Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Alkohol, und wie der Hase läuft
27 August , 2009, 5:31
Gespeichert unter: Restauranteröffnung, Typisch polnisch | Schlagworte: , ,

Heute morgen rief bereits die Frau vom Gesundheitsamt an und sagte, wir können gegen 13.00 die Papiere abholen, die wir für die Alkohollizenz benötigen. Super ! So kann ich die Lizenz noch einen Tag früher als gehofft beantragen. Wir also bei der Lizenzvergabestelle angerufen um zu erfahren, wie lange denn auf sei. Donnerstags bis 17.00 Uhr ! Nochmal Super !

Und seit heute weiss ich definitiv, wie der Hase hier bei den Behörden läuft. Eigentlich so wie überall und deswegen habe ich auch immer alles instinktiv richtig gemacht. Die meisten Beamten in den Behörden in denen ich in den letzten Wochen war, haben ja einen eher eintönigen Job. Aber jeder Mensch hat für seine Arbeit Respekt verdient, wenn er sie anständig erledigt. Ich habe in den letzten Wochen immer versucht, diesen Personen zu vermitteln wie WICHTIG Ihre Arbeit ist, aber ohne zu schleimen. Und wenn man sie dann noch bittet, einem behilflich zu sein, packt viele der Ehrgeiz !

Am Anfang sind die Koleginnen (ich hatte es auf allen Ämtern IMMER NUR mit Frauen zu tun) sehr steiff und bürokratisch und stellen sehr ernste Fragen. Wenn sie aber merken, das man ihre Persönlichkeit respektiert, dann tauen sie ganz schnell auf und es darf auch mal ein Jux gemacht werden. Zu guter Letzt werden natürlich wieder viele Formulare gestempelt.

Heute war es genau das Gleiche. Zuerst war eine ältere Sachbearbeiterin sehr ernst, aber nachdem sie sah, das wir wirklich ALLE nötigen Formular-Kopien dabei hatten und ich auf meinen Ordner mit den Originalen zeigte, winkte die Dame nur freundlich ab, sie glaubte mir, das ich die Originale besitze. Dann kam eine Kollegin dazu, die wohl einen etwas höheren Rang hatte, den Vorbesitzer des Restaurants kannte und wohl froh war, das da jetzt jemand neues das Sagen hat. Bei unserer ganz lieben Nachfrage, ob wir die Lizenz denn eventuell bis zur Eröffnung haben könnten (normaler Weise MINDESTENS 20-30 Bearbeitungstage), wurde dann wie folgt beantwortet: „Wann wollt ihr eröffnen ? Am 09.09 ? Überhaupt kein Problem !“  Stempel, stempel, stempel und viel Erfolg.

Manchmal kommt dann doch freundlich und nicht frech weiter.



NIP
19 August , 2009, 4:17
Gespeichert unter: Restauranteröffnung, Typisch polnisch | Schlagworte: , ,

Für alle, die auf meiner Seite nach Tips gesucht haben oder suchen, was man beachten muss, wenn man als Ausländer in Polen ein Restaurant (oder ein anderes Geschäft) eröffnen will, für die gibt es heute mal einen Fahrplan zum warscheinlich wichtigsten Dokument, das ich nun besitze. Ist heute per Post eeeeeeendlich angekommen:

nip-for-blog

Auf diesem Dokument befindet sich die NIP = Numer Identyfikacji Podatkowej, also die Steuernummer. In beruflicher Hinsicht bei Selbständigkeit will JEDER von Dir diese Nummer haben. Da bringt es garnichts, wenn man schon eine Firmenregistrierung hat – ohne NIP ist man wie gelähmt.
- Sie wollen eine Metro-Karte ? Ihre Nip bitte.
- Sie wollen eine Rechnung ? Ihre Nip bitte.
- Sie hätten gerne eine Lieferung ? Ihre Nip bitte.
- Wir sollen das reparieren ? Ihre Nip bitte.
- Eine Alkohollizenz ? Ihre Nip bitte.
- Eine Genehmigung vom Gesundheitsamt ? Ihre Nip bitte.
- Sie müssen mal Pipi ? Ihre Nip bitte……(ne war nur n Scherz)
Aber alle sagen, ich soll wieder kommen, wenn ich die Nummer habe. UND JETZT HABE ICH SIE ! HARHAR !

Du willst auch eine NIP ? Das geht so:

1) Melde Dich bei der Urzad Mista, sozusagen der Meldestelle in Deiner Stadt an. Dafür genügt Dein Pass und ein Mietvertrag, besser noch ist es, wenn Dein Vermieter mitkommt und eine Urkunde vorzeigt, das er Eigentümer des Hauses oder der Wohnung ist und Dich da wohnen lässt. Bitte erinnere Dich an die Namen und Geburtsdaten Deiner Eltern ! Und eine Meldebescheinigung deiner bisherigen WOhnung oder eine ABmeldung kann auch nicht schaden. So bekommst Du sofort eine 3-Monate gültige Aufenthaltserlaubnis.

2) Eröffne bei der WBK ein privates Bankkonto, diese Bank verlangt im Gegensatz zu anderen Banken nicht eine permanente Aufenthaltserlaubnis vom Ausländeramt.

3) Gehe trotzdem zum Ausländeramt und beantrage eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung, denn ohne diese kannst Du kein Geschäftskonto eröffnen ! Du brauchst für die Bestätigung vom Ausländeramt einen Pass, einen Kontoauszug der letzten 3 Monate Deines Bankkontos, Deine Meldebescheinigung von der Meldestelle (siehe Punkt 1), eine Krankenversicherungsbescheinigung, die besagt, das Dir auch in Polen geholfen wird / oder Deine vorläufige Gewerbeanmeldung (noch ohne NIP)

4) Finde einen Steuerberater, der sich GUT mit dem Ausländerrecht auskennt. Der soll einen Termin beim Gewerbeamt machen und Dich begleiten. VORHER musst Du aus einer 120-Seitenliste jedoch die Tätigkeiten und entsprechenden Nummern raussuchen, die mit Deinem Gewerbe zu tun haben. Glaube abe besser nicht, daß das irgendwie logisch geornet ist. Du musst also alle 120 Seiten durcharbeiten. Lass es am Besten von einem Polen machen. Meine Liste beinhaltet mitlerweile 48 (!) Positionen an Tätigkeiten.

5) Gebe Deinem Steuerberater eine Vollmacht, das er sich auch gleich noch um Deine Anmeldung für Deine Krankenversicherung kümmert. (Die brauchst Du nämlich auch für das Ausländeramt.

6) Nach gefühlten 35 Unterschriften und 1000 Stempeln (Polnische Behörden LIEBEN Stempel) und 2 WOchen Wartezeit kommt dann Deine NIP.



Guten Tag, Polizei. Wohnt in Ihrer Wohnung ein Däne ?
18 August , 2009, 11:55
Gespeichert unter: Polen, Typisch polnisch | Schlagworte: ,

Dieser Satz sorgte heute Abend (wir waren gerade beim Abendessen und hatten Edyta No. 2 und den polnischen Nachwuchsrennfahrer Mateusz Adamski zu Besuch) an der Sprechanlage für kurze Verwirrung. Es ist schon interessant, aber wenn die Polizei nach einem fragt, dann denkt man automatisch nach: Habe ich irgendwann irgendwas falsch gemacht oder ein Gesetz gebrochen, ohne das ich es vielleicht weiss ?

Die Aufklärung war aber sehr simpel. Der Herr von der Polizei war sowas wie unser Kontaktbereichsbeamter. Ich hatte mich vor ein paar Wochen beim polnischen Ausländeramt gemeldet hatte meine permanente Registrierung/Aufenthaltserlaubnis zu beantragen und ich hatte auch schon alle notwendigen Papiere zusammen. Mir sagte jedoch niemand, daß da jemand PERSÖNLICH vorbei kommt, um zu checken, ob ich auch wirklich hier wohne und nicht einfach nur (aus welchem Grund auch immer) eine Briefkastenadresse hier betreibe. Laut Aussage des netten Polizisten, der auch noch typisch polnisch „Pawel“ heisst, sagen die das aber niemand vorher und nutzen den überraschenden Moment. Ich musste lediglich meinen Pass zeigen und er überprüfte die Angaben darin mit seinen Unterlagen.

Ich war so perplex und gleichzeitig erfreut über diesen Besuch, das ich fragte, ob wir ein Foto zusammen machen können, weil mir das ja sonst keiner glaubt. Freudig bejahte er, obwohl ich sagte, das ich das auf meinem Blog veröffentlichen möchte.

polizei

Chris und sein Polizei-Buddy (Erinnert ein wenig an "King of Queens"-Darsteller Kevin James)

Nachdem er seinen Job erledigt hatte, erkundigte er sich noch, ob in der Nachbarschaft alles o.k. sei und gab uns zu guter letzt noch seinen Namen und seine private Handynummer mit den Worten: „Wenn Sie mal die Polizei brauchen, rufen sie mich direkt an, NICHT den Notruf – die brauchen ewig oder kommen garnicht !“

Ich werde die Nummer gleich mal in meinem Handy speichern !

PS: Für die Leser die es nicht wissen, ich habe dänische Staatsbürgershaft.



Bürokratie-Urwald
4 August , 2009, 9:04
Gespeichert unter: Polen, Restauranteröffnung, Typisch polnisch | Schlagworte: ,

Wer dachte, Bürokratie in Deutschland ist irgendwie kompliziert, der sollte sich das mal in Polen geben. Ich habe gestern erstmal einen 3-Stünden Vorgeschmack dafür bei meinem Buchhalter bekommen. Der stöhnte unentwegt, weil ich noch ein Gewerbe in Deutschland habe und Einkünfte daraus in meiner polnischen Steuererklärung mitberücksichtigt werden müssen. Dann muss natürlich die richtige Steuerklasse für mich gefunden werden. Für mich als nichtpole ist das alles natürlich 5 mal so kompliziert. Und ich brauche einen Feuerwehrmann ! Also so ne Art Brandschutzbeauftragten. Aber dazu später mehr, ich werfe da sicherlich lustige Geschichten erleben.

Die Bank gestern wollte mir kein Konto eröffnen, da ich nur eine vorübergehende Aufenthaltserlaubnis habe, die dauerhafte wird heute beantragt, die Bearbeitung dauert aber 30 Tage ! Nach ein paar Telefonaten haben wir jedoch eine Andere Bank gefunden, die uns helfen will und ein Konto eröffnen wird. Daher beginnt der Tag heute mit dem Copyshop & Ausländeramt, danach Meeting mit der Bank, dann zum Rstaurant. Dort eventuell Vertragsfragen klären und den Versicherungsvertreter treffen, der die ganze Bude versichert.  Dann zum Buchhalter, um die Unterlagen für die Firmengründung abzugeben. Diese ist beim Amt vergleichbar einfach. Ein Pass und eine vorläufige Meldebestätigung genügt. Und man muss noch nicht mal wie bei so vielen anderen Registrierungen den Mädchennamen der Mutter angeben :-D .

Auf in den Kampf, 2ter Tag…

(Endlich wird der Blog mal seinem ursprünglichen Titel gerecht !)



Polnische Fotosafari Teil V – Warschau touristisch

Wie ich neulich schon hier berichtete war ich vor kurzer Zeit in Warschau. Es war bereits mein vierter Besuch dort, die ersten 3 Besuche waren immer aus unterschiedlichen Gründen mehr oder weniger ein Reinfall, man könnte sagen: Warschau und ich, das passt nicht zu einander. Da meine Liebste aber dort hin musste, und ich nicht wirklich was besseres zu tun hatte, dachte ich: „Eine Chance gibst Du Warschau noch“. Eine lohnende Entscheidung.

Wer mich nicht persönlich kennt, weiss vielleicht nicht, wie ich es seit Jahren mit dem Reisen halte – ich versuche so wenig Tourist zu sein wie möglich. Ich übernachte am liebsten bei Freunden oder bei Mitgliedern von Couchsurfing, ich nehme nie an Führungen teil, buche nie ein Hotel, sehe mir kaum die Standard-Touri-Objekte einer Stadt an und im Sommer gehts es auch schon lange nicht mehr in den Süden, sondern meistens besuche ich meine Family in Dänemark oder fahre zur Schwiegermutter in den masurischen Wald.

Vor meinem Warschau-Besuch dachte ich mir jedoch: Scheiss drauf,  Warum eigentlich mal nicht auf Tourist machen ? Ich hatte zwar einen alternativ- aber dennnoch Touristenführer für Warschau zum Geburtstag geschenkt bekommen und meine Süße begleitete mich als Guide. So setzten wir uns in die U-Bahn (Es gibt nur EINE Linie, daher kann man nicht falsch umsteigen sondern höchstens in die falsche Richtung fahren) und fuhren ins Zentrum der Metropole.

vor-dem-Kulturpalast

Dort befindet sich der der gigantische Kulturpalast, ein Geschenk der Russen an das polnische Volk. Die Polen haben das Teil immer gehasst und wollten es eigentlich nach der Solidarnosc-Bewegung abreissen lassen, war aber zu teuer. Mir gefällt das Gebäude irgendwie. Es beherbergt mehrere Theater, ein Kino, Ausstellungsräume und im 30. Stock eine Aussichtsplatform. Da wollte ich rauf ! Und es gab sogar einen Fahrstuhlführer in Uniform ! Hab mich aber nicht getraut, den zu fotografieren. Aber so sieht Warschau von oben aus:

von-oben1

von hieraus alles sehr friedlich und relativ geordnet. Dazu kam grandioses Kaiserwetter.

von-oben2

Bei vielen Bauten und Straßen kann man von oben einen gewissen Symetrie-Fetischismus erkennen :-)

von-oben3

Haushohe Werbeplanen unterstreichen die allgemeine Gigantomanie vieler Warschauer Bauherren.

von0ben5

Die Aussenterasse des Cafés wird wohl eher selten genutzt, dafür weht ein zu eisiger Wind.

von-oben7

Die Innestadt ist selten Grün, daher erfreuten mich die Bäume auf dem Dach des Medienkaufhauses.

von-oben9

Sogar bei der Bepflanzung lässt ein Hang zur Symetrie zu erkennen.

Das Ticket für die Aussichtsplatform beinhaltete den Besuch einer Mitmach-Ausstellung, in der wir einige Zeit vor den Lachspiegeln verbrachten.

spiegel

Vor dem Kulturpalast hat ein Künstler eine „Küss-Bank“ aufgestellt, diese mussten wir natürlich ausprobieren.

küssbank2

Man liegt in unterschidlicher Richtung aber zueinander gewand und kann dann mit einem Dach über dem Kopf knutschen (das Knutschfoto erspar ich Euch jetzt).

schiefes-hausAuch hier gibt es Kunst am Bau. Bei diesem Gebäude sieht es aus den meisten Blickwinkeln so aus, als würde der kleinere Anbau jeden Moment zur Seite wegkrachen.

Wir haben uns dann, nachdem wir uns die Hala Mirowka angesehen haben (siehe Fotosafari IV) durch mehrere Parks auf den Weg zur Altstadt gemacht.

In den Parks gibt es immer wieder interessante Skulpturen zu entdecken:

nicht-lenin

Diese Skulptur ist nicht (wie fälschlicher Weise leicht anzunehmen) ein sozialistisches Lenindenkmal, die dargestellte Person ist der berühmte polnischer Schriftsteller Janusz Korczak, der diverse Familiengeschichten geschrieben hat. Er arbeitete als Arzt und einflussreicher Pädagoge und wird von den Polen verehrt.

pipi-im-grünen

Skuril: Damit die Leute nicht in den Büschen zum Pipimachen verschwinden, gibt es mitten im Park ein ToiToi-Klo.

Dazwischen immer wieder Straßenabschnitte, und auf einmal: Das Sony-Center !

sony-center

Auch in Warschau hat die Stencil-Art Einzug erhalten:

stencil

Ausserdem immer wieder interessante Architektur…

art-deco-neu

…dieses hier hat fast einen Touch Art Deco !

Da es zu Ostzeiten eigentlich keine klassischen Werbetafeln gab, wurde für Firmen und Kultureinrichtungen häufig kunstvolle Neonleuchten geschaffen – hier meine liebsten Entdeckungen:

leutwerbung1

Ein Laden für Lacke und Farben

leutwerbung3

Ein Theater.

Und hier kommt mein absoluter Liebling:

leutwerbung2

Eine Disko !

Irgendwann erreichten wir dann die Altstadt…

oldtown0

…und ich war baff. denn die ist wirklich schön !

oldtown1

oldtown2

Das ist kein Blumenladen, sondern ein Restaurant mit Apothekerpreisen (sogar für westliche Geldbeutel)

oldtown3

oldtown4

In vielen teilen der Altstadt fand sowas wie ein Open-Air-Galerie-Festival statt, genaueres konnte ich leider nicht herausfinden, aber im Zentrum der Altstadt gab es riesige Poster zu dem Thema „Coexistence“.

open-air-gallery1

Am besten gefiel mir dieses Bild:

open-air-gallery2

Aber es gab auch noch lustiges zu entdecken:

zamenhofa

Dies ist nicht die Bushaltestelle einer Samenbank. Zamenhof musste ich erstmal googlen. Es handelt sich um Ludwig Lazarus Samenhof, ein Russischer Arzt, der die Plansprache Esperanto begründete. Wieder was gelernt.

werbung

Gerne werden in Polen die Russen verunglimpft. Dieses Poster, das für eine Kulturveranstaltung wirbt, zeigt eine Matrjoschka Puppe und hing überall in Warschau. Die Matrjoschka steht in Russland Mütterlichkeit und Fruchtbarkeit.

schaufenster

Und dann gab es da noch den Schaukasten mit liebevoll präsentierten Schuhen. „Aber trendige Schuhe“.

palme

Diese Palme ist eine Kunstpalme, errichtet von der Künstlerin Joanna Rajkowska. Die Idee dazu hatte sie nach einer Jerusalem-Reise, denn diese Palme steht in der Jerusalem-Allee. Eigentlich sollte die Palme nur befristet dort stehen, aber den Warschauern gefiel das Kunstwerk so gut, das sie es da behielten.

ampelmännchen

Und die Ampelmännchen in Warschau sind alles Bodybuilder ! breite Schultern und keinen Hals !

Ich muss einfach sagen, es hat sich gelohnt, mal ganz Tourist zu sein. Ich habe die Stadt von einer wunderbaren Seite kennengelernt und natürlich hat auch das gute Wetter dazu beigetragen, daß das alles etwas schöner als bei meinen vorherigen Besuchen war. Die Stadt bemüht sich sehr, Kunst- und Kulturmetropole zu sein und ist dabei überraschend innovativ. Im Gegensatz zu meinen vorherigen Besuchen blicke ich mit Freude auf meine Rückkehr.



Polnisch, Dänisch, Deutsch und deren Verwechslungsmöglichkeiten
9 Juni , 2009, 10:43
Gespeichert unter: Babylonia Polska, Polen, Typisch polnisch, Verständnisprobleme | Schlagworte: , ,

Als ich das erste Mal in Polen war, erfreute mich die Gastfreundschaft der mir bis dahin völlig unbekannten Polen und ich saß dem Irrglauben auf, dass sich die Polen permanent für irgendetwas bedanken. Meine Verwirrung rührte daher, das die Polen ständig das Wort „tak“ benutzen; dieses Wort kannte ich aus dem dänischen und das dänische Wort „tak“ bedeutet nichts anderes als „danke“. Im Polnischen bedeutet das Wort „tak“ jedoch einfach nur „ja“ ! Also eine simple positive Antwort auf eine Frage, oder eine Bestätigung.
„Danke“ heißt auf polnisch übrigens „dziękuję“, was ungefähr so ausgesprochen wird: „Dschinkuujää“. Ich schreibe das so kompliziert, weil es für das polnische keine Lautschrift gibt. Noch kein Herr Pond oder Langenscheid hat sich bisher die Mühe gemacht. Obwohl es für eine so schwer auszusprechende Sprache sehr hilfreich wäre, damit man beim polnisch lernen auch mal von irgend jemand verstanden wird.
Das deutsche  „ja“ wiederum ist für die Polen irreführend, denn wenn wir es auf deutsch zwei mal schnell hintereinander benutzen, zum Beispiel wenn wir genervt rufen „Ja-ja, ich komme gleich“, dann denkt der Pole, wir erzählen irgendwas von Eiern ! Denn ein Ei (singular) heißt auf polnisch „Jajko“ , mehrere Eier (plural) heißen  „Jajka“, aber man sagt dazu auch „Jaja“. Zum Beispiel steht an der Landstraße ab und zu neben einem Bauernhof ein Schild mit der Aufschrift „Jaja“, wenn dort frische Eier verkauft werden.
„Nein“ heißt auf polnisch „Nie“, was ungefähr wie „Niiääää“ ausgesprochen wird. Dann gibt es aber auch das polnisch Wort „No“, bei dem das „o“ in einer Art „oa“ ausgesprochen wird, ähnlich wie in dem deutschen Wort „noch“, nur ist das „o“ viel länger gezogen. Die Polen sind auf jeden Fall große Fans von Vokalen in die Länge ziehen. Das polnische „No“ hat aber weder etwas mit dem englischen „No“, dem französischen „Non“ oder dem Deutschen „Nein“ zu tun. Im Gegenteil. Es ist eher eine Art Quittierlaut (mein Kumpel Jan würde jetzt „bim“ dazu sagen, aber das ist eine andere Geschichte), das man verstanden hat was der andere sagt, oder zugehört hat (oder so tut als würde man zuhören), ähnlich dem deutschen „mhm“ oder auch „aha“. Die Kombination „No, tak“ heißt also nicht „Nein danke“, sondern eher sowas wie „ah ja“ und wird häufig dann verwendet, wenn man seinen Gesprächspartner in seinem Redefluss unterbrechen möchte um selbst seine Gedanken an den Mann zu bringen.
Und heute sagte ich fälschlicher Weise zu meiner Schwiegermutter „Nie, tak“ anstelle von „Nie, dziękuję“ was zur Folge hatte, das ich (obwohl schon total satt) eine weitere Portion auf meinen Teller geschaufelt bekam. Wobei ich mir nicht sicher bin ob es irgendwas geändert hätte, wenn ich wirklich nein danke gesagt hätte :-) !



Polnische Fotosafari Teil IV – Warschau kulinarisch

Vor kurzem begleitete ich meine Liebste mal wieder nach Warschau, eine Stadt, der ich bisher nicht so wahnsinnig viel abgewinnen konnte – ich fand es immer zu laut, zu hässlich, zu voll und zu uninteressant. Diesmal hatte ich jedoch vorher einen Alternativreiseführer Warschau geschenkt bekommen und somit einen sehr aufregenden, spannenden und schönen Tag erlebt. Ich teile diese Fotosafari in 2 Teile, demnächst kommt dann noch „Warschau Touristisch“, aber nun erstmal die Food-Blogger afine Safari „Warschau Kulinarisch“.

Zu aller erst fuhren wir mit der U-Bahn (es gibt in Warschau exakt 1.0 U-Bahnlinien) zum Kulturpalast im Zentrum von Warschau

kulturpalast

Zum Fuße dieses Gebäudes gibt es ein paar kleine Buden, die neben Getränken auch ein paar heisse Snacks verkaufen.

zapiekanka1

Unter anderem gibt es dort das einzige autentisch polnische Fastfood, nämlich Zapikanka !

zapiekanka2

Ein Baguette-artiges weiches Brot mit Pilzen und Käse überbacken, obendrauf kommt Ketchup. Die Zapikankas in Posen sind nicht zu empfehlen, dieses jedoch war ein SEHR leckerer schneller Snack !

Ein paar Meter weiter verkaufte eine Frau aus einem Lieferwagen heraus diverse polnische Gerichte.

aus-auto-verkauf

Das scheint in polen völlig normal zu sein. Der Polizist am ende der schlange steht nicht da, um den Laden zu schließen, sondern um sich was leckeres günstig zu essen zu kaufen. Das ist mir in Warschau oft aufgefallen. Leute parken ihre Autos am Bordsteinrand, offnen den Kofferaum und verkaufen irgendwas, häufig selbstangebaute Lebensmittel, aber auch Unterwäsche, Porzellankitsch und Krempel. Und man braucht keine Genehmigung dafür, oder es interessiert einfach keinen. Das gefällt mir.

Im Kulturpalast gab es eine art „Mitmachausstellung“ wo man sich köpfen lassen konnte und einen Ehrenplatz in der Obstschale bekam:

obst

In meinem Reisefüherer hatte ich von der Hala Mirowska gelesen, eine über 100 Jahre alte Markthalle, da wollte ich hin !

hala1

Davor befanden sich einige Blumenstände in direkter nachbarschaft mit alten huzeligen Omas, die gehäkelte Deckchen oder geschirr zur Aufbesserung der Rente vertickten.

hala2-flowers

In der ersten Halle dann erstmal große Enttäuschung – der eigentlich schöne Bau ist zu einer art Billigsupermarkt verkommen, der ziemlich Kundenleer gewesen ist.

hala4-übersicht

Aber aussenrum gab es ein paar Einzelstände, z.B. mit Spirituosen, man hat definitiv eine interessantere Wodka-Auswahl als in Berlin…

hala3-wodka

…sowie ein Stand mit einem sehr skurilen „Kunst“-Schaukasten.

kunst

Man beachte den coolen Frosch. Aber das kann ja nicht alles gewesen sein. War es zum Glück auch nicht. Denn hinter dieser schönen Backsteinbauhalle gab es noch eine 2te Halle ein 70er-Jahre Kommunismus-Neubau mit anschließender Freifläche, und der hatte ganau das zu bieten was ich erwartet hatte.

hala5-backstein

Viele kleine Stände mit polnischen Spezialitäten wie Piroggi oder gefüllten Pfannkuchen.

hala6-piroggi

Natürlich gab es viele Obst- und Gemüsestände, im Vergleich zu Berlin allerdings häufig mit regionalen und/oder saisonalen Produkten.

hala7-nuts

Aber auch hier sind die Radieschen um diese Jahreszeit noch nicht wirklich scharf. Allerdings kostet hier der Bund 1,50 Zloty, das sind ca. 34 Cent !

hala10-radis

Auch in Polen isst man gerne Spargel.

hala9-spargel

Und man bekommt fast überall lecker geräucherten Fisch…

hala8-fisch

…oder man sucht sich ‘nen lebenden aus.

fisch2

Ausserdem gibt es in groben Brotstücken pannierte Schnitzel und eine Unmenge an pannier-frittiertem Zeugs, das ich leider nicht alles probieren konnte, da wir noch weitere Kulinaria zu entdecken hatten.

hala6a-brotschnitzel

Aber wir gönnten uns ein halbes Kilo Erdbeeren, die wohl leckersten nach Erdbeere schmeckenden polnischen Erdbeeren, die ich seit Jahren gegessen habe.Das ging so schnell, das ich vergaß, ein Foto zu machen.

Statt dessen machte ich dann ein Foto von dem „Essen“ oder wie man das nennen soll, das es in einer vegetarischen (sic!) Kantine gab, die meine Liebste früher ab und zu besuchte, als sie in Warschau studierte. Wohl eher aus nostalgischen Gründen gingen wir da rein. Ich kann schon spüren, wie es den Fressack schüttelt und das zu recht. Das Zeug schmeckte nicht nur fade sondern es wurde warscheinlich auch schon seit Stunden warm gehalten, war aber nur lauwarm. Der Saft allerdings auch !

waw-vegetarisch

Um den Scheissgeschmack aus dem Mund zu bekommen, gingen wir in eine alte Cafe-Bar mit dem Namen „Bajka“ was übersetzt „Märchen“ heisst. Ich weiss nicht, ob das polnicher Humor ist, denn der Laden hatte nicht wirklich was märchenhaftes sondern eher sowas wie – hmmm – kommunistischer charme ? In dem Laden waren die Wände mit so was ähnlichem wie Grünen Kacheln an den Wänden ausgekleidet, man fühlte sich wie in einer Bedürfnisanstalt, überall saßen heftig rauchend schweigende Männer aber der Kaffee mit Schlagsahne war sensationell und billig.

altes-cafe2

Lediglich die Preise sind hier in den letzten 30 Jahren ein wenig angestiegen. Vor 8 Jahren gab es zum Beispiel einen Kaffee noch für 2 Zloty. Besonder interessant ist, das Piwo (das polnische Wort für Bier) nicht unter „Alkohol“ steht, sondern unter „Erfrischungsgetränke“ (Napoje Zimne) !!! Aber für die Insassen des Ladens zählt Bier anscheinend nicht richtig zu Alkohol.

altes-cafe1

Nach dieser etwas merkwürdigen Erfahrung machten wir uns auf den Weg durch wunderschöne alte Parkanlagen zu einer echten kulinarischen höchstleistung Warschaus, dem „Rozbrat 20″. Der Laden ist eines meiner schönsten Restaurant-Erlebnisse in diesem Jahr gewesen.

rozbrat5

Ein uglaublich schones Restaurant, auf den ersten Eindruck ganz Simpel in vornehmlich Schwarz-Weiss gehalten, mit einem hellen Holzfussboden und vielen kleinen und großen liebenswerten Details.

rozbrat4

Schöne Blumenarrangements, tolle Fotos, eine Angenehme Beleuchtung, Fenster bis zum Boden überall stehen Holzweinkisten in denen der angebotene Wein präsentiert wird. Leichte Jazzmusik und eine kleine aber feine Karte runden zu einem – für mich – perfektem Gesammtbild ab.

Geschaffen hat das alles Monika, die rechte Lady auf dem nächsten Foto. Sie hat zusammen mit meiner Liebsten Schauspiel studiert, danach noch ein Regie-Studium drangehängt und vor einem halben Jahr diesen Laden eröffnet. Und weil das wohl noch nicht reicht ist sie auch noch Mutter geworden. Aber trotz ihrer vielen Aktivitäten saß sie völlig relaxed mit uns am Tisch und wirkte sehr ausgeglichen.

Rozbrat1

Der Italienische Kellner, der kaum polnisch oder englisch sprach, überspielte diese Unzulänglichkeit durch Charme versprühen und alle weiblichen Gäste lagen ihm zu Füssen ! Ach ja, was kleines habe ich dann auch noch gegessen, Zanderfilet auf einer Creme Brulée aus Ziegenkäse und Spargel. Das war ein Gaumenschmaus, der seinesgleichen sucht.

rozbrat2

Die Karte selbst war klein, handgeschrieben und beinhaltete gerade mal 16 Gerichte. Genau so wie ich das machen würde ! Es versteht sich von selbst, das fast alles was ich auf den anderen Tischen erspähte sensationell lecker ausgesehen hat.
rozbrat6

Obwohl wir von dem Tag, der vielen Lauferei, und den zahlreichen Eindrücken etwas erledigt waren, konnten wir nun nicht nach Hause gehen. Wir entschieden uns für einen Absacker an einer Bar, die auch gut hätte in Kreuzberg sein können:

bar

Alles in allem ein sensationeller Tag, Wiederholung durchaus angedacht und Nachahmung schwerstens empfohlen !



Polnische Fotosafari Teil II
19 Februar , 2009, 12:13
Gespeichert unter: Polen, Typisch polnisch

Hier meine liebsten Bilder vom Februar 2009

Nachträglich zum Valentinstag, oder so.

Nachträglich zum Valentinstag, oder so.

Lebensgroße Kuh im Supermarkt

Lebensgroße Kuh im Supermarkt

Web 2.0 ? Pah ! In Polen gibts Autos mit eingebautem WEB 6973 !

Web 2.0 ? Pah ! In Polen gibts Autos mit eingebautem WEB 6973 !

Ansprechende Kunst (mal wieder in der Mall "Stary Browar")

Ansprechende Kunst (mal wieder in der Mall "Stary Browar")

Geil, anscheinend kann man hier ganz legal seinen Tacho zurück drehen :-)

Geil, anscheinend kann man hier ganz legal seinen Tacho zurück drehen :-)

Mein aktuelles Lieblingspicktogramm: Achtung, Riesen überqueren die Fahrbahn.

Mein aktuelles Lieblingspicktogramm: Achtung, Riesen überqueren die Fahrbahn.

POlen hat keinen geistesgestörten Jambafrosch, dafür eine Polenweite Tante-Emma-Laden Kette mit denm Namen Zabka (Fröschlein)

Polen hat keinen geistesgestörten Jam.bafrosch, dafür eine Polenweite Tante-Emma-Laden Kette mit denm Namen Zabka (Fröschlein)

So, und hier noch ein Foto aus Berlin, das fand ich auch einfach fotografierenswert:

Manchmal muss es eben Müm sein !

Manchmal muss es eben Müm sein !



Polnische Fotosafari Teil I
29 Januar , 2009, 7:36
Gespeichert unter: Babylonia Polska, Geschäfte, On the Road, Polen, Typisch polnisch | Schlagworte: , , , , ,

Ich mach ja immer mal wieder Bilder von Dingen in Polen, die mich den Kopf schütteln lassen, die ich amüsant finde, ich als typisch polnisch erachte, oder so scheusslich, das sie schon wieder schön sind. Diese Bilder reichen in der Regel nicht für einen Artikel aus, aber sehenswert sind sie auf diesem Blog allemal. Hier meine Favourites im Januar 2009:

tauben-ampel

Diese Ampel ist derzeit Rot, was man aber nicht sehen kann, weil Superfette Tauben davor sitzen und sich an der Funzel den Hintern wärmen !

monster-manga

In der edelsten Mall von Poznan steht eine monstergroße Manga-Figur. Ich glaub, als Kind würde ich ALbträume bekommen.

kiosk-luke

Überall in Polen gibt es winzige Kioske mit noch winzigeren Luken, durch die die Wahre geschoben wird, aber auch mit dem Betreiber kommuniziert wird. Die Luke befindet sich etwa auch Bauchhöhe. Wenn man was kaufen will, muss man also einen Diener machen oder in die Hocke gehen, um mit seinem Gegenüber zu sprechen.

wrack-des-monats

OK, die Anhängerkupplung ist vielleicht etwas verbogen und der Auspuff schleift ein wenig auf dem Boden, aber ansonsten durchaus fahrtüchtig !

buchmacher

Ich mag eingepolnischte Wörter wie „Bukmacherskie“ bei einem Sportwettenladen.

drogeria

Und zum ABschluss einer der typischen polnischen Einzelhandel-Mini-Läden. Bei dieser Produktpräsentation würden jedem Makrketingfuzzi von H.enk.el die Tränen in die Augen schiessen vor Freude. Und dieser Laden steht nicht irgendwo, sondern direkt an der Rundung eines gigantischen Kreisverkehrs im Norden Poznans. Von der Größe zu vergleichen mit dem Kreisel um die Berliner Siegessäule. Selbstverständlich gibts in der Drogerie auch Cola !



Der neue Stern am Snack-Himmel: Polzone

Vor einiger Zeit kam über Susis USA-Bekannschaft, die irgendwas mit KR.AFT Foods zu tun hat, eine Anfrage nach typischen, Pizza-artigen oder Hendheld-Snacks, warscheinlich um das irgendwie als Convenience Food (Bequemlichkeits-Essen – sic!) auf den Markt zu werfen. Die Frage lautete, ob es da irgendwas neues gibt, das wir dann eventuell fotografieren könnten. So ein bisschen Food-Hunter-Like wie Marc Brownstein. Ich war aber gerade in Polen und ich war und bin erstaunt, wie wenig Fast-Food Auswahl es hier gibt. Ok, es gibt natürlich MC Dreck, Kentucky Schreit Fi..en und „Unterweg“ als ausländische Ketten,  sowie ganz vereinzelt  mal nen Döner und auch Pizza. Aber so ein typisch polnicher Snack war mir noch nicht wirklich untergekommen.
Es gibt zwar eine Sache, die nennt sich Zapiekanka , ist ein der Länge nach aufgeschnittenes Baguette, das mit billigen Champignons belegt und mit Käse überbacken ist und dann kommt oben total viel ekeliger Ketchup drauf.  Aber ich finde das vom Geschmack her eher so, wie es in der Sammelumkleide einer Schwimmhalle riecht. Ich dachte eigentlich, es müsste etwas geben,was wie Polen schmeckt.
Die Sache ließ mir keine Ruhe: Wenn es kein polnisches Fastfood gibt, dann muss ich es halt selber machen. Ich dachte ganz klischee-mäßig. Was essen die Polen gerne ? Was lässt sich davon in einem Snack kombinieren. Und heute hab ich Version 1.0 gemacht, von einer echten Polin getestet und für gut befunden. Darf ich vorstellen:

DIE POLZONE

polzone1

Eine Calzone-ähnliche Teigtasche mit einer Füllung aus Sauerkraut, sauren Gurken, Hähnchenbrust, Tomaten, Paprika, und gegrillten Kabanossi. Hier im Bild mit einer Tomaten-Paprika-Creme mit Basilikum und Rosmarien gewürtzt, gekocht, pürriert un durch ein Sieb passiert. Natürlich käme in der Snack-Version die Polzone in eine Papiertüte mit Seviette drum. Auch ließe sich der Einsatzt von Käse überdenken.

Eine Polzone Classic beinhaltet keine Hühnerbrust, dafür aber zusätzlich Zwiebeln und Knoblauch, beides vorher gebraten, sodaß die Zweibel eine angenehme Süße beisteuert.

Für die Zeigtaschen habe ich aus einem Pizzateig kreisrunde Fladen mit einem Durchmesser von 11 cm ausgestochen und bin nochmal mit dem Nudelholz drüber. Die Taschen haben dann eine Größe, die perfekt in der Hand liegen und auch im Gehen verzehrt werden können. Da sie komplett geschlossen sind, fällt auch nicht die hälfte auf der Anderen Seite raus, wenn man in eine Seite reinbeisst (so wie das bei Döner, Burger oder Falafel oft der Fall ist. Zumindest die Sauce suppt da immer aus irgend einem Loch).

Und wer hats erfunden ? Nur das das mal klar ist: Ich wars ! Hey, vielleicht ruf ich mal bei KRA.FT an, das wär doch der Hit als TK-Version in Polen !