Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Bei Fressack II by artifischl

Beim Schreiben dieser Zeilen überlege ich, ob ich meinen Blog nicht in „Fressacks Jünger“ oder „Golden Angel Rulz“ umbenennen sollte. Huldigt und lobpreist diesen Mann und seinen Goldenen Engel, die großartigste Stätte hessischer Kost, dem Himmel der Schnäpse, Fruchtbrände und des Äppelwoi, sowie großartiger Unterhaltung für Freunde des schwarzen Humors und des hessisch gebabbels.

Einer der Namensgeber des Wirtschaft

Einer der Namensgeber des Wirtschaft

Unser Magen übererdete uns ohne irgendwelche Formen von Wiederstand bereits eine Stunde vor offiziellem Treffzeitpunkt in Bergen Enkheim bei Frankfurt in der Marktstrasse im Goldenen Engel einzufallen.

Wenn man den eintritt, schwebt einer der Namensgeber über den Köpfen. Dieser besitzt eine Statur, die Ausdrückt, was in den nächsten Stunden passieren kann, bzw. welche Rundungen man seinem Körper antun kann – und genau das haben wir auch geplant: Schlemmen bis nix mehr geht. Auch Fressacks Frage: „Wie kannst Du so viel Essen und nicht zunehmen – ich nehm schon zu wenn ich das Fettgedruckte in der Zeitung lese !“ (Brüller), hält mich nicht von meinem Voihaben ab, mit ein paar Kilo mehr das Restaurant zu verlassen. Das ist überhaupt einer der Hauptgründe (neben dem sensationellen Essen), der Wirt ist Wirt, Entertainer, Gastronom, Fachsimpler, Komiker in einem und sich nie für einen Spruch zu schade. Das macht den Charme dieses Ladens aus.

Hessische Nuggets - Handkäs mit Musik (diese macht im goldenen Engel rote Zwiebeln)

Hessisches Gold in fester Form - Handkäs mit Musik (diese machen im goldenen Engel die roten Zwiebeln)

Schön ist auch, das der Wirt zeit findet, sich mit uns an den Tisch zu setzen und seine eigene Malzeit dort verzehrt, die er mit „Das ist gut hier, ich muss mal öfter herkommen“ kommentiert. Mehr Sprüche muss man selbst erleben kommen, ich hab irgendwann aufgegeben auch nur Stichpunkte mitzuschreiben, kleine erinnerungen, wie das hier abging. Zu schnell sprudeln die Kracher aus des Fressacks Mund. Seine Schnauze amüsiert, aber er bleibt immer im Ramen und hat sogar ein essen und freundliche Worte für die anwesende Vegetarierin parat.

Wir genießen den sensationellen Handkäs, Tolle Rippchen mit Kraut, Großartige Stampfkartoffeln und viele weitere hessische Gaumenfreuden.

Der Wirt in seinem Element

Der Wirt in seinem Element

Bei einem Besuch im Goldenen Engel darf natürlich die Schnapsverkostung nicht fehlen. Die Karte zählt gefühlt 130 Schnäpse, Brände und anderes hochprozentiges. Ich lasse mich mit einem Mandelschnaps verwöhnen, aber auch der Äppler, der Rotwein und andere Flüssigkeiten fliessen in Strömen. Wir geben uns auf jeden Fall große Mühe, der Fressack-Aussage „Nichts trinken kann ich auch zu Hause“ zu trozen. Mit großem Erfolg.

Auch der mitgebrachte Nalewka wird verkostet und Animiert dazu, sich einen Nachtisch für diese 40 %ige Genussbombe auszudenken. Dies wollen wir bei gelegenheit gemeinsam zubereiten und taufen das ganze dann das „Get-Pissed-Immediately“-Menü.

Wir sind die letzten Gäste, als wir die Wirtschaft verlassen, hat der Koch schon seit langem Feierabend und der Fressack bestellt 2 Taxis, sodaß wir und er sicher nach Hause kommen und diesen rundum gelungenen Abend möglichst bald wiederholen. können.

Lieber Fressack, vielen Dank, Du bist ein Gastronom von denen es leider nur ganz wenige gibt. Bei jedem zukünftigen Frankfurtbesuch werde ich einen Besuch im Goldenen Engel ganz fest einplanen !


4 Kommentare so far
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Hey, beim Lesen habe ich sofort den Geruch der super leckeren Stampfkartoffeln in der Nase und freue mich auf den nächsten Handkäse (der vom Foto war meine Gaumenfreude). Ein lustiger Abend mit Dir Chris & Co ! Auch ohne Schnaps eine wahre Freude und die Sprüche waren, wie in meinem Fall, (gezwungenermaßen) auch ohne Alkohol sehr witzig. „Ich kann auch ohne Alkohol lustig sein!“ Also, ich bin wieder dabei wenn der Exil-Berliner wieder im Lande ist…vorher werde ich aber mal im „Goldenen Engel“ vorbei schauen und eine regelmäßige Qualitätsprüfung durchführen. Schließlich fehlt ja der Braten noch, den es glaube ich nur Sonntags gibt und ich brauche zukünftig nur rüber laufen.
Also, dann bis bald! Frauke

Kommentar von Frauke

[…] meine lieben Freunde der Kochkunst und des kulinarischen Genusses, ein Verräter ist in Eurer Mitte. Jemand, der den Porenverschließern und Ti.m Mä.lzer den Kampf […]

Pingback von Freunde der guten Küche (Oder auch: Der Verräter in Eurer Mitte) «

Hatte ja vor ein paar Wochen schon des Lobes reichlich gehuddelt und stand dann am vorletzten Sonntag zur Gary Cooper Zeit (Zwölf Uhr Mittags)auch wieder auf der Matte um beim „Guten Braten“ (gibts nur Sonntags!) in Zuge eines etwa 4 1/2 Stunden dauernden Matinees die Grundlage für den wöchentlichen Kinobesuch zu legen. Schlee, Quitte & Pfläumchen machen auch mittags Spass, gell ?

Das Stilleben auf der zuletzt gezeigten Fogtografie wurde vom Wirt übrigens folgendermassen betitelt : „SO sieht ein Tisch aus, wenn GUTE Leute da waren!“.

Wer von molekularen Obsessionen a la „Espuma vom Seidenraupenpubs“ die Nase voll hat findet bei Loui jedenfalls ehrlichste Hausmannskost auf hohem Niveau. Und wo findet man in einem bezahlbaren Lokal schon 140 Brände und Schnäpse auf der Karte ?

Net vergesse : Immer schön Gude sagen, gell ?

Alex

Kommentar von Alex

@ ALex: Güde !
es waren doch nur 120 Sorten auf der Schnapskarte und weil einer geschrieben hat es wären 130, hat der Fressack aufgestockt. Jetzt muss er das schon wieder tun. Hoffentlich treibt ihn das nicht in der Ruin wenn das so weiter geht😉

@ Frauke: Wir sind des vollen Neids, das Du in Walking-Distance zum Engel lebst. Du kannst Dich schon mal seelisch drauf vorbereiten, das ich mich das nächste mal bei Dir einniste !

Kommentar von artifischl




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