Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Back to Blog: Wirklich dünner Flammkuchenteig by artifischl

Hallo, da bin ich wieder – mich hat einiges vom Schreiben abgehalten , ich musste dringend Urlaub machen, einen anderen Hauptauftraggeber suchen, der meinen Lebensunterhalt sichert, ich war einfach mal ne schreibfaule Sau.

In der Zwischenzeit ist aber auch was passiert, Junge Junge ! Ganz Aktuell widme ich diesem Beitrag einem meiner daueraktuellen Küchenthemen: Der perfekte Teig. In diesem Fall Teig für Flammkuchen. Wenns gut wird, sollte das dann hinterher so aussehen:

Flammkuchen fertig gebacken

Flammkuchen fertig gebacken

Selbst wenn man ein Rezept gefunden hat, das beim ersten mal toll funktioniert, heisst das noch lange nicht, dass es das nächste mal auch so gut klappt. Dies gilt insbesondere bei Flammkuchen. Da reicht es schon, wenn man den Teig mal 5 minuten länger liegen lässt, oder die Zimmerthemperatur eine andere ist. Dies macht einen Unterschied in der Elastizität und der „Ausrollbarkeit“. Letzteres hat mich häufig genervt, das der Teig oft elastisch war, sich aber trotz hoher Kraftanstrengung mit dem Nudelholz sofort wieder etwas zusammengezogen hat.

Eine hierfür denkbar einfache Lösung bekam ich beim Besuch des Berliner Winterfeldmarktes, dort bietet ein gemütlich aussehender Mann diverse Flammkuchen an, die in einem kleinen transportablem Pizzaofen (will ich auch haben) frisch gebacken werden. In einer Glasvitrine liegen auf Frühstücksbrettchen die ungebackenen Flammkuchen wie Exponate eines Museums. Wir kamen ins Gespräch darüber, das man jetzt zu dem Flammkuchen doch eigentlich eine Weinschorle oder wenn dann Saison ist, einen Federweissen dazu trinken müsste. Der Winterfeldmarkt ist jedoch ein städtisch organisierter Markt und der Alkoholausschank ist strengstens untersagt. Meine Klage darüber machte mich beim Flammkuchenmann wohl beliebt und ich traute mich zu fragen, wie er den Teig macht, das er ihn so dünn hinbekommt. Natürlich hat es weniger mit dem Teig zu tun, er benutzt dafür eine Pizzateigausrollmaschine ! Ich hab zwar keine 1000 Euro übrig (hab ich nie), das kostet so ein Teil nämlich, aber meine Nudelteigausrollmaschine passt vielleicht auch ! Die Ausgerollten Fladen werden dann nicht so Rund, aber das ist viel besser beim Portionieren, da erhält jeder Gast seine eigene Flammkuchen-Zunge und kann die zur Not sogar aus der Hand ohne Teller essen !

Gesagt getan, gestern habe ich nen Superteig gemacht (Rezept unten) und mit der Nudelmaschine ausgerollt (4 mal, Stufe 1-4), das Ergebnis war schon irgendwie super:

Dünn ausgerollter Teig

Dünn ausgerollter Teig

Jetzt noch Creme Fraiche, Zwiebeln, Speck und ein bisschen geriebenen Hartkäse drauf.
Größartig !

Flammkuchen geschnitten

Flammkuchen geschnitten

Hier noch ein 1A -Tip: Das folgende Rezept reicht für 4 Flammkuchenzungen wie im Artikel beschrieben. Einfach mal die 4 Fache Menge machen und die ausgerollten Böden einfrieren. Wenn man nach einer nächtlichen Sauftour mit Heisshunger nach Hause kommt, ist der Supersnack schnell fertig: Flammkuchenboden raus aus dem Eisfach, Ofen anwerfen, die Zutaten schneiden, belegen, ab in den Ofen, nach 5 Minuten ist es fertig. Ausserdem als Nachtisch: Flammkuchenteig mit Creme Fraise, ganz dünnen Apfelscheiben und Zukerund Zimt. Heaven in your mouth, alter !

Flammkuchenrezept:

250 g Mehl
1 Päcken Trockenhefe (7 g) oder 10 Gramm frische Hefe
1/2 TL Zucker
1/8 L Wasser (lauwarm)
3 EL Öl
1/2 TL Salz

Für oben druff:
Creme Fraiche (1 EL je Pfammkuchenzunge)
1/2 Zwiebel in dünne Ringe geschnitten
Bacon in Würfel ider gaaaaanz Dünne Streifen
Geriebener Käse

1) Mehl in große Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken

2) Hefe und Zucker in 1/8tel Liter Wasser (lauwarm) auflösen und in die Mulde gießen und etwas von dem Mehl in das Wasserhefegemisch schubsen.

3) Mit einem Tuch abdecken und 15 Minuten gehen lassen

4) Öl und Salz Hinzu geben und erst mit Knethaken am Mixer, dann mit den Händen zu einem Glatten Teig kneten. (5-10 min)

5) den Teig dann 45 minuten abgedeckt gehen lassen.

6) Backofen auf 250 Grad vorheizen

7) den Teig noch einmal durchkneten und in 4 Teile teilen, jedes Teil vier mal durch die Nudelmaschine walzen, nach jedem Vorgang die Maschine um eine Einheit dünner stellen.

8 ) Blech einfetten, Teig mit Creme Fraiche , zwiebeln und Speck belegen, etwas geriebenen Käse drüber und 4-5 minuten in den Ofen. (Eventuell etwas grobes Mehrsalz drauf). FERTIIIIG

Beim belegen drauf achten: Weniger ist hier oft mehr.

Wichtig: die Flammkuchen im Auge behalten ! Die Zeitspanne zwischen „noch labberig“ und „verkohlt“ ist sehr gering. Ach so, nudelmaschinen gibt es ab 15 Euro, eine lohnende Anschaffung, einfach mal googeln.


14 Kommentare so far
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Wann kommst du vorbei damit?
Sieht lecker aus!

Kommentar von Annika

Super Tipp mit der Nudelmaschine, danke! Ich mach heute spontan Flammkuchen, Vorteig geht schon🙂

Mein Tipp dazu: den Teig aufteilen z.B. 1 Teil Weizenmehl Type 405 und 1 Teil „Spätzlemehl“ oder „Doppelgriffiges Mehl“.

Die Partikel der beiden letztgenannten sind etwas runder, fast wie Griess, haben ein anderes Quellverhalten und lassen sich im Teig wesentlich besser verarbeiten.
Einfach mal mit der Mischung experimentieren z.B 2/3 405´er und 1/3 Spätzlemehl

Gruss!

Kommentar von Stefan

Das mit der Zeitspanne sollte man wirklich im Auge haben. Beim ersten Versuch hab ich sei ein wenig zu spät aus dem Ofen genommen. Brauch eh einen neuen Ofen, da er ungleichmässig heizt.

Nächstes mal werd ich Stefans Tipp mal ausprobieren.

liebe Grüße, Nicole

Kommentar von Nicole

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Klingt gut!
werds ausprobieren und mal im richtig heissen ofen versuchen ( über 300°)

Eine kleine Anmerkung noch:
Es heisst richtig „Creme fraiche“, nicht „creme fraise“

Fraise heisst nämlich erdbeere.
(Klugscheiss ende)

Kommentar von Yves

@ Yves: Danke für den Hinweis, habs korrigiert. Weiss auch nicht, warum ich das falsch geschrieben habe. Wenn Du einen Ofen hast, der 300 Grad kann, ist das natürlich super, dann klappts garantiert auch mit dem Flammkuchen🙂

Kommentar von artifischl

Nehm ich. Im Winter, im Sommer – egal. Her mit!

(Wann bringt Ihr die Flammkuchen vorbei?)

Kommentar von wortteufel

Boah ich liebe Flammkuchen so sehr🙂 Werde das Rezept direkt austesten und später berichten😉 Danke

Kommentar von Moritz

Welch einen Spaß nur beim Lesen gehabt….Ich mache ie Flammkuche auch so, aber der Tipp mit dem Ausrollen…echt spitze!! Vielen Dank dafür!!!

Kommentar von tinelotte

1. Versuch – 100% Erfolg – ohne Nudelmaschine!!! Im Weber Kugelgrill (Gas) gebacken
Danke fuer total lustige Beschreibung und super gutes Rezept. Gruss aus Australien.

Kommentar von inge

…auf der Suche nach dem richtigen Flammkuchenteig – aber welcher ist nun der echte, der Wahre , der Originale …
keine Ahnung – es gibt so viele unterschiedliche …
Ist mir nun auch völlig wurscht : Dieses Rezept ist TOP!!!
Wie meine Vorschreiberin : 1. Versuch – 100% Erfolg – ohne Nudelmaschine!!! Allerdings gebacken im Pizzaofen :
Alfredo DLD9070 mit Cordieritstein und Lüfterset .
Der Ofen wird heiß genug – garantiert.
Das Ergebniss war ein unglaublich luftiger und knuspriger Teig der demnächst auch für Pizza getestet wird.
Anders kann ein Flammkuchen werden – aber besser ?
Dankeschön aus dem Münsterland🙂

Kommentar von Micki

[…] beste vorstellbare Rezept für den Flammkuchenteig habe ich von hier. Auch, wenn es verführerisch ist, einfach die fertigen Rollen im Supermarkt zu kaufen: Probiert […]

Pingback von Rezept der Woche: Mäkelpizza. | ringelmiez

Ursprünglich wurde mit dem Flammkuchen getestet, ob der Ofen zum Brot backen heiss genug war. Deshalb wahrscheinlich auch die grosse Vielfalt am Rezepten.
Nachdem ich inzwischen die weltbeste Pizza machen kann, werde ich mich mal an Flammkuchen machen.
Bei der Pizza ist Hartweizengries das Geheimnis(3Teile Mehl, 2Teile Grieß), vielleicht funktioniert das auch bei Flammkuchen.
Die Pizza geben wir auf Alufolie direkt auf den Ofen Boden und lassen ihn nach dem backen auf dem Kuchenrost kurz abdampfen. Herrlich knusprig ! Könnte mir vorstellen, dass das auch beim Flammkuchen funktioniert.

Kommentar von Isa

[…] Hier habe ich ein nettes Rezept gefunden, allerdings viel zu komplex und mit etwas zu wenig Wasser für meinen geliebten Dinkel. Zudem kann man den Teig ruhig 1/2 so dünn ausrollen wie dort angegeben. […]

Pingback von Herzhafte und süße Flammkuchen (vegetarisch/vegan) – Hombee kocht




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