Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Reklame
8 November , 2009, 8:02
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Vor 2 Tagen erschien das neue Theater Programm mit ner anzeige für unser Restaurant. Jetzt bin ich gespannt, was nächste Woche passiert, denn das programm wurde an 6000 Leute per Post verschickt und die Anzeige ist nicht zu übersehen !



Kritiken
25 Oktober , 2009, 7:10
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Cooooool. Leute und travelguides beginnen, über uns zu schreiben. Besonders geil ist die kurzkritik im „in-your-pocket“-Guide:
http://www.inyourpocket.com/poland/poznan/restaurants_cafes/international/venue/56114-Kuchnia_Chrisa_w_Teatrze_Nowym.html
Ich muss aufpassen, das mir vor stolz geschwellter Brust keine Titten wachsen ;-D



Steak
21 Oktober , 2009, 8:06
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Da wir ja den Maserati unter den Dampfgarern haben, können wir auch sensationelle Steaks in meinem Restaurant basteln. Zusaetzlich habe ich gerade das wordpress-Plugin für mein eifon installiert und will da mal die fotoupload Funktion testen. Deswegen hier ein Bild von unserem Steak:

Bei uns kommt das Steak mit eine Balsamico-Reduktion in der eine Zeit lang getrocknete und dann marinierte Feigen mitköcheln auf den Tisch.

HERRLISCH !



Das besondere Restaurant, Folge 1 : Das Vietnamesische Restaurant ‘Hai Au’ in Frankfurt
20 Oktober , 2009, 12:31
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E N D L I C H hat der EverlastingClub mal wieder einen Artikel verfasst (obwohl- verfasst hatte er ihn schon vor langer Zeit, aber nun hat er mir diesen auch mit Fotos geschickt) und den gibt es jetzt hier in Originallänge. Viel Spass vor allem an die Leser aus der Frankfurt Umgebung, die sollten dann mal da hingehen !!!

Vielen ist bekannt das ich einige Zeit in Asien gelebt und gearbeitet habe und ein ganz großer Fan von authentischer asiatischer Küche bin. Diese Authentizität sucht man in Deutschland leider in den meisten asiatischen Restaurants vergebens. Es gibt sie aber noch, die kleinen versteckten Plätze, wo Idealisten und Überzeugungstäter so kochen, wie sie das bei ihrer Mama in Asien gelernt haben. Ein solcher, sehr versteckter Ort asiatischer Koch-Glückseligkeit ist das vietnamesische „Hai Au“.

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Die Location ist selbst für Frankfurt mehr als ungewöhnlich und könnte als Kulisse für einen Gangsterfilm herhalten : Relativ weit unten an der Münchener Straße, unweit des Hauptbahnhofs, also quasi mitten im Rotlichtviertel der Stadt, leuchtet uns ein kleines unscheinbares Schild den Weg. Aber seltsam, es scheint da gar kein Restaurant zu geben ? Stattdessen führt uns ein offenes Tor in einen schwach beleuchteten Hinterhof. Wer hier nicht schon ein mulmiges Gefühl bekommt und kehrt machen sollte, wird am Ende des kargen Hofes dann eine enge Tür finden. Dahinter wiederum führt eine schmale Treppe steil abwärts ins Dunkle. Am Ende der Treppe befindet sich dann eine schummrige Bar und man fragt sich, ob man nicht doch ins falsche Etablissement abgestiegen ist. Aber keine Angst! Den Blick nach Rechts gewandt findet sich eine Passage an einem obligatorischen Aquarium vorbei in einen fensterlosen kleinen Raum, in dem mit viel gutem Willen vielleicht 25 Personen Platz finden. Der kleine Raum ist mit sehr viel Bambus und asiatischer Kunst hübsch verziert. Man sitzt halt im „Keller“.

So etwa alle 20 Minuten dann ein leichtes Rumpeln und Vibrieren : Wenige Meter entfernt über uns fährt die lokale Strassenbahn vorbei! Filme wie „Chinatown“ oder „GoodFellas“ hätten hier ihre ideale Kulisse gehabt. Okay, vielleicht nicht der ideale Platz für ein erstes Rendezvous mit der neuen Freundin.. Noch verruchter wird es dann im hinteren Teil des schummrigen Lokals, der zu einer kleinen Smokers-Lounge ausgebaut ist. Die Decke wölbt sich und zusammen mit der Eisentür und dem lauten Abzugsventilator hat man das Gefühl in einem ehemaligen U-Bahn Tunnel zu sitzen, der zu einer Räuberhöhle umfunktioniert wurde… Aber zurück zum Wesentlichen : Am Nebentisch sitzen einige Asiaten mit ihren britischen Freunden und schlemmen. Viele Platten werden angeschleppt und aufgetischt. Es ist ein sehr gutes Zeichen, wenn Asiaten in Deutschland in einem asiatischen Restaurant sind, denn die wissen, wo es wirklich gut schmeckt! Die Karte des Hai Au bietet neben den „notwendigen“ Einheitsbrei-Gerichten mit Reis, Ente und irgendwas süßsauer, die man wirklich bei jedem x-beliebigen Chinesen auch findet und hier bitte nicht bestellen sollte (die aber wegen dem Geschwader der Unwissenden wohl nicht von der Karte genommen werden können), echt original vietnamesische Schmankerl die man nicht aller Tage bekommt.

Es gibt die leichten Saigon-Röllchen (nicht zu verwechseln mit den altbackenen und vor Fett triefenden Tiefkühl-Frühlingsrollen beim 0815 – Chinesen!), frisches rohes Gemüse das mit Fisch oder Fleisch und viel frischer Minze (!) in hauchdünnes Reispapier gewickelt und kalt gegessen wird.

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Dazu leckere Soßen, und zwar nicht die langweilige Industrie-Sambal-Olek Sauce die mit ihrer Salzigkeit jeden Geschmack platthaut, sondern ein breites Spektrum unterschiedlicher Dips mit Austern-, Pflaumen-, Chillie- , und Fisch-Soßen und natürlich Erdnüsse und eingelegte oder frische Chillies. Wie in Vietnam üblich, werden zu zahlreichen Gerichten viele Frische Kräuter gereicht, vor allem Minze und asiatisches, hocharomatisches Basilikum. Man zupft sich die Minzblätter von den Stengeln und nimmt soviel man mag oder wickelt sie mit Reispapier in die Speisen ein. Zu einigen Gerichten bekommt man eine Schüssel mit heissem Wasser und Reispapier, das man kurz in das warme Wasser eintaucht und dann mit zahlreichen Zutaten und Salatblättern zusammenwickelt und nach Gusto würzt. Das macht nicht nur viel Spaß sondern schmeckt auch traumhaft! Es gibt die traditionellen vietnamesischen Suppen mit Rindfleisch und vielen Kräutern und Gewürzen, ausserdem knusprige „Pfannkuchen“ (eine Art riesengroßer WanTan, nur viel lockerer und schmackhafter) mit diversen Füllungen. Man kann ein ganzes Fondue bestellen, mit einem großen Suppentopf in der Mitte, zahlreichen Soßen als Dips und einer Vielzahl von rohem Fisch und Fleisch (sogar Nierchen befinden sich im Angebot) zum selber garen in geselliger Runde.

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Ein absolutes Hightlight sind im Hai Au meiner Meinung aber die Fischgerichte! Serviert werden ganze Taschenkrebse, und zwar die GROßE Sorte, die mit Chillie und Salz oder mit einer kongenialen Currysauce und frischem Sellerie zubereitet werden (Mein Leibgericht!). Dazu bekommt man einen Nussknacker mit dem man die Biester dann aufbrechen kann. Essen kann man sie nur mit den Händen und den ganzen tollen Saft bekommt man nur durch heftiges zuzzeln und saugen aus den Stücken. Definitv wieder nix für’s erste Rendezvous oder wichtige Geschäftsessen. Ist man mit den Viechern fertig hat man die Currysauce nämlich bis zu den Ellbogen! Jedenfalls habe ich noch nie zuvor in Deutschland so tolle Krebse gegessen.

Durch mein lautes Geschmatze und das Knacken der Krebsschalen wurde zwischenzeitlich dann auch der vietnamesische Chef auf mich aufmerksam und fragte tatsächlich ob er sich zu mir setzen darf. Irgendwie hat der wohl gemerkt das da ein Deutscher sitzt der schon mal in Asien war und das ganze Zeug so richtig zu schätzen weiß. Oder er hatte Angst das ich eine riesen Sauerei in seinem Lokal veranstalte. Wie auch immer, wir haben dann noch eine Weile bei asiatischem Schnaps über die Vorzüge der vietnamesischen Küche im allgemeinen und sein irres Restaurant im besonderen philosophiert und ich bekam ganz viele Empfehlungen was ich beim nächsten Mal dann bestellen soll.

Der Schnaps war nebenbei bemerkt aus Duftreis gebrannt und hatte ein irres Aroma mit Noten von besagtem Duftreis und Kokosnuss. Wieder zu Hause und immer noch von den vielen Eindrücken überwältigt hab ich mir dann zum x-ten Male „Der stille Amerikaner“ mit Michael Caine angesehen. Das ist DER Kultfilm für alle Vietnamfans und unbedingt zu empfehlen.



Break Even
11 Oktober , 2009, 1:02
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Letzten Dienstag hab ich mir mal selbst auf die Schulter geklopft. Das hatte ich mir im warsten Sinne des Wortes VERDIENT. Denn wir haben es geschafft, im Ersten Monat mit ner positiven Null abzuschließen. Soll heissen: Alle Rechnungen waren bezahlt, die Miete auch und ich habe 10 Gehälter, sowie die Lohnnebenkosten dafür überwiesen. Ich hab zwar noch nix für mich und meine Investoren verdient, aber dieses Ergebnis ist schon jetzt sensationell und wesentlich besser, als ich mir für den ersten Monat erträumt habe. Wer sich in der Gastronomie ein bisschen auskennt, weiss wie schwierig das ist und was das bedeutet. Jetzt heisst es: Am Ball bleiben und Gas geben ! Denn wir stehen am Anfang und ich hoffe, meinen Umsatz in den Nächsten Monaten zu verdreifachen. Ich denke das ist realistisch.

Gestern und heute hatten wir das erste mal an einem „normalen“ Tag zeitweise alle Tische besetzt. Ein gutes Gefühl. Vor allem für die Küche. Denn es gibt nix bescheuerteres, als in der Küche zu stehen und zu warten. Und meine Köche waren voller Tatendrang. Nebenbei haben sie dann noch ein Dessert ausser der Reihe (also nicht auf der Karte) gebastelt und den haben wir dann auch gleich noch 6 mal verkauft:

frucht-nachtisch

Das ganze ist eine Art Panna Cotta mit einem großen Menge an weisser Schokolade und gefüllt mit frischen Beeren.  Nicht nur mein Chefkoch, auch Dominik, der Mann mit der längsten Berufserfahrung in der Küche weiss, wie man Menschen glücklich macht. Das Dessert war zum NIEDERKNIEEN.



Isch hab Allergie…
6 Oktober , 2009, 10:19
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…entwickelt. Gegen alle Sätze die beginnen mit: „We must buy“, „The Restaurant needs“ und „Can we pay“.

Liebe Eltern, sorry, jetzt weiss ich wie Ihr Euch gefühlt habt, als wir Teenager waren ;-) .

Ich sollte alle Sätze, die so beginnen beantworten mit : “ Tschuldigung, hast Du was gesagt ?“ und dann total irritiert aus der Wäsche blicken.

Andere Vorschläge ?



Wie es dem Restaurant geht
1 Oktober , 2009, 6:10
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Ich hab ja immer nur etwas sporadisch gebloggt in den letzten 3 Wochen, glaubt mir, Material hätt ich genug, aber es ging einfach nicht. Ich wusste ja so ungefähr, was auf mich zukommt und mir gefällt es echt gut was ich da so treibe, aber die Zeit verfliegt im Hyperspeed-Modus und ich wünschte mir einfach mehr davon, um alle anstehenden Arbeiten ordentlich durchzuführen. Statt dessen treffe ich permanent schnelle Entscheidungen, weil für 50 mal hin-und-her-denken einfach keine Zeit ist.

Kürzlich besuchte ich meinen Restaurant-Besitzer-Freund Piotr, um ein paar Gläser abzuholen, die ich ihm geliehen hatte. Er sah mich an und fragte, ob alles OK sei und ich antwortete, ich wäre nur ein bisschen Müde. Er darauf: „Welcome in the World of beeing a Restaurant-Owner !“. Es ist halt einfach so – Man will morgens früh da sein, um unerledigtes wegzuarbeiten, dann kommen 79 Trilliarden Dinge dazwischen die nicht eingeplant waren, irgendwann erklärt einem noch der Chefkoch, die Ware für das A La Carte Menü ist alle (man geht also noch schnell im Berufsverkehr einkaufen) und Abends beobachtet man die Angestellten und korrigiert die vielen kleinen Fehler, kümmert sich um die Gäste, packt selbst mit an und eh man sich versieht, ist es 1.00 Uhr Nachts und man hat schon wieder 16 Stunden im Laden verbracht.

Aber eigentlich geht es dem Laden an sich ganz gut für den Anfang. Wir hatten am Samstag ein Catering für 250 Leute, das war das erste mal, das ich so viel Menschen bewirtet habe und es hat erstaunlich gut funktioniert. Und DAS ist es womit man in dem Business Geld macht. Dein gutes Restaurant mit dem A La Carte Menü von dem alle schwärmen ist eigentlich fast nur eine Werbeveranstaltung für Caterings bei Theaterpremieren, Frimenparties und und besonders feierlichen Anlässen. Und ich kann mich glücklich schätzen, das ich ein so tolles Team habe, die zwar alle noch viel lernen müssen, aber auf jeden Fall großartiges geleistet haben.

Nicht nur auf den bisherigen Veranstaltungen bekamen wir Lob, sondern auch die nächsten Anfragen flattern ins Haus. Im Oktober treffen sich 50 Theaterdirektoren 4 Tage in Posen und essen jeden Abend bei uns. Ausserdem 2 Gruppen a 40 Personen haben für den „Tag des Lehrers“ gebucht, ein Marketing-Leiter-Treffen-Firmenevent von der Hautcreme mit der Blauen Dose möchte eine Art Mitmachabend bei uns erleben und es gibt bereits eine Anfrage für eine Konfirmation für nächstes Jahr im Mai !

Und was mich am meisten freut: Wir haben ein paar Tisch-Reservierungen ! Leute, die ins Theater gehen in kleinen Gruppen (mal 4, mal 5 , mal 10 Personen) wollen vorher oder Nachher einen Tisch bestellen. Das hab ich mir gewünscht, das die Leute den Theaterbesuch dann gleich mit einem guten Essen Verbinden.

Natürlich könnte es viel mehr sein, wir knien uns gerade richtig ins Thema Werbung, denn ich bin mir ganz sicher, das wir im Dezember jeden Tag Weihnachten feiern müssen. Mal sehen :-) .

Leider bin ich seit gestern morgen böse erkältet, aber damit ich alle gleich beruhigen kann: ich bin zu Hause, liege im Bett und bis auf 1-2 wichtige Entscheidungen lässt mich meine rechte Hand und PR-Leiterin auch in Ruhe, denn am Wochenende muss ich wieder einiger Maßen fit sein, und so gönne ich mir einfach mal 2 Tage Bett-Ruhe. Und es geht trotzdem ! Früher vor meiner Herzgeschichte hätte ich einfach weiter geackert bis zum umfallen. Nachdem ich gestern erfahren habe, das wir genug verdient haben, damit ich am Montag alle Gehälter zahlen kann (nachdem ich gerade schon alle Lieferantenrechnungen gezahlt hatte), trat dann doch etwas Entspannung ein.

So, und nun übersetze ich mal unsere polnische Website ins englische, damit ich dann auch ausländische Firmen und Touristen anlocken kann. Link folgt sobald fertig.