Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Dämliche Küchenkleidung & eine berauschende Dinnerparty by artifischl

Wie in meinem vorletzten Eintrag erwähnt, hatte ich mir selbst vorweg Monsterstress gemacht was aber im Endeffekt garnicht nötig gewesen ist. Denn wir waren rechtzeitig vor Ort, hatten alle Zutaten (vor allem auch die, die schwierig zu bekommen sind: versucht mal Polenta in Polen zu kaufen, dann wisst Ihr, wovon ich rede), gute Laune und ich war beruhigt, da Piotr und Michal (der nur 2 Std. geschlafen hatte) im Restaurant VOR der verabredeten Zeit da waren.
In Polen scheint es ein besonderer Spass zu sein, besonders dämliche Kleidung/Kombinationen zu tragen, frei nach dem Mott: funktional aber scheusslich ! Damit ich da nicht so ganz aus dem Rahmen viel, bekam ich nahezu feierlich eine Schürze mit dilletantisch gezeichneten Küchengeräten drauf geschenkt:

Schürze

Nur zur Info, die Zeichnungen auf der Schürze stammen nicht von Piotr, das ist ein sehr beliebtes Muster, wird im „Salt & Pepper“ auch gerne als Hose getragen.

Piotr präsentierte zu seiner weissen Kochjacke eine weisse Hose und orangene Cayman-Plastikschuhe und wurde fortan von uns nur Dr. Bob (ein Quacksalber der vor die Hunde gegangen ist – Muppetshow) genannt.

Aber genug amüsiert, wir hatten ein Menü vorzubereiten Geeiningt hatten wir uns auf folgendes:

Amuse Gueule
Heisse trockene Datteln mit Walnuss und dänischem Blauschimmelkäse gefüllt

Antipasti
gegrillte Jacobsmuscheln im Speckmantel
auf grünem gebackenen Spargel mit Zitronen-Prosecco-Sauce

Primi
Tomaten-Paprika-Cognac-Creme
mit fritierten Ingwer-Chips

Secondi
gebackene Entenbrust
mit Cocosmilch-Polenta & Backofen-Fenchelgemüse
überzogen mit einer Kirsch-Cranberry-Rotwein-Sauce

Dolci
heisser Plaumen Crumble mit Vanilleeis.

Ich war nicht nur besorgt, das wir das alles hinbekommen, sondern vor allem, das 25 Personen die einzelnen Gänge in etwa gleichzeitig erhalten. Zuersteinmal viel mir sehr positiv auf, das alle Gäste pünktlich waren, oder zumindest das akademische Viertel einhielten.
Dank der großartigen hilfe des eingespielten Küchenteams konnte ich wunderbar anrichten und mir wurde alles auf den Punkt genau gereicht, sodaß das Essen zu alledem in der richtigen Temperatur den Gast erreichte.
Beim Hauptgang drohte die Situation einen Moment zu eskalieren: folgende Rollenverteilung: Michal hatte den Hauptgang geplant und vorbereitet, schien aber eine Niete im Anrichten zu sein. Piotr fing mit der Schreierei an, als Michal es wagte, Ruccola auf den Teller zu legen: „Der gehört in den Salat und nicht in die Deco – wenn überhaupt !“ Ich musste zustimmen: der angerichtete Teller sah aus wie ein kleiner Punk – die Polentascheiben als Augen, Fenchel als Ohren, die Entenbrust war der Mund und der Ruccola war der grüne Irokesenschnitt ! Wärend zwischen den beiden verzweifelte Diskussionen über Ruccola und wer denn in dem Restaurant der Chef sei ausgetragen wurden, bastelte ich ein rustikales asymetrisches Arrangement auf den Teller und beide guckten nur und befahlen „zu schicken“.

Der ganze Spass hat erstaunlich gut funktioniert. Leider viel zu spät ist mir dann doch noch ein unverzeihlicher Fehler aufgefallen: Nach den Vorbereitungen hatte ich vollkommen vergessen, die Kamera für die fertigen Gänge zu zücken. Da hilft leider nur daran glauben, das es großartig gewesen ist – kulinarisch & optisch – oder das nächste mal selbst dabei sein !

Michal spurt schon wieder nicht.

Die 3 Trottel vom Dienst !


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