Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Im polnischen SPA durchkneten lassen by artifischl
29 Januar , 2009, 12:27 pm
Filed under: On the Road, Polen | Schlagwörter: , , , , ,

Meine liebste und ich finden immer einen guten Grund,  es uns besonders nach stressigen Phasen mal richtig gut gehen zu lassen. Am Montag war der Grund, das wir 1 1/2 Jahre zusammen sind. Auf den Tip einer guten Freundin besuchten wir ein SPA, das zwar ausserhalb von Poznan, aber nur 20 Minuten mit dem Auto entfernt war.

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Da Edyta immer Montags frei hat, ist der Montag bei uns sowas wie bei anderen Leuten der Sonntag. Dies hat den enormen Vorteil, das Freizeiteinrichtungen an Montagen nahezu menschenleer sind. Man hat keine Reservierungsprobleme, im Restaurant nicht, im Kino nicht und im SPA erst recht nicht.

Wir hatten ein Programm für Paare gebucht, sozusagen das Rundumsorglos-Paket. Nachdem wir mit Bademänteln, Badetüchern, Garderobenschlüssel und einer Massage-Unterhose (mehr dazu später) ausgestattet wurden und uns umgezogen hatten, ging es erstmal in den Pool. Diesen mussten wir mit EINER weiteren Person teilen. Der Pool war mit einem Massagewasserfall und einer Wasserstrahldüse ausgestattet, der einem die Badeklamotten vom Leib riss, wenn man nicht aufpasste. Auf jeden Fall ein großer Spass.

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Dann entdeckten wir einen Raum mit Wirlpool und Dampfsauna. Wir hatten bis zur Massage noch etwa 30 Minuten Zeit und  nutzen diesen Raum intensiv. Hier waren wir nun komplett allein und wechselten zwischen Sauna und Wirlpool. Herrlich. Ich weiss nicht wie das im Allgemeinen in Polen ist, aber ich glaube, man ist noch ein bisschen Prüde. Den in der Galerie auf der Website des SPA sitzt ein Herr in Badehose in der Sauna.

Es wurde langsam Zeit für die Massage und Kosmetik-Behandlung. Ich bin zwar schon oft Massiert worden, endweder von der Freundin oder beim Physiotherapeuten weil mein Rücken kaputt ist, aber hier geht es um Wohlfühlen und entspannen. Dafür legte ich die irrwitzige Einweg-Unterhose an. Das Material erinnerte mich an die papierartigen Windjacken, die ich als Kind in den 70ern getragen hatte. es war auch schwer auszumachen, was hier Vor- und was Rückseite sein sollte. Wenn man die schmalere Seite vorne trug, hing die Hälfte des Gemächts raus, andersrum hatte man dann vorne eine Riesentüte hängen und der Arsch war fast komplett frei. Ich dachte mir, daß dies die wohl richtige Variante ist und das die eher meinen Hintern als meinen Genitalbereich mitmassieren werden.

Wir betraten einen Raum mit 2 Liegen nebeneinander, sehr gedämmtes Licht und angenehme Chillout-Musik. Die „Behandlung“ begann mit dem Peeling. Für meinen Geschmack ein bisschen zu lang und kräftig, denn es fühlte sich ein wenig so an, als würde mann von Kopf bis Fuss mit einem Metalltopfschwamm abgerieben. Oder das muss so weh tun, damit man dann später die sanfte Massage noch mehr geniesst.  Nach Auftragen des Peeling wurden wir mit dem Peeling in Plastikfolie eingepackt und in Decken gewickelt. So mumifiziert und völlig wehrlos auf dem Rücken liegend, begann das Auftragen einer Gesichts-Algenmaske.  Diese wurde entgegen meiner Erwartung beim Trocknen nicht brüchig sondern elastisch wie eine Gummihaut und nach einer 1/4tel Stunde in einem Stück vom Gesicht abgezogen.

einweg-unterhoseJetzt konnten wir auch das Peeling abduschen. Natürlich gab es eine weitere Einweg-Unterhose. Bevor wir uns zurück auf die Massageliege begaben, mussten wir unseer Hände in eine Art flüssiges Wachs tauchen. Dann wurden die wachsüberzogenen Hände in Plastiktüten gesteckt, darüber kamen Handschuhe, wie man sie verwendet, um heisse Töpfe anzufassen.  Diese Verpackung blieb während der gesamten Massage an den Händen. Wir müssen reichlich dämlich ausgesehen haben – Nackt, aber mit Einwegunterhose und Fäustlingen.

Es folgte eine Ganzkörper-Entspannungsmassage, sanft und trotzdem an Schmerzpunkten so ausgeführt, das sich die Verspannungen lösten. Alles sehr professionell, zwischendurch wurde bei mir sogar der Masseur ausgetauscht, der mit frischer Kraft ans Werk ging.

Fazit: Eine Wohltat, die man sich vielleixcht alle Monate mal leisten sollte. Wir verließen das SPA beschwingt und in leichtem Schwebezustand. Wir fühlten uns einen Kilo leichter – warscheinlich war das die alte Haut, die beim Peeling runter kam😉 . Unbedingt zu empfehlen.

http://www.spalarnia.com.pl/index.htm (Website nur in Polnisch)


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Was für ein wundervolles Erlebnis. Hier ist noch mal der Beweis, dass ein Urlaub im polnischen SPA immer eine gute Erholung für Körper und Geist garantiert.

Kommentar von Dussel




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