Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Frau Frieser by TheEverlastingClub
28 Februar , 2009, 6:01 pm
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von TheEverlastingClub

Fremder, sollte es Dich jemals in die Frankfurter Kleinmarkthalle treiben (Artifischl berichtete vor ein paar Monaten), so sei gewarnt : Gleich am Eingang West lauert die Frau Frieser hinter ihren Gemüsesteigen.

Nachdem sie mir jahrelang meine Freundinnen vergrault hat, mit Sprüchen wie „Lass Disch bloooos net mit DEM ein! Früher hatter ja noch gut gekocht, aber jetzt… (dabei zieht sie die linke Hand hinter die rechte Wange und senkt den Tonfall ihrer Stimme sehr effektvoll in ein tiefes, gedehnt gehauchtes Moll).. „ jetzt gehder wieder in DIE DISCO!“, spazierten Chris und ich dann letztes Jahr wohl gelaunt und nichts böses ahnend an ihren Gemüsestand, worauf die alte Frieser laut genug, damit es auch die GANZE Halle hören konnte, intonierte : „Gell Bub, lässte jetzt die Finger von den MÄDELS!“.

Die Sache hat aber auch ein Gutes. In Ermangelung gefälliger Kontakte zur Frankfurter Presse ersetzt die Frieser jeden Bild-Redakteur und mit etwas Glück läßt sich ein Gerücht blitzschnell verbreiten. Und schönes Gemüse hat sie auch.

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Von Freunde-Wiederfind-Portalen und Food-O-Grafen by artifischl

Erstmal ein Sorry an Lamiacucina, das ich mir ungefragt die Wortschöpfung Food-O-Grafie borge, bekommst sie nach dem Artikel ohne Gebrauchsspuren zurück, aber wenn man so einen genialen Begriff in die Welt setzt, dann muss man damit leben, wenn der dann aufgegriffen wird.

Alles begann vor 13 Jahren am Bahnhof Zoo in Berlin. Ich stieg in einen recht leeren Zug, um meine Familie in Frankfurt am Main zu besuchen. Auf der anderen Seite des Ganges im Großraumapteil saß eine hübsche junge Frau mit erfrischendem Sexappeal. Ich nahm Platz, drückte auf einen Knopf in der Armlehne und verlagerte die Rückenlehne in eine etwas angenehmere Position.

Die junge Frau beobachtete mich dabei, hielt dies wohl für eine gute Idee und versuchte, Ihren Sitz ebenfalls in diese Position zu versetzen. Der Sitz jedoch bewegte sich keinen Millimeter. Sie stöhnte zwischen genervt und wütend: „Maaaan, heute klappt echt gaaaarnix! „. Ich bot Ihr meine Hilfe an und wir fingen an zu quatschen. Es stellte sich heraus, das Sie gerade von einem Bewerbungsgespräch kam, da Sie als ausgebildete Photographin keine Lust hatte, in einem kleinen Photofachgeschäft bis in alle Ewigkeit Passbilder zu machen, oder quäkende Babie/hässliche Brautpaare oder pickelige Konfirmanden zu Fotografieren. Anscheinend lief es bei der Bewerbung aber auch nicht so toll. Als ich auf Ihr Alter zu sprechen kam, stellte sich zu alledem noch heraus, das sie an dem Tag auch noch ihren 23. Geburtstag „feierte“ und noch nicht mal mit jemand angestoßen hatte. Ich natürlich ganz der Gentleman besorte was zu trinken und es wurde eine kurzweilige und witzige Zugfahrt. Wir sahen uns dann auch nochmal ein paar Monate später, damit Sie Cover-Fotos einer Afrokarribischen Band machen konnte, die ich zu der Zeit managte (Ja, das wissen einige garnicht, ich hab mich mal mehr oder weniger Erfolgreich 4 Jahre im Musikbusiness versucht).

Aber wie das mit solchen Bekanntschaften ist – man verliert sich aus den Augen. Jemand zieht um, hinterlässt keine Telefonnummer und wenn man 600 km entfernt wohnt, ist ja auch klar, das eine eher flüchtige Bekanntschaft nicht unbedingt oberste Priorität genießt, wenn es darum geht neue Kontaktdaten weiterzugeben. Man muss sich darüber im klaren sein, das die wenigsten Menschen damals eine eMailadresse, geschweige denn eine Website hatten, und wenn, dann bestand der Username vor dem „@“ bei compuserve aus einer vIelstelligen Zahlenkombination, die sich nie jemand merken konnte.

Vor ein paar Monaten lud mich meine Schwester ein, mich mal in einem dieser Freunde-oder-Schulkameraden-Wiederfind-Portalen anzumelden, da einige meiner Schulkameraden bei ihr angefragt hatten, wie es mir denn ginge. Wer jemals diese Dienste besucht hat, weiss wie das normaler Weise abgeht. Am Anfang freut man sich über jeden der einen noch kennt, wiedererkennt, oder glaubt einen zu kennen, selbst wenn man sich daran erinnert, das man mit dem Menschen mal Spinnefeind war oder schlimmstenfalls sogar mal was auf von der Person auf die Fresse bekommen hat. Mit den netten tauscht man ein paar Mails, erzählt in einem Absatz die letzten 25 Jahre des eigenen Lebens, kurze Euphorieschübe gibt es auch manchmal („Wahnsinn, Dich hier getroffen zu haben“), aber leider erzählen auch sehr viele, das sie nach einer frühen Heirat und 2 Kindern nach ein paar Jahren sitzen gelassen worden sind (wirklich war, ich hab die fast gleiche Story von 5 (!) Kontakten gehört), und viele dieser Leute hören sich traurig und verbittert an.  Komischer Weise haben genau diese Personen mehrere 100 Freunde in ihrem Profil und ich denke dann immer, das die vielleicht deswegen so oft auf diesen Portalen rumsurfen, da sie dort in der Jugendzeit schwelgen können, als alles noch einfach war und im Leben im Vergleich geradezu lächerliche Probleme hatte. Nicht daß das jemand falsch versteht: Auch ich habe erstmal Spass gehabt, alte Geschichten zu hören – was ist aus DEM geworden, was macht DER jetzt, wo lebt der BLABLABLA, und so weiter. Aber auch bei der noch so netten Korrespondenz mit Schulkameraden habe ich kaum das dringende Gefühl verspürt, eine der Personen tatsächlich in Persona wieder zu sehen. Von allen wiedergefundenen alten „Freunden“ traf ich exakt NULL Personen.

Bis letzten Freitag, und das kam so.

Ich befand mich auf dem Heimweg von Polen nach Berlin und musste darüber nachdenken, wie viele Fotografen ich kenne und unter anderem viel mir auch wieder meine damalige Zug-Bekanntschaft ein. Da sie eine sehr einzigartige Vor-Nachnamen-Kombi hat, konnte man doch mal nachsehen, ob diese Person vielleicht irgendwo im Netz zu finden ist. „Endlich ist das www mal zu was nütze“, dachte ich, als ich Ihr Profil bei dem Dienst entdeckte, der einem sagt, wer wen so alles kennt. Und mir gefiel, das dort nicht stand „Familienstand: Geschieden, 2 Kinder“ sondern „Über mich: Ab wann ist man ein Endorphin-Junkie ?“. Ich schrieb also ein paar Zeilen und erhielt kurz darauf Antwort in der Art: „Wie wunderschön von Dir zu hören. Melde Dich bei mir, unbedingt Termin ausmachen“.  Oder sowas ähnliches. Kein BlaBla, ich konnte entscheiden – entweder bist Du neugierig, oder es interessiert Dich dann doch nicht soooo arg. Ich war Neugierig.

Letzten Freitag besuchte ich Frankfurt und machte einen Termin aus, wir verabredeten uns in Ihrer neuen Wohnung. Es stellte sich heraus, das die fesche Fotografin es zwar nicht beruflich nach Berlin geschafft hatte, aber dafür seit 7 Jahren in einer Agentur beschäftigt ist, die sich fast ausschließlich der Food-O-Grafie widmet. Fotos für Kochbücher, Anzeigen, Megaprints, Broschüren – alles rund ums Essen. Zusätzlich schenkte Sie mir auch noch ein Buch an dem sie mitgearbeitet hatte, welches zwar leider vergriffen ist, das ich aber den ganzen Kochjunkies unter Euch ans Herz legen möchte, wenn Ihr es mal auf einem Flohmarkt oder im Antiquariat entdeckt:

werbung-die-schmeckt

In dem Buch sind 50 Werbeagenturen beauftragt worden, eins ihrer Liblingsrezepte auf einer Doppelseite zu bewerben, danach gibts das Rezept und ein meistens richtig gutes Foto. Manche „Anzeigen“ sind etwas stumpf, andere Einfälle sind sensationell, wie Werbung halt so ist, meistens sehr polarisierend.

Wir verbrachten einen lustigen Abend im Klaus-Apfelweinkeller (Das frühere Blaubart) und sackten am Ende noch in der Roten Bar am Mainufer ab (für Cocktailfans ein echter Frankfurt-Tip).

In der Agentur meiner wiedergefundenen Bekanntschaft gibt es angeblich eine super Showküche, da könnte man sich beim nächsten Besuch dann mal kulinarisch austoben.Vielleicht können wir die Lady ja auch überzeugen, auf der nächsten Fress:publika vorbei zu schauen und uns ein paar Tips zu geben, wie man das mit der Food-O-Grafie so macht ?

Letztendlich kam ich zu der Erkenntnis, daß das ganze „Social Networking“ zwar komplett überbewertet ist, aber wenn man nicht lange rumeiert, sondern sich gleich mit jemand trifft, kann das zu einem ganz tollen Abnd werden und wer weiss, vielleicht auch wieder zu einer Freundschaft. Besonders, wenn man sich die ganzen Jahre (ohne es zu wissen) thematisch auf einander zubewegt hat.

Danke liebe M. , es war mir ein Vergnügen, das wir bald wiederholen müssen !



Fasching by artifischl
24 Februar , 2009, 8:00 am
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Ich habs ja nicht so mit Fasching. Aber am Samstag in Bad Vilbel konnte ich einen Satz hören, der mich dann doch zum schmunzeln brachte. Auf der Anderen Straßenseite ging dieser kostümierte vorbei:

fasching

Hinter mir liefen 3 ca. 10-Jährige Mädels, alle 3 ebenfalls in einem Clown-Kostüm, von denen eine plötzlich ganz entzückt rief:

“ Guckt mal, da drüben ist ein ECHTER Clown !“



Hessisch Dekadenz – wenn Blogger zusammen kochen by artifischl

Ei, da hat der Fressack im Dezember die Pforten des Engels geschlossen, wo soll ich denn dann essen gehen, wenn ich im Großraum Frankfurt unterwegs bin ? Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und einfach ’ne gemeinsame Genussorgie beim Fressack zu Hause organisiert. Mit von der Partie Party: Fressack und Fressackfreundin, Wortteufelmann, Wortteufelfrau, sowie der Foodalex.
Wenn man bei einem hessischen Wirt zu Hause einkehrt, muss man sich über aussergewöhnliche Fensterbilder nicht wirklich wundern. Andere Kinder malen zum Vater-, Hochzeits- oder Valentinstag ein paar Herzen oder schmusende Katzen. Dabei kann echte Zuneigung doch viel schöner ausgedrückt werden:

papa

Papa mit Bembel und nem Geripptem. So, nochmal für alle nicht-Hessen, der Bembel ist der Apfelwein-Tonkrug, bekannt aus dem blauen Bock und das Gerippte ist das karierte Apfelweinglas. Herrlisch !

Aber schön der Reihe nach.
Um uns erstmal in Stimmung zu glotzen, besuchte ich mit Food-Alex die Frankfurter Kleinmarkthalle.

kleinmarkthalle

Immerwieder Unterbrochen von einigen Gläsern Weißwein, Espressi und Säften besorgten wir für die Gänge die wir heute zubereiten sollten 2,5 Kilo Ochsenschwanz, 6 Wachteln, Jakobsmuscheln, Gewürze, Gemüse und den ganzen Kleinscheiss, und nach nur 4 Stunden konnten wir uns bereits auf den Weg machen, die Wortteufels einzusammeln.

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Alex wird mit obigem Pistatienkuchen gefüttert. Die Italienische Händlerin scheint eh der Ansicht zu sein, er wäre noch zu schlank um die Rippen.

Alex wird mit obigem Pistatienkuchen gefüttert. Die Italienische Händlerin scheint eh der Ansicht zu sein, er wäre noch zu schlank um die Rippen.

Lecker Gemüs' gab es auch

Lecker Gemüs' gab es auch

und was scharfes

und was scharfes

Kleiner Tip am Rande. Wer in der Markthalle in Frankfurt vorbei schaut, sollte mal das Bioeis in der Diele um die Ecke versuchen:

Komischer Geschäftsname, aber sensationelles Eis

Komischer Geschäftsname, aber sensationelles Eis

Nach unendlicher langer Planungsvorbereitung von 2 Telefongsprächen am Vortag war dann unser 9-Gangemenü klar:

Marmoriertes Tee-Ei gewälzt in geröstetem Sesam und rosa Inkasalz.

Maismehlbrot mit Speck, Thymian und Tomaten.

Gemüseterrine mit Zitronenjoghurt.

Jakobsmuscheln mit Linsensalat.

Wachteln mit Lavendelblütenhonig und Salat.

Pilzrisotto mit Kaisergranat.

Ochsenschwanz mit Kräuternudeln.

Orangen-Papaya-Mus mit Chili, Schokoladencreme und Kefir-Orangen-Gelee.

Apfelkuchen mit Cognac-Vanille-Soße.

Über den Verlauf des Abends gibt es einen Sensationellen Artikel auf Wortteufels Blog inklusive chronistisch korrekter Menüfotos. Das muss ich ja net alles nochmal tippen. Ich poste im Folgenden noch ein paar schöne Fotos und Kommentare aus meiner Sicht.

Der Fressack testet den Kochwein. Das ist NICHT der wein der ins essen kommt, sondern den man zum Essen machen trinkt

Der Fressack testet den Kochwein. Das ist NICHT der Wein der ins essen kommt, sondern der, den man zum Essen machen trinkt

"...Dit Essen war ja schnafte, aber für die Tischdeko jipts von mir leider nur jut jemeinte 7 Punkte"

"...Dit Essen war ja schnafte, aber für die Tischdeko jipts von mir leider nur jut jemeinte 7 Punkte"

Das Pilzriotto mit Kaisergranaten war für mich eine der Sensationen des Abends.

Das Pilzriotto mit Kaisergranaten war für mich eine der Sensationen des Abends.

Die Terrine des Wortteufelmanns schmeckte noch besser, als sie eh schon aussah. Wer braucht da noch Sterneköche ?

Die Terrine des Wortteufelmanns schmeckte noch besser, als sie eh schon aussah. Wer braucht da noch Sterneköche ?

Alex:"Dieser Wein schmeckt Rombusförmig - Siehe wie er sich neigt !"

Alex:"Dieser Wein schmeckt Rombusförmig - Siehe wie er sich neigt !"

Trotz ausreichender Bembel gabs garkeinen Äppler ! Auch sonst gestaltete sich der Abend eher europäisch fusioniert.

Obwohl ausreichend Bembel gabs garkeinen Äppler ! Auch sonst gestaltete sich der Abend eher europäisch fusioniert als Hessisch.

Trotz gekonnter Kombination mit Linsensalat wurde der WTM immernoch kein Jakobsmuschelfan. Mir knurrt gerade der Magen mit gefühlten 130 db bei Anblick des Fotos !

Trotz gekonnter Kombination mit Linsensalat wurde der WTM immer noch kein Jakobsmuschelfan. Mir knurrt gerade der Magen mit gefühlten 130 db bei Anblick des Fotos !

Was wiegen 6 Wachteln ? 1240 Gramm. Ich war beim schätzen am nächsten dran und gewann die Wette. Preis ? Alex musste die Wachteln zahlen.

Was wiegen 6 Wachteln ? 1240 Gramm. Ich war beim schätzen am nächsten dran und gewann die Wette. Mein Preis ? Alex musste die Wachteln zahlen. Und zubereitet hat er sie dann auch noch, aber das hätte er sich sowieso nicht nehmen lassen.

Nach 4 Stunden Rotweinbad und Frischepastaproduktion, war dann auch der Ochsenschwanz gar.

Nach 4 Stunden Rotweinbad und Frischepastaproduktion, war dann auch der Ochsenschwanz gar.

warum mit einem Dessert begnügen......

warum mit einem Dessert begnügen......

...wenns doch noch ein zweites gibt :-)

...wenns doch noch ein zweites gibt 🙂

Und jetzt mal für alle, die sich nicht sicher sind, ob die letzte eigene Party ein Erfolg war, oder eher nicht. So hat ein Tisch am Ende auszusehen:

tisch-fertig

Fazit:
Wir trafen uns um 16.00 Uhr und die letzten gingen um 02:30 ins Bett. 10,5 Stunden pures Vergnügen, leckere Weine, unbeschreiblich großartiges Essen, Bauchmuskelkater vom Lachen, das geköchel lief so nebenbei, wir hatten also Null Stress. Allein die besten Sprüche des Abends füllten 3 A4-Seiten.  Es braucht nicht viel um einen perfekten Abend zu genießen, einer wie dieser wird in 2009 schwer zu toppen sein. Aber wie sagte der Fressack ? „Ein weiterer gleich guter Abend tut es auch !“

Danke, alle, für diesen Sensationellen Abend, die 600 km Anreise sitz ich dafür auf einer Pohälfte locker ab !

...und die Besucher dieses Fressoramas.

...und die Besucher dieses Fressoramas.



Polnische Fotosafari Teil II by artifischl
19 Februar , 2009, 12:13 am
Filed under: Polen, Typisch polnisch

Hier meine liebsten Bilder vom Februar 2009

Nachträglich zum Valentinstag, oder so.

Nachträglich zum Valentinstag, oder so.

Lebensgroße Kuh im Supermarkt

Lebensgroße Kuh im Supermarkt

Web 2.0 ? Pah ! In Polen gibts Autos mit eingebautem WEB 6973 !

Web 2.0 ? Pah ! In Polen gibts Autos mit eingebautem WEB 6973 !

Ansprechende Kunst (mal wieder in der Mall "Stary Browar")

Ansprechende Kunst (mal wieder in der Mall "Stary Browar")

Geil, anscheinend kann man hier ganz legal seinen Tacho zurück drehen :-)

Geil, anscheinend kann man hier ganz legal seinen Tacho zurück drehen 🙂

Mein aktuelles Lieblingspicktogramm: Achtung, Riesen überqueren die Fahrbahn.

Mein aktuelles Lieblingspicktogramm: Achtung, Riesen überqueren die Fahrbahn.

POlen hat keinen geistesgestörten Jambafrosch, dafür eine Polenweite Tante-Emma-Laden Kette mit denm Namen Zabka (Fröschlein)

Polen hat keinen geistesgestörten Jam.bafrosch, dafür eine Polenweite Tante-Emma-Laden Kette mit denm Namen Zabka (Fröschlein)

So, und hier noch ein Foto aus Berlin, das fand ich auch einfach fotografierenswert:

Manchmal muss es eben Müm sein !

Manchmal muss es eben Müm sein !



Stöckchen – Was an meinem Geburtstag geschah. by artifischl
8 Februar , 2009, 1:48 pm
Filed under: Bloggerei | Schlagwörter: , , , , ,

Wortteuffel hat mir ein Stöckchen zugeworfen. Naja eigentlich ha ich es eher unterwegs abgefangen, als sie es gerade jemand anderem zuwerfen wollte.

1. Dein Geburtstag
14. April 1969

2. Link zum Cover der BRAVO aus der Woche Deines Geburtstags
http://www.bravo.de/online/render.php?render=020839&size=small

Krass, Engelbert Humperding ! Da wird mein Kumpel Jan aber neidisch sein. Ser schön war für mich zu erfahren, das die Bee Gees als beliebteste BEATBAND gewählt wurden.

3. Der Song, der auf Platz Eins der deutschen Charts war:
Jetzt wirds hart:
LIEBESLEID von Peter Alexander !Kurze Hörprobe gibts hier:
http://www.hitparade.ch/showitem.asp?interpret=Peter+Alexander&titel=Liebesleid&cat=s

Die Albumcharts waren in dem Moment auch nicht Besser, den da belegte Platz 1:
Die Goldene Stimme aus Prag – Karell Gott !

4. Geburtstag einer prominenten Person (selber Tag, Jahr egal)

1741 Momozono, 116. Kaiser von Japan
1968 Antony Michael Hall, der Schauspieler aus meinen Lieblings-Teenie-Komödien: Breakfastclub und Lisa, der helle Wahnsinn.

5. Eine Nachricht, die aktuell war (Geburtsjahr egal)

1912 Um 23:40 ramt die R.M.S. Titanic einen Eisberg

6. Link der Auswertung von charaktera.de

http://www.thomas-numberger.de/cgi-bin/charaktera.pl?titel=&vorname=Christian+Henry&zuname=Pedersen&taggeb=14&mongeb=4&jahrgeb=1969&tagheute=&monheute=&jahrheute=

ach so, ich vergaß. ich hab das stöckchen an couchsurfingcanada weitergegeben.



Gastro Lotto by TheEverlastingClub
7 Februar , 2009, 9:32 pm
Filed under: Essen gehen, Food-Talk, Kochfreund Alex | Schlagwörter:

von TheEverlastingClub
-Der Autor-

Der Autor lebt in Frankfurt am Main und verbringt dort einen substantiellen Teil seiner knapp bemessenen Freizeit mit der Zubereitung, Erforschung und Beschreibung kullinarischer Genüsse und deren Entgleisungen. Er liebt viel guten Cabernet Sauvignon und amüsante Gespräche. Motto : „Abkürzungen führen selten zu Spaß & Spiel!“ (Zitat ‚Anthony Bourdain‘).

Gastro-Lotto

Ein bekannter Koch regte neulich im Feuilleton meiner Tageszeitung an, man möge einen Restaurantbesuch doch als etwas „Kulturelles“ begreifen. Dem kann ich nur zustimmen. Umso mehr treibt es mich immer wieder in den Wahnsinn, wenn in einem „guten“ Restaurant der Nachbartisch stur nach Nummern ordert, so als würden da Ersatzteile aus dem Schraubenlager des örtlichen Metallgroßhandels disponiert. Der Genuss fängt doch mit der Vorfreude an, und wo bitte bleibt die Sinnlichkeit wenn statt der „gegrillten Calamaris mit Auberginen“ dem Kellner ein freudloses „Isch hätt dann emal gern die sibbeundfuffzisch, gell?“ hingerotzt wird ? Nun mag ob der Myriaden möglicher Kombinationen das Nummernsystem bei der Pizzeria an der Ecke noch Sinn machen und der geschätzte Gastronom sich u.U. eine Erleichterung der administrativen Arbeit seines Personals erhoffen.

Krotesk wird es jedoch, wenn die Küchen-Kabala Ausmasse annimmt wie jene neulich von mir in einem Griechischen Restaurant beobachteten : Ein 10 Personen-Tisch bestellte streng, deutsch und sehr formal nach Zahlen.

Die Bedienung schleppte die Gerichte an und begann mit ihrer Ansage „Wer bekommt das Rumpsteak mit Pommes? Sie?“ – Darauf der angesprochene Gast „NEIN! Ich hatte DIE 36!“. Die Bedienung : „Das IST das Rumpsteak mit Pommes.“. Gast : „Achso.“.

Ein anderer Gast : „Was ist denn das da auf meinem Teller?“. Die Bedienung : „Die 14.. hatten Sie BESTELLT!“. Der Gast : „Und WAS IST DAS?“. Bedienung : „Die warmen Vorspeisen!°“. Gast : „Ich hatte aber doch die Nummer 16.. ??“. Bedienung : „WOLLTEN Sie denn die Nummer 16 ?“ Gast : „Was IST denn die 16?“. Bedienung : „Die KALTEN Vorspeisen!“. Gast : „Achsoooo…“.

Gast zu Gast : „Du Jürgen, hattest Du auch die 23?“. Jürgen zu Gast : „Ja nee Du, ich glaube die 22“.

Um es mit Atze Schröder zu sagen : Ja nee, is klar! Es folgte ein wildes Gestikulieren, Diskutieren und Herumreichen der Teller auf der langen Tafel. Food-Memory für Fortgeschrittene, Einweisung der Kellnerin in die Geschlossene inklusive. Man stelle sich vor : Die Konzentration auf die Nummern rückte zwischenzeitlich die eigentlichen Speisen vollkommen in den Hintergrund, die Gäste bestanden darauf die von ihnen vermeintlich bestellten  Nummern serviert zu bekommen. Jackpot ohne Hauptgewinn.

Zugegeben, die Welt hat größere Probleme, aber wenn ich schon essen gehe, würde ich es doch vorziehen das mir solche Spektakel erspart bleiben. Die Numerik raubt dem Erlebnis Restaurantbesuch irgendwie die Sinnlichkeit und reduziert die zum Teil sehr guten Häuser die den Quatsch mitmachen auf das Niveau einer FastFood – Bude und deren Produkte zu Massenartikeln.

Denkt mal darüber nach, Ihr Gastronomen!