Wenn Firmen das Theater komplett für eine Vorstellung buchen, sind wir erster Ansprechpartner für den Fall, das dazu auch noch ein Catering gereicht wird. Normaler Weise läuft das so, daß es vor der Vorstellung Kaffee und Tee, in der Pause Saft und Wasser und nach der Vorstellung ein Buffet und Wein gibt.
Das ist auch alles logistisch machbar, in der Regel reichen 4 Köche und 6 Servicekräfte aus, um ca. 200-250 Leute gut zu bedienen. Jetzt hat aber Polens älteste Bank angefragt und ein Catering im Foyer für 350 Gäste gebucht. Die Gästeanzahl hat zwar gerade so Platz im Foyer, aber das diese Meute dann noch mit Besteck und Tellern hantieren geht dann eher nicht mehr. Wir haben also statt einem warmen Raff-Buffet ein Fingerfood-Papiletts-Catering angeboten. Soll heissen: 9 Verschiedene Happen mal 350 = 3.150 Teile produzieren. Da muss man dann schon etwas genauer rechnen, das Restaurant für den Tag schließen, zusätzliche Kellner einstellen und instruieren und gaaaanz weichtig ist natürlich das Timing.
Hier ein paar Bilder von der Vorbereitung und dem Ergebnis:
Es gab:
Paprika-Rouladen mit Ziegenkäse
gebeizter Lach auf Ingwer-Mascarpone
Filet vom Schwein mit marinierten Feigen
Filet vom Rind mit gezuckertem Ingwer
Volevants mit in Weisswein marinierten Miesmuscheln
Tomatenchutney Kanapees mit Camembert und schwarzem Sesam
Mini-Pasteten mit Tomaten und Blauschimmel
Süße Schoko-Törtchen in salzigem Teigmantel
Lavendel-Pana-Cotta
Hat alles prima geklappt, die Mädels mussten ganz schön rennen um dreckige Gläser wegzubefördern und insgesamt 70 Tabletts mit Leckereien unter die Leute zu bringen. Und eine Stunde nach der Vorstellung war der ganze Spuk vorbei. Bänker halt. Alle steiff, mussten wohl am nächsten Tag arbeiten und noch Autofahren oder so und am Ende hatten wir sogar noch was von dem Wein übrig. Wir haben es dann geschafft, in 2 Stunden alles aufzuräumen und zu spülen (inclusive 700 Gläser polieren) und feierten mit dem übriggebliebenen Wein ein schönes Mitarbeiter-Mitternachtsfest an unserer einladenden Bar.
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Bin jetzt beeindruckt. Sowas wär mein Ding ja nicht,aber Du musst ja auch Geld verdienen..
Von dem Lavendel-Pana-Cotta kannst Du ne Kippe
nach Frankfurt schicken. Himmlische Idee.
Gude
Kommentar von The Everlasting Club 8 November , 2009 @ 4:24A
Christian Pedersen…..you blow my mind!
Kommentar von Ada Blacey 10 November , 2009 @ 1:44You all are brilliant and genius
Amerika gruesst Polen.
Sieht lecker aus:-)und sehr schick!
Kommentar von Sarah 13 November , 2009 @ 2:23