht ganz Dünne schlitze in die Haut schneidet (wie bei Papier) und die noch nicht mal Bluten. Wenn man dann das nächste mal Zitronensaft oder Essig oder so an die Finger bekommt, fangen wir Männer mit unserem empfindlichen Gejammer und Wehklagen an. Aber das schöne Teil ist es allemal wert.
Und mein Kumpel hat mehr Platz für seinen hoffentlich bald gefundenen Fiesta Diesel !
Gespeichert unter: Uncategorized | Schlagworte: Bill Kaulitz, Fasching, Kostüm, Tokio Hotel
Geil, in einem Werbemittelkatalog entdeckt und mich köstlich amüsiert. Ich glaub, ich geh zu Fasching als Tokio Hotel ! Ich kann mich nur noch nicht entscheiden, ob ich als Will Kaulitz…..

…oder als Rocksänger Kaulitz gehen soll.

Beides würde meine Haarpracht entdsheidend verändern
Gespeichert unter: Verständnisprobleme | Schlagworte: Ausländeranteil, Citibank, Getto, Integration, Neukölln, türkisch
Kurz nach Silvester landete ein fast A4-formatige Riesenglanzpostkarte in meinem Briefkasten:

Ich war verwundert. Ich nehme mal an, daß das türkisch ist und sowas wie frohes neues Jahr oder so bedeutet. Allerdings weiss ich nicht, was das in meinem Briefkasten zu suchen hat, es wurde mir jedoch nach dem Umdrehen klar:

Und jetzt möchte ich Euch Marketingfuzzis von der Cit.iba.nk mal was sagen. Integration funktioniert meiner Meinung nach anders. Ich habe kein Problem mit den meisten türkischen Mitbürgern, es stimmt auch, das hier in Nordneukölln einige davon wohnen. Zumindest nicht mehr Probleme als ich auch mit deutschen, Italienern, Arabern, Polen oder sonstigen Nationalitäten habe.
Aber ich spreche kein türkisch. Und Eure Karte ist aussschließlich in türkisch, als würde Neukölln ein türkisches Getto sein. Eine zweisprachige Karte wäre auch grenzwertig, weil sich dann andere Nachbarn, z.B. die netten Kroaten benachteiligt fühlen könnten. Aber immerhin würde es sich bei der Verwendung der Sprache „Deutsch“ um die Amtsprache handeln und ob Sie es glauben oder nicht: 77,4 % der Neuköllner sind sogar deutsche ! Und ich wette, das mindestens nochmal 12,6 % der nicht-Deutschen die Deutsche Sprache beherrschen und von den restlichen 10% vielleicht die hälfte kein türkisch sprechen.
Somit verbleibt für Ihre rein türkische Postkarte gerade mal eine Zielgruppe von 5% der Briefkästen. Bei einer „gelungenen“ Postwurfsendung gibt es einen Interese von 0,3 %. Bei knapp über 20.000 mündigen Türken in Neukölln können Sie sich den Rücklauf selbst ausrechnen.
Ich denke einfach, das Integration in Berlin anders funktionieren sollte. Immer mehr Familien ziehen weg, wenn ihre Kinder ins Schulalter kommen, weil sie nicht wünschen, das Ihre Kinder eine Fremdsprache erlernen müssen um in einem 90%igen ausländischen Klassenverband klar zu kommen. Viele Ausländer sehen garnicht die Notwendigkeit zur Integration, denn ist gibt ja ausländische Geschäfte, Märkte, Ärze und wohl auch Kreditbanken, die diese Abkapselung unterstützen.
Bevor es jemand falsch versteht: Ich finde es prima, das eine Bank, ein Arzt, ein Supermarkt oder eine Apotheke Ausländer beschäftigt, und somit ein Miteinander der Kulturen fördert. Aber hier sollte ein Miteinander der Kulturen entstehen und nicht eine Abtrennung und Seperation das Ziel sein.
Und bei einer Sache bin ich mir ganz sicher: ein türkischer Nachbar versteht sicherlich sofort ein deutschsprachiges Angebot, wenn es wirklich ein gutes ist !
Gespeichert unter: Geschäfte, Polen, Typisch polnisch | Schlagworte: Copyshop, Dienstleistung, kopieren, kopieren in Polen, Kseroks, Service in Polen
Meine Süße sagte heute zu mir: „Ich muss noch schnell in den Copyshop, ein BUCH kopieren.“
Bei der Kombination: Meine Süsse + noch schnell + Buch kopieren werde ich ganz schnell stutzig. Denn dies ist bereits ohne die erste Komponente ein schwieriges unterfangen. Aber wir hatten einen legalen kostenlosen Parkplatz, und das Buch war so ein 70-Seitiger Easyreader, die sich meine liebste immer zusammen mit einer Höhrbuchversion in der Sprachschule ausleiht und viel Englisch dabei lernt. Weil das ja auch unserer Beziehung sehr zu gute kommt, hab ich also nicht gestöhnt und bin einfach mal mitgegangen.
Erstens viel mir auf, das alle Kopierer hinter dem Tresen waren. Wie sollte man denn dann kopieren oder Kseroksen wie man hier sagt (angelehnt an die Firma „Rank Xerox“, die seit 1959 das Patentrecht für Kopierer besitzt). Die einfache Antwort: Garnicht ! Denn das wird für einen erledigt. Man muss sich also nicht blos stellen und sagen, man wüsste bei bestimmten Einstellungen nicht bescheid oder es ist Papierstau oder sonst irgendein Mist.
Zweite Überraschung: Die Dame am Tresen hatte wirklich Plan von dem, was sie da tat und kopierte die 70 Seiten, so das 35 A4-Seite rauskamen in unglaublicher Geschwindigkeit. Dazu brachte sie dann auch noch eine Ringbindung mit Papprücken und Vorderfolie an, ebenfalls superschnell.
Dritte Überraschung: Der Preis – alles zusammen kostete der Spass inklusive Bindung 6,60 Zlotti. Bei derzeitigem Wechselkurs sind das 1,61 Euro.
Ich war begeistert. Gute Qualität, Schnelle Bearbeitung, Super Preis – das nenn ich mal Dienstleitung. Warum gibt es das nicht in Deutschland ? Ich meine, klar, ich kann im Copyshop in Berlin ne Datei abgeben und sagen, ich hätte das hinterher als Buch gebunden wieder. Da wird dann erstmal eine Dateiübertragungsgebühr (???) fällig, dazu das Binden, dann die Kopien, da bin ich dann locker 5 Euro los. Und wenn ich frage, ob ich das in ner Stunde abholen kann, dann wird verächgtlich gelacht und ich bekomme einen ABholtermin kurz vor Geschäftsschluss oder am nächsten Tag.
Bin mal gespannt, was ich noch tolles an Top-Dientleistungen entdecke.



