Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Guten Tag, Polizei. Wohnt in Ihrer Wohnung ein Däne ?
18 August , 2009, 11:55
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Dieser Satz sorgte heute Abend (wir waren gerade beim Abendessen und hatten Edyta No. 2 und den polnischen Nachwuchsrennfahrer Mateusz Adamski zu Besuch) an der Sprechanlage für kurze Verwirrung. Es ist schon interessant, aber wenn die Polizei nach einem fragt, dann denkt man automatisch nach: Habe ich irgendwann irgendwas falsch gemacht oder ein Gesetz gebrochen, ohne das ich es vielleicht weiss ?

Die Aufklärung war aber sehr simpel. Der Herr von der Polizei war sowas wie unser Kontaktbereichsbeamter. Ich hatte mich vor ein paar Wochen beim polnischen Ausländeramt gemeldet hatte meine permanente Registrierung/Aufenthaltserlaubnis zu beantragen und ich hatte auch schon alle notwendigen Papiere zusammen. Mir sagte jedoch niemand, daß da jemand PERSÖNLICH vorbei kommt, um zu checken, ob ich auch wirklich hier wohne und nicht einfach nur (aus welchem Grund auch immer) eine Briefkastenadresse hier betreibe. Laut Aussage des netten Polizisten, der auch noch typisch polnisch „Pawel“ heisst, sagen die das aber niemand vorher und nutzen den überraschenden Moment. Ich musste lediglich meinen Pass zeigen und er überprüfte die Angaben darin mit seinen Unterlagen.

Ich war so perplex und gleichzeitig erfreut über diesen Besuch, das ich fragte, ob wir ein Foto zusammen machen können, weil mir das ja sonst keiner glaubt. Freudig bejahte er, obwohl ich sagte, das ich das auf meinem Blog veröffentlichen möchte.

polizei

Chris und sein Polizei-Buddy (Erinnert ein wenig an "King of Queens"-Darsteller Kevin James)

Nachdem er seinen Job erledigt hatte, erkundigte er sich noch, ob in der Nachbarschaft alles o.k. sei und gab uns zu guter letzt noch seinen Namen und seine private Handynummer mit den Worten: „Wenn Sie mal die Polizei brauchen, rufen sie mich direkt an, NICHT den Notruf – die brauchen ewig oder kommen garnicht !“

Ich werde die Nummer gleich mal in meinem Handy speichern !

PS: Für die Leser die es nicht wissen, ich habe dänische Staatsbürgershaft.



Bürokratie-Urwald
4 August , 2009, 9:04
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Wer dachte, Bürokratie in Deutschland ist irgendwie kompliziert, der sollte sich das mal in Polen geben. Ich habe gestern erstmal einen 3-Stünden Vorgeschmack dafür bei meinem Buchhalter bekommen. Der stöhnte unentwegt, weil ich noch ein Gewerbe in Deutschland habe und Einkünfte daraus in meiner polnischen Steuererklärung mitberücksichtigt werden müssen. Dann muss natürlich die richtige Steuerklasse für mich gefunden werden. Für mich als nichtpole ist das alles natürlich 5 mal so kompliziert. Und ich brauche einen Feuerwehrmann ! Also so ne Art Brandschutzbeauftragten. Aber dazu später mehr, ich werfe da sicherlich lustige Geschichten erleben.

Die Bank gestern wollte mir kein Konto eröffnen, da ich nur eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis habe, die dauerhafte wird heute beantragt, die Bearbeitung dauert aber 30 Tage ! Nach ein paar Telefonaten haben wir jedoch eine Andere Bank gefunden, die uns helfen will und ein Konto eröffnen wird. Daher beginnt der Tag heute mit dem Copyshop & Ausländeramt, danach Meeting mit der Bank, dann zum Rstaurant. Dort eventuell Vertragsfragen klären und den Versicherungsvertreter treffen, der die ganze Bude versichert.  Dann zum Buchhalter, um die Unterlagen für die Firmengründung abzugeben. Diese ist beim Amt vergleichbar einfach. Ein Pass und eine vorläufige Meldebestätigung genügt. Und man muss noch nicht mal wie bei so vielen anderen Registrierungen den Mädchennamen der Mutter angeben :-D .

Auf in den Kampf, 2ter Tag…

(Endlich wird der Blog mal seinem ursprünglichen Titel gerecht !)



Restaurant Status UPDATE.
9 Juli , 2009, 3:14
Gespeichert unter: In der Profiküche, Polen, Restauranteröffnung | Schlagworte:

Wie ich vor kurzem hier berichtet habe, war ich ja ziemlich von den Vorstellungen geplättet, die das Theater bei der Suche nach einem neuen Restaurantpächter hat. Ich konnte mir so garnicht vorstellen, das mein Businessplan da noch ne Chance hat.

HEUTE bekam ich völlig überraschend einen Anruf vom Theater ! Man würde meine Ideen favorisieren und sich gerne mit mir EINIG werden. Da ich fast zeitgleich Angebote von einer Posener Marklerin für andere Objekte bekam, die dazu auch noch erheblich günstiger sind, bringt mich das natürlich in eine sehr gute Verhandlungsposition. Ich habe zwar immernoch eine gesunde Portion Skepsis und werde nur unter sehr riegerosen (MEINEN) Bedingungen zustimmen, aber zumindest für den Moment liegt eine Übernahme im Bereich des Möglichen ! Auf jeden Fall ist es eine schöne Bestätigung, das meine Ideen und mein Konzept auf Interesse stoßen und das ist einfach ein sensationelles Gefühl. Nächstes Gespräch am kommenden Dienstag !

Ich halte Euch auf dem Laufenden.



Polnische Fotosafari Teil V – Warschau touristisch

Wie ich neulich schon hier berichtete war ich vor kurzer Zeit in Warschau. Es war bereits mein vierter Besuch dort, die ersten 3 Besuche waren immer aus unterschiedlichen Gründen mehr oder weniger ein Reinfall, man könnte sagen: Warschau und ich, das passt nicht zu einander. Da meine Liebste aber dort hin musste, und ich nicht wirklich was besseres zu tun hatte, dachte ich: „Eine Chance gibst Du Warschau noch“. Eine lohnende Entscheidung.

Wer mich nicht persönlich kennt, weiss vielleicht nicht, wie ich es seit Jahren mit dem Reisen halte – ich versuche so wenig Tourist zu sein wie möglich. Ich übernachte am liebsten bei Freunden oder bei Mitgliedern von Couchsurfing, ich nehme nie an Führungen teil, buche nie ein Hotel, sehe mir kaum die Standard-Touri-Objekte einer Stadt an und im Sommer gehts es auch schon lange nicht mehr in den Süden, sondern meistens besuche ich meine Family in Dänemark oder fahre zur Schwiegermutter in den masurischen Wald.

Vor meinem Warschau-Besuch dachte ich mir jedoch: Scheiss drauf,  Warum eigentlich mal nicht auf Tourist machen ? Ich hatte zwar einen alternativ- aber dennnoch Touristenführer für Warschau zum Geburtstag geschenkt bekommen und meine Süße begleitete mich als Guide. So setzten wir uns in die U-Bahn (Es gibt nur EINE Linie, daher kann man nicht falsch umsteigen sondern höchstens in die falsche Richtung fahren) und fuhren ins Zentrum der Metropole.

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Dort befindet sich der der gigantische Kulturpalast, ein Geschenk der Russen an das polnische Volk. Die Polen haben das Teil immer gehasst und wollten es eigentlich nach der Solidarnosc-Bewegung abreissen lassen, war aber zu teuer. Mir gefällt das Gebäude irgendwie. Es beherbergt mehrere Theater, ein Kino, Ausstellungsräume und im 30. Stock eine Aussichtsplatform. Da wollte ich rauf ! Und es gab sogar einen Fahrstuhlführer in Uniform ! Hab mich aber nicht getraut, den zu fotografieren. Aber so sieht Warschau von oben aus:

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von hieraus alles sehr friedlich und relativ geordnet. Dazu kam grandioses Kaiserwetter.

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Bei vielen Bauten und Straßen kann man von oben einen gewissen Symetrie-Fetischismus erkennen :-)

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Haushohe Werbeplanen unterstreichen die allgemeine Gigantomanie vieler Warschauer Bauherren.

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Die Aussenterasse des Cafés wird wohl eher selten genutzt, dafür weht ein zu eisiger Wind.

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Die Innestadt ist selten Grün, daher erfreuten mich die Bäume auf dem Dach des Medienkaufhauses.

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Sogar bei der Bepflanzung lässt ein Hang zur Symetrie zu erkennen.

Das Ticket für die Aussichtsplatform beinhaltete den Besuch einer Mitmach-Ausstellung, in der wir einige Zeit vor den Lachspiegeln verbrachten.

spiegel

Vor dem Kulturpalast hat ein Künstler eine „Küss-Bank“ aufgestellt, diese mussten wir natürlich ausprobieren.

küssbank2

Man liegt in unterschidlicher Richtung aber zueinander gewand und kann dann mit einem Dach über dem Kopf knutschen (das Knutschfoto erspar ich Euch jetzt).

schiefes-hausAuch hier gibt es Kunst am Bau. Bei diesem Gebäude sieht es aus den meisten Blickwinkeln so aus, als würde der kleinere Anbau jeden Moment zur Seite wegkrachen.

Wir haben uns dann, nachdem wir uns die Hala Mirowka angesehen haben (siehe Fotosafari IV) durch mehrere Parks auf den Weg zur Altstadt gemacht.

In den Parks gibt es immer wieder interessante Skulpturen zu entdecken:

nicht-lenin

Diese Skulptur ist nicht (wie fälschlicher Weise leicht anzunehmen) ein sozialistisches Lenindenkmal, die dargestellte Person ist der berühmte polnischer Schriftsteller Janusz Korczak, der diverse Familiengeschichten geschrieben hat. Er arbeitete als Arzt und einflussreicher Pädagoge und wird von den Polen verehrt.

pipi-im-grünen

Skuril: Damit die Leute nicht in den Büschen zum Pipimachen verschwinden, gibt es mitten im Park ein ToiToi-Klo.

Dazwischen immer wieder Straßenabschnitte, und auf einmal: Das Sony-Center !

sony-center

Auch in Warschau hat die Stencil-Art Einzug erhalten:

stencil

Ausserdem immer wieder interessante Architektur…

art-deco-neu

…dieses hier hat fast einen Touch Art Deco !

Da es zu Ostzeiten eigentlich keine klassischen Werbetafeln gab, wurde für Firmen und Kultureinrichtungen häufig kunstvolle Neonleuchten geschaffen – hier meine liebsten Entdeckungen:

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Ein Laden für Lacke und Farben

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Ein Theater.

Und hier kommt mein absoluter Liebling:

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Eine Disko !

Irgendwann erreichten wir dann die Altstadt…

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…und ich war baff. denn die ist wirklich schön !

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Das ist kein Blumenladen, sondern ein Restaurant mit Apothekerpreisen (sogar für westliche Geldbeutel)

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In vielen teilen der Altstadt fand sowas wie ein Open-Air-Galerie-Festival statt, genaueres konnte ich leider nicht herausfinden, aber im Zentrum der Altstadt gab es riesige Poster zu dem Thema „Coexistence“.

open-air-gallery1

Am besten gefiel mir dieses Bild:

open-air-gallery2

Aber es gab auch noch lustiges zu entdecken:

zamenhofa

Dies ist nicht die Bushaltestelle einer Samenbank. Zamenhof musste ich erstmal googlen. Es handelt sich um Ludwig Lazarus Samenhof, ein Russischer Arzt, der die Plansprache Esperanto begründete. Wieder was gelernt.

werbung

Gerne werden in Polen die Russen verunglimpft. Dieses Poster, das für eine Kulturveranstaltung wirbt, zeigt eine Matrjoschka Puppe und hing überall in Warschau. Die Matrjoschka steht in Russland Mütterlichkeit und Fruchtbarkeit.

schaufenster

Und dann gab es da noch den Schaukasten mit liebevoll präsentierten Schuhen. „Aber trendige Schuhe“.

palme

Diese Palme ist eine Kunstpalme, errichtet von der Künstlerin Joanna Rajkowska. Die Idee dazu hatte sie nach einer Jerusalem-Reise, denn diese Palme steht in der Jerusalem-Allee. Eigentlich sollte die Palme nur befristet dort stehen, aber den Warschauern gefiel das Kunstwerk so gut, das sie es da behielten.

ampelmännchen

Und die Ampelmännchen in Warschau sind alles Bodybuilder ! breite Schultern und keinen Hals !

Ich muss einfach sagen, es hat sich gelohnt, mal ganz Tourist zu sein. Ich habe die Stadt von einer wunderbaren Seite kennengelernt und natürlich hat auch das gute Wetter dazu beigetragen, daß das alles etwas schöner als bei meinen vorherigen Besuchen war. Die Stadt bemüht sich sehr, Kunst- und Kulturmetropole zu sein und ist dabei überraschend innovativ. Im Gegensatz zu meinen vorherigen Besuchen blicke ich mit Freude auf meine Rückkehr.



Polnisch, Dänisch, Deutsch und deren Verwechslungsmöglichkeiten
9 Juni , 2009, 10:43
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Als ich das erste Mal in Polen war, erfreute mich die Gastfreundschaft der mir bis dahin völlig unbekannten Polen und ich saß dem Irrglauben auf, dass sich die Polen permanent für irgendetwas bedanken. Meine Verwirrung rührte daher, das die Polen ständig das Wort „tak“ benutzen; dieses Wort kannte ich aus dem dänischen und das dänische Wort „tak“ bedeutet nichts anderes als „danke“. Im Polnischen bedeutet das Wort „tak“ jedoch einfach nur „ja“ ! Also eine simple positive Antwort auf eine Frage, oder eine Bestätigung.
„Danke“ heißt auf polnisch übrigens „dziękuję“, was ungefähr so ausgesprochen wird: „Dschinkuujää“. Ich schreibe das so kompliziert, weil es für das polnische keine Lautschrift gibt. Noch kein Herr Pond oder Langenscheid hat sich bisher die Mühe gemacht. Obwohl es für eine so schwer auszusprechende Sprache sehr hilfreich wäre, damit man beim polnisch lernen auch mal von irgend jemand verstanden wird.
Das deutsche  „ja“ wiederum ist für die Polen irreführend, denn wenn wir es auf deutsch zwei mal schnell hintereinander benutzen, zum Beispiel wenn wir genervt rufen „Ja-ja, ich komme gleich“, dann denkt der Pole, wir erzählen irgendwas von Eiern ! Denn ein Ei (singular) heißt auf polnisch „Jajko“ , mehrere Eier (plural) heißen  „Jajka“, aber man sagt dazu auch „Jaja“. Zum Beispiel steht an der Landstraße ab und zu neben einem Bauernhof ein Schild mit der Aufschrift „Jaja“, wenn dort frische Eier verkauft werden.
„Nein“ heißt auf polnisch „Nie“, was ungefähr wie „Niiääää“ ausgesprochen wird. Dann gibt es aber auch das polnisch Wort „No“, bei dem das „o“ in einer Art „oa“ ausgesprochen wird, ähnlich wie in dem deutschen Wort „noch“, nur ist das „o“ viel länger gezogen. Die Polen sind auf jeden Fall große Fans von Vokalen in die Länge ziehen. Das polnische „No“ hat aber weder etwas mit dem englischen „No“, dem französischen „Non“ oder dem Deutschen „Nein“ zu tun. Im Gegenteil. Es ist eher eine Art Quittierlaut (mein Kumpel Jan würde jetzt „bim“ dazu sagen, aber das ist eine andere Geschichte), das man verstanden hat was der andere sagt, oder zugehört hat (oder so tut als würde man zuhören), ähnlich dem deutschen „mhm“ oder auch „aha“. Die Kombination „No, tak“ heißt also nicht „Nein danke“, sondern eher sowas wie „ah ja“ und wird häufig dann verwendet, wenn man seinen Gesprächspartner in seinem Redefluss unterbrechen möchte um selbst seine Gedanken an den Mann zu bringen.
Und heute sagte ich fälschlicher Weise zu meiner Schwiegermutter „Nie, tak“ anstelle von „Nie, dziękuję“ was zur Folge hatte, das ich (obwohl schon total satt) eine weitere Portion auf meinen Teller geschaufelt bekam. Wobei ich mir nicht sicher bin ob es irgendwas geändert hätte, wenn ich wirklich nein danke gesagt hätte :-) !



Ferien in den Masuren – Das Haus
4 Juni , 2009, 12:06
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waldsee

Schon des öfteren habe ich hier über einen kleinen Ort in den polnischen Masuren Berichtet, in dem meine Schwiegermutter lebt und der sich wunderbar zum Entspannungsurlaub eignet.
Und jetzt mache ich mal ein bisschen Werbung in eigener Sache, denn das Haus meiner Schwiegermutter ist für einen Urlaub sehr güntig mietbar und ab August sind noch Termine frei !
our-house
Hierfür habe ich extra eine kleine Website eingerichtet, die über das Angebot informiert:
http://www.ferien-in-den-masuren.de/

Und hier gibt es einen Belegungskalender für das Haus:
http://www.ferienhausmiete.de/ferienhaus_details.php?obj_nr=29181

Wer also noch keinen Urlaub gebucht hat, oder sich eine weite in den Süden nicht leisten kann oder wer immer schon mal zu einer der schönsten Europäischen Seen-Platten reisen wollte, der kontaktiert mich hier oder auf der Kontaktseite der entsprechenden Links.

In den Mazuren kann man richtig Kraft auftanken, stundenlang durch die Wälder streifen und unberührte Natur genießen, Fahrradtouren unternehmen oder in eine der Zahlreichen Seen hüpfen. Besonders super auch für Familien, die sich bei anderen Buchungspreisen für den Urlaub und gleichzeitigem Blick auf das Girokonto schon wieder überlegen, wie man den Kindern erklären soll, das es dieses Jahr nur zu einer Dauerkarte fürs Freibad reicht :-)

Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung



Urlaub in den Masuren
16 April , 2009, 12:43
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Wer in wirtschaftlich schweren Zeiten etwas genauer auf seine verbliebene Kohle achten muss, aber trotzdem auf Urlaub nicht komplett verzichten will, dem möchte ich gerne einen preiswerten Urlaub in den polnischen Masuren empfehlen.

waldsee
OK, das ganze ist nicht gaaaanz uneigennützig, denn meine zukünftige Schwiegermutter vermietet genau dort ein wunderschönes und gemütliches Ferienhaus für 5 Personen.

our-house

Umgeben ist der kleine Ort Witowko von masurischem Wald, man kann Stunden Lang spazieren gehen, ohne eine Menschenseele zu treffen, mit dem Fahrad erreicht man in 10 Minuten romantische Waldseen, und für Pilzfreunde ist die Gegend sowieso ein Paradies.

witowko

Die Gegend ist berühmt für traumhafte Rad-exkursionen, da die Landschaft recht flach ist, die Wälder naturbelassen und die Menschen sehr gast- und familienfreundlich.

birds

Zwar sind die Kosten für Lebensmittel im Supermarkt in Polen fast auf Deutschem Niveau, aber Essen gehen, Alkohol und einige andere Vergnügungen und Dienstleistungen werden noch wesentlich günstiger angeboten. Und für einen Euro bekommt man derzeit ca. 4,30 Zloty, das machst sich dann auch bemerkbar in der Urlaubskasse. Es empfiehlt sich besonders, auf Märkten einzukaufen oder auch mal am Straßenrand bei einem der fliegenden Händler anzuhalten.

Also: Warum dieses Jahr nicht einfachmal auf Malle verzichten und mit tollen Erlebnissen entspannt aus dem Urlaub zurück kommen ?

Die Ausstattung des Hauses, sowie Bilder des großen Gartens und der Wunderschönen Natur aussenrum findet Ihr auf einer weiteren Website die ich zu diesem Zweck gebastelt habe: http://www.ferien-in-den-masuren.de



Polnische Fotosafari Teil II
19 Februar , 2009, 12:13
Gespeichert unter: Polen, Typisch polnisch

Hier meine liebsten Bilder vom Februar 2009

Nachträglich zum Valentinstag, oder so.

Nachträglich zum Valentinstag, oder so.

Lebensgroße Kuh im Supermarkt

Lebensgroße Kuh im Supermarkt

Web 2.0 ? Pah ! In Polen gibts Autos mit eingebautem WEB 6973 !

Web 2.0 ? Pah ! In Polen gibts Autos mit eingebautem WEB 6973 !

Ansprechende Kunst (mal wieder in der Mall "Stary Browar")

Ansprechende Kunst (mal wieder in der Mall "Stary Browar")

Geil, anscheinend kann man hier ganz legal seinen Tacho zurück drehen :-)

Geil, anscheinend kann man hier ganz legal seinen Tacho zurück drehen :-)

Mein aktuelles Lieblingspicktogramm: Achtung, Riesen überqueren die Fahrbahn.

Mein aktuelles Lieblingspicktogramm: Achtung, Riesen überqueren die Fahrbahn.

POlen hat keinen geistesgestörten Jambafrosch, dafür eine Polenweite Tante-Emma-Laden Kette mit denm Namen Zabka (Fröschlein)

Polen hat keinen geistesgestörten Jam.bafrosch, dafür eine Polenweite Tante-Emma-Laden Kette mit denm Namen Zabka (Fröschlein)

So, und hier noch ein Foto aus Berlin, das fand ich auch einfach fotografierenswert:

Manchmal muss es eben Müm sein !

Manchmal muss es eben Müm sein !



Polnische Fotosafari Teil I
29 Januar , 2009, 7:36
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Ich mach ja immer mal wieder Bilder von Dingen in Polen, die mich den Kopf schütteln lassen, die ich amüsant finde, ich als typisch polnisch erachte, oder so scheusslich, das sie schon wieder schön sind. Diese Bilder reichen in der Regel nicht für einen Artikel aus, aber sehenswert sind sie auf diesem Blog allemal. Hier meine Favourites im Januar 2009:

tauben-ampel

Diese Ampel ist derzeit Rot, was man aber nicht sehen kann, weil Superfette Tauben davor sitzen und sich an der Funzel den Hintern wärmen !

monster-manga

In der edelsten Mall von Poznan steht eine monstergroße Manga-Figur. Ich glaub, als Kind würde ich ALbträume bekommen.

kiosk-luke

Überall in Polen gibt es winzige Kioske mit noch winzigeren Luken, durch die die Wahre geschoben wird, aber auch mit dem Betreiber kommuniziert wird. Die Luke befindet sich etwa auch Bauchhöhe. Wenn man was kaufen will, muss man also einen Diener machen oder in die Hocke gehen, um mit seinem Gegenüber zu sprechen.

wrack-des-monats

OK, die Anhängerkupplung ist vielleicht etwas verbogen und der Auspuff schleift ein wenig auf dem Boden, aber ansonsten durchaus fahrtüchtig !

buchmacher

Ich mag eingepolnischte Wörter wie „Bukmacherskie“ bei einem Sportwettenladen.

drogeria

Und zum ABschluss einer der typischen polnischen Einzelhandel-Mini-Läden. Bei dieser Produktpräsentation würden jedem Makrketingfuzzi von H.enk.el die Tränen in die Augen schiessen vor Freude. Und dieser Laden steht nicht irgendwo, sondern direkt an der Rundung eines gigantischen Kreisverkehrs im Norden Poznans. Von der Größe zu vergleichen mit dem Kreisel um die Berliner Siegessäule. Selbstverständlich gibts in der Drogerie auch Cola !



Im polnischen SPA durchkneten lassen
29 Januar , 2009, 12:27
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Meine liebste und ich finden immer einen guten Grund,  es uns besonders nach stressigen Phasen mal richtig gut gehen zu lassen. Am Montag war der Grund, das wir 1 1/2 Jahre zusammen sind. Auf den Tip einer guten Freundin besuchten wir ein SPA, das zwar ausserhalb von Poznan, aber nur 20 Minuten mit dem Auto entfernt war.

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Da Edyta immer Montags frei hat, ist der Montag bei uns sowas wie bei anderen Leuten der Sonntag. Dies hat den enormen Vorteil, das Freizeiteinrichtungen an Montagen nahezu menschenleer sind. Man hat keine Reservierungsprobleme, im Restaurant nicht, im Kino nicht und im SPA erst recht nicht.

Wir hatten ein Programm für Paare gebucht, sozusagen das Rundumsorglos-Paket. Nachdem wir mit Bademänteln, Badetüchern, Garderobenschlüssel und einer Massage-Unterhose (mehr dazu später) ausgestattet wurden und uns umgezogen hatten, ging es erstmal in den Pool. Diesen mussten wir mit EINER weiteren Person teilen. Der Pool war mit einem Massagewasserfall und einer Wasserstrahldüse ausgestattet, der einem die Badeklamotten vom Leib riss, wenn man nicht aufpasste. Auf jeden Fall ein großer Spass.

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Dann entdeckten wir einen Raum mit Wirlpool und Dampfsauna. Wir hatten bis zur Massage noch etwa 30 Minuten Zeit und  nutzen diesen Raum intensiv. Hier waren wir nun komplett allein und wechselten zwischen Sauna und Wirlpool. Herrlich. Ich weiss nicht wie das im Allgemeinen in Polen ist, aber ich glaube, man ist noch ein bisschen Prüde. Den in der Galerie auf der Website des SPA sitzt ein Herr in Badehose in der Sauna.

Es wurde langsam Zeit für die Massage und Kosmetik-Behandlung. Ich bin zwar schon oft Massiert worden, endweder von der Freundin oder beim Physiotherapeuten weil mein Rücken kaputt ist, aber hier geht es um Wohlfühlen und entspannen. Dafür legte ich die irrwitzige Einweg-Unterhose an. Das Material erinnerte mich an die papierartigen Windjacken, die ich als Kind in den 70ern getragen hatte. es war auch schwer auszumachen, was hier Vor- und was Rückseite sein sollte. Wenn man die schmalere Seite vorne trug, hing die Hälfte des Gemächts raus, andersrum hatte man dann vorne eine Riesentüte hängen und der Arsch war fast komplett frei. Ich dachte mir, daß dies die wohl richtige Variante ist und das die eher meinen Hintern als meinen Genitalbereich mitmassieren werden.

Wir betraten einen Raum mit 2 Liegen nebeneinander, sehr gedämmtes Licht und angenehme Chillout-Musik. Die „Behandlung“ begann mit dem Peeling. Für meinen Geschmack ein bisschen zu lang und kräftig, denn es fühlte sich ein wenig so an, als würde mann von Kopf bis Fuss mit einem Metalltopfschwamm abgerieben. Oder das muss so weh tun, damit man dann später die sanfte Massage noch mehr geniesst.  Nach Auftragen des Peeling wurden wir mit dem Peeling in Plastikfolie eingepackt und in Decken gewickelt. So mumifiziert und völlig wehrlos auf dem Rücken liegend, begann das Auftragen einer Gesichts-Algenmaske.  Diese wurde entgegen meiner Erwartung beim Trocknen nicht brüchig sondern elastisch wie eine Gummihaut und nach einer 1/4tel Stunde in einem Stück vom Gesicht abgezogen.

einweg-unterhoseJetzt konnten wir auch das Peeling abduschen. Natürlich gab es eine weitere Einweg-Unterhose. Bevor wir uns zurück auf die Massageliege begaben, mussten wir unseer Hände in eine Art flüssiges Wachs tauchen. Dann wurden die wachsüberzogenen Hände in Plastiktüten gesteckt, darüber kamen Handschuhe, wie man sie verwendet, um heisse Töpfe anzufassen.  Diese Verpackung blieb während der gesamten Massage an den Händen. Wir müssen reichlich dämlich ausgesehen haben – Nackt, aber mit Einwegunterhose und Fäustlingen.

Es folgte eine Ganzkörper-Entspannungsmassage, sanft und trotzdem an Schmerzpunkten so ausgeführt, das sich die Verspannungen lösten. Alles sehr professionell, zwischendurch wurde bei mir sogar der Masseur ausgetauscht, der mit frischer Kraft ans Werk ging.

Fazit: Eine Wohltat, die man sich vielleixcht alle Monate mal leisten sollte. Wir verließen das SPA beschwingt und in leichtem Schwebezustand. Wir fühlten uns einen Kilo leichter – warscheinlich war das die alte Haut, die beim Peeling runter kam ;-) . Unbedingt zu empfehlen.

http://www.spalarnia.com.pl/index.htm (Website nur in Polnisch)