Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Wenn andere Menschen meine Küche benutzen… by artifischl
30 Oktober , 2008, 9:59 pm
Filed under: Zu Hause gekocht | Schlagwörter: , ,

…fühl ich mich seltsam. Ich bin dann so untätig und irgendwo zwischen Freude (das ich mal nicht kochen muss) Panik (das sie meine Pfannen mit Spüli waschen) und Klugscheißerei (heute habe ich Tips zum Steak braten gegeben, obwohl ich da keine Anhunhg von habe.

Auf jeden Fall war es mir ein Foto wert, das jemand anderes als ich in dieser Küche kocht:

Ick habe seit 3 Wochen ne neue Mitbewohnerin und auch wenn wir uns nicht soooo häufig über den Weg laufen (wegen meinen Polenaufenthalten und Ihren langen Arbeitszeiten), sind die Treffen dann um so netter.

Ihr Freund scheint auch gerne zu kochen und beneidet seine Süße dafür, das sie permanenten Zugang zu einer so gut ausgestatteten Küche hat.

Tja, andere Leute fahren in Urlaub. Ich kauf Equipment, Geschirr und Messer – ich hab sie halt nich alle.

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Kürbisfest by artifischl
30 Oktober , 2008, 9:35 pm
Filed under: Märkte | Schlagwörter: , , ,

In der Berliner Couchsurfing-Gruppe wurde ich darauf hingeweisen, das in Schöneberg das Berliner Kürbisfest stattfindet. Guter Anlass, gleich mal meine neue Nicon D40 für die Food-Fotographie zu testen. Hier die Resultate:

Ich weiss ja nicht was ich falsch mache, aber ich finde den Geschmack von Kürbis totaaaal überbewertet. Bzw. ist das Gefälle zwischen großartigem Aussehen (der Letzte Kürbis erinnert an Irgendwelche Science-Fiction-Objekte) frappirend. Kürbissuppe schmeckt zwar irgendwie ok, aber trotzdem erinnert mich die Konsitenz der pürrierten Creme immer sehr an Babybrei. Und zwar einer von derart, den man auf die Schulter gekotzt bekommt, wenn man das Spucktuch mal für einen Moment nicht großflächig über Schulter und Arm drappiert hat.  Ich behelf mir dann schon mal mit Creme Fraise, Balsamico und fritierten Ingwer-Chips, die ganze Sache optisch und geschmacklich ein bisschen aufzupeppen.
Aber so richtig warm werde ich mit dem Geschmack von Kürbissen nicht. Aber vielleicht schickt mir ja jemand ein sensationelles Rezept oder lädt mich zum Essen ein ? Ich reise weit für eine gute Geschmackserfahrung, bzw. um mich eines Gegenteils überzeugen zu lassen !



Nochmal Frankfurt: Die Wein-Wand by artifischl
24 Oktober , 2008, 10:35 am
Filed under: Essen gehen, On the Road | Schlagwörter: , ,

Hier ein Nachtrag zu Frankfurt:
Beim durchstöbern meiner Festplatte fand ich von meinem letzten Frankfurt-Trip noch dieses Foto, das ich gerne zeigen möchte. Da unser liebster Taps-Laden leider geschlossen war, wir aber geistig VOLL AUF TAPAS eingegrooved waren, sind wir ins Buena Vista nahe der Hauptwache. Dort hat man diese Wand hinter sich:

Hätte ich gerne zu Hause...

Hätte ich gerne zu Hause...

Das Restaurant ist nicht weiter erwähnenswert, die Tapas durchschnittlich und die Preise für meinen Geschmack ein wenig zu teuer, aber war in der Frankfurter Innenstadt auch nicht anders zu erwarten. Aber dieses aussergewöhnliche Interior-Design macht einiges wieder gut



Die Frankfurter Kleinmarkthalle by artifischl
13 Oktober , 2008, 2:50 pm
Filed under: Food-Talk, Geschäfte, Literatur, Märkte | Schlagwörter: , , , ,

Frankfurt hat ja nach meiner Meinung nicht so waaaaaahnsinnig viel zu bieten, ein paar Museen, eine gigantische Skyline und einen an Gigantomanie grenzenden Flughafen. Aber kulinarisch ist diese Stadt ein Mekka für Gastronauten. Eine große Dichte an hervorragenden Restaurants lässt das Gourmetherz höher schlagen.
Ein Muss ist aber auf jeden Fall der Besuch der Frankfurter Kleinmarkthalle, von allen Endverbrauchermarkthallen, wohl die schönste, die Deutschland zu bieten hat.

Mein Fotostream der Kleinmarkthalle bei Picasa

Mein Fotostream der Kleinmarkthalle bei Picasa

Hier kann man meinen Fotostream zur Kleinmarkthalle besuchen (klick)

Nirgends ist Ware so ansprechend präsentiert, die Speichelproduktion wird beim durchschreiten mächtig angeregt, überall kann man probieren, mit den Marktverkäufern ein wenig fachsimpeln und sich in Hessischer Mundart freundlich auf den Arm nehmen lassen. Die Auswahl ist sensationell und Frisch und Preise gepfeffert.

Ich könnte hier Stunden verbringen Ich verbringe hier Stunden wenn ich in Frankfurt bin, sodaß die Marktfrau am Eingangsgemüsestand ganz verwundert feststellt, das wir ja IMMER NOCH da seien. Ich will hier einziehen !

Eine Website mit Infos und weiteren tollen Fotos gibt es hier: http://www.cityforum-profrankfurt.de/kleinmarkthalle/interessengemeinschaft-kleinmarkthalle/

Dort ist auch das Kochbuch zur Kleinmarkthalle erhältlich.

Und was ist Eure Lieblingsmarkthalle ?



Bei Fressack II by artifischl

Beim Schreiben dieser Zeilen überlege ich, ob ich meinen Blog nicht in „Fressacks Jünger“ oder „Golden Angel Rulz“ umbenennen sollte. Huldigt und lobpreist diesen Mann und seinen Goldenen Engel, die großartigste Stätte hessischer Kost, dem Himmel der Schnäpse, Fruchtbrände und des Äppelwoi, sowie großartiger Unterhaltung für Freunde des schwarzen Humors und des hessisch gebabbels.

Einer der Namensgeber des Wirtschaft

Einer der Namensgeber des Wirtschaft

Unser Magen übererdete uns ohne irgendwelche Formen von Wiederstand bereits eine Stunde vor offiziellem Treffzeitpunkt in Bergen Enkheim bei Frankfurt in der Marktstrasse im Goldenen Engel einzufallen.

Wenn man den eintritt, schwebt einer der Namensgeber über den Köpfen. Dieser besitzt eine Statur, die Ausdrückt, was in den nächsten Stunden passieren kann, bzw. welche Rundungen man seinem Körper antun kann – und genau das haben wir auch geplant: Schlemmen bis nix mehr geht. Auch Fressacks Frage: „Wie kannst Du so viel Essen und nicht zunehmen – ich nehm schon zu wenn ich das Fettgedruckte in der Zeitung lese !“ (Brüller), hält mich nicht von meinem Voihaben ab, mit ein paar Kilo mehr das Restaurant zu verlassen. Das ist überhaupt einer der Hauptgründe (neben dem sensationellen Essen), der Wirt ist Wirt, Entertainer, Gastronom, Fachsimpler, Komiker in einem und sich nie für einen Spruch zu schade. Das macht den Charme dieses Ladens aus.

Hessische Nuggets - Handkäs mit Musik (diese macht im goldenen Engel rote Zwiebeln)

Hessisches Gold in fester Form - Handkäs mit Musik (diese machen im goldenen Engel die roten Zwiebeln)

Schön ist auch, das der Wirt zeit findet, sich mit uns an den Tisch zu setzen und seine eigene Malzeit dort verzehrt, die er mit „Das ist gut hier, ich muss mal öfter herkommen“ kommentiert. Mehr Sprüche muss man selbst erleben kommen, ich hab irgendwann aufgegeben auch nur Stichpunkte mitzuschreiben, kleine erinnerungen, wie das hier abging. Zu schnell sprudeln die Kracher aus des Fressacks Mund. Seine Schnauze amüsiert, aber er bleibt immer im Ramen und hat sogar ein essen und freundliche Worte für die anwesende Vegetarierin parat.

Wir genießen den sensationellen Handkäs, Tolle Rippchen mit Kraut, Großartige Stampfkartoffeln und viele weitere hessische Gaumenfreuden.

Der Wirt in seinem Element

Der Wirt in seinem Element

Bei einem Besuch im Goldenen Engel darf natürlich die Schnapsverkostung nicht fehlen. Die Karte zählt gefühlt 130 Schnäpse, Brände und anderes hochprozentiges. Ich lasse mich mit einem Mandelschnaps verwöhnen, aber auch der Äppler, der Rotwein und andere Flüssigkeiten fliessen in Strömen. Wir geben uns auf jeden Fall große Mühe, der Fressack-Aussage „Nichts trinken kann ich auch zu Hause“ zu trozen. Mit großem Erfolg.

Auch der mitgebrachte Nalewka wird verkostet und Animiert dazu, sich einen Nachtisch für diese 40 %ige Genussbombe auszudenken. Dies wollen wir bei gelegenheit gemeinsam zubereiten und taufen das ganze dann das „Get-Pissed-Immediately“-Menü.

Wir sind die letzten Gäste, als wir die Wirtschaft verlassen, hat der Koch schon seit langem Feierabend und der Fressack bestellt 2 Taxis, sodaß wir und er sicher nach Hause kommen und diesen rundum gelungenen Abend möglichst bald wiederholen. können.

Lieber Fressack, vielen Dank, Du bist ein Gastronom von denen es leider nur ganz wenige gibt. Bei jedem zukünftigen Frankfurtbesuch werde ich einen Besuch im Goldenen Engel ganz fest einplanen !



Was is eigentlich mit dem Restaurant…. by artifischl

….werde ich öfter von Leuten gefragt als mir lieb ist, denen ich nur selten begegne, die aber wissen, das ich ziemlich oft nach Polen pendle. Dies erinnert mich dann an die ursprüngliche Idee und den Namen meines Blogs, deswegen hier mal ein Update:

Grundlegend besteht die Idee, mit meinem polnischen Geschäftspartner Piotr, seines Zeichens Restaurantbesitzer und Radiomanager, ein 2tes Restaurant in Posen zu eröffnen. Über das Konzept will ich hier nicht wirklich Worte verlieren, denn wir wollen unsere Idee nicht verschenken. Piotrs derzeitiges Restaurant trägt sich mittlerweile nach den allgemein üblichen Anlaufschwierigkeiten (das Restaurant ist in einer winzigen Seitengasse ohne Laufpublikum) selbst, ein kleiner Gewinn wird durch den Cateringservice erwirtschaftet. Dieser wird jedoch gleich für den Ausbau des Catering-Equipments verwendet.

Weder Piotr und ich sind „gelernte“ Gastronomen, sondern leidenschaftliche. Und in unseren eigentlichen Geldverdien-Jobs sind wir derzeit sehr gefordert: Piotrs Radiosender wird von Werbekunden überrannt und ich bekomme von meinem Hauptkunden ständig Anfragen für Kundenspezifische Anpassungen der Lernsoftware, die wir erstellt haben.

Wir sind zu dem Schluss gekommen, das wir das bestehende Restaurant (mit guter Polnischer Küche) als Experimentierfeld benutzen werden und dort das tun was uns am liebsten ist: Aufregende Dinnerparties für Freunde aber auch „Fremde“ veranstalten und nebenbei herausfinden, was ankommt, was nicht und was wir in unser Konzept für ein neues Restaurant einfließen lassen können. Dieses möchten wir dann eröffnen, wenn wir auf keine Einkünfte eines Restaurants angewiesen wären. Das hört sich vielleicht illusorisch an, aber wir befinden uns beide auf einem guten Weg in diese Richtung.

Solange eine Eröffnung nicht in greifbarer Nähe ist, werde ich meinen Blog eben weiter mit kulinarischen und polnischen Erlebnissen aller Art füttern und natürlich von den nächsten Events im „Salz & Pfeffer“ berichten.