Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


„Nachrichten aus dem Pandämonium“, Folge 1, „Das Kulissen-Sandwich“. by artifischl
7 April , 2009, 11:30 am
Filed under: Convenience, Kochfreund Alex, On the Road | Schlagwörter: , , , , , ,
von unserem Frakfurter Korrespondent TheEverlastingClub

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(„Pandämonium“ = Die Vorhölle. Hier als Sinnbild unsagbarer gastronomischer Entgleisungen und Warnungen an gastrophile Menschen).

Haben Sie es auch schon entdeckt ? Anfangs nur Monopol unserer Autobahn-Tankstellen, später auch an der Stamm-Tanke gesichtet, flutet es plötzlich die Theken und verbreitet sich wie ein schlimmer Virus : Das Kulissen-Sandwich. Weit gespreizt und tropfend soll es uns dazu verführen zuzugreifen, bunt leuchten Salatblatt und Tomatenscheibchen, dazwischen eine vermeintlich satte Füllung von Wurst, Braten oder Käse. Der hungrige, eilige Autofahrer denkt an nichts Böses und greift trotz des zumeist maßlos überteuerten Backwerks schnell zu. Doch Oh-Weh! Erst einmal in die Hand genommen entpuppt sich das Blendwerk als ein  altes, trockenes und viel zu stark gekühltes Stück Industriebaguette, welches nur zur Hälfte aufgeschnitten und gefüllt, uns noch durch das Thekenglas anzumachen vermochte, da die Füllung dem Glas und somit uns zugewandt war. Der aufgefächerte sehr dünne Belag steckt aber nur exakt bis zur Mitte (!) in einem viel zu dicken Brot und verabschiedet sich spätestens beim zweiten Bissen bedingt durch den harten Teig sowie die eingefüllte, aber nicht bestelle Mayonaisse, welche als Gleitmittel und Ausstoßbeschleuniger hervorragende Arbeit leistet, auf den frisch gereinigten Anzug. Um es auf den Punkt zu bringen : Die Dinger schmecken nicht nur schlecht und sind schwierig zu handhaben, sondern sind eine Mogelpackung übelster Sorte. Die Kulisse hervorquellender Salate usw. soll dem Kunden ein üppig belegtes Sandwich vorgaukeln, daß sich als ein nur halb belegtes trockenes Brötchen entpuppt. Im Vergleich zu einem zu Hause ordentlich gemachten belegten Brot, oder dem lecker belegten Baguette eines beliebigen Metzgers irgendwo in Deutschland, zahlt man gut das Dreifache und würde angesichts der Qualität des Gebotenen am liebstens Mitten auf der Autobahn umdrehen um dem Verkäufer den Schund anal zu applizieren. Da der Durchreisende sowas wegen € 4,50 aber niemals tun dürfte, mag sich das Abzocker-Konzept wohl noch eine ganze Weile halten. Unbedingt vermeiden!


1 Kommentar so far
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Ich werde „anal applizieren“ jetzt in meinen täglichen Sprachgebrauch implementieren.

Kommentar von wortteufel




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