Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Céline Dion – Was labert die Frau da ??? by artifischl
27 Juni , 2009, 10:39 am
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Frau Dion zu Michael Jacksons Tod:
„Ich fühle mich wie beim Tod John F. Kennedys.“

Quelle:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-43780-6.html#backToArticle=632864

Céline Marie Claudette Dion  (* 30. März 1968 in Charlemagne, Québec, Kanada)
John Fitzgerald Kennedy (* 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts; † 22. November 1963 in Dallas, Texas)
Quelle: Wikipedia



Beerdigung…und wie ich das gerne mal hätte. by artifischl
26 Juni , 2009, 7:04 pm
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Und noch ein Offtopic-Artikel, seltsamer Weise ist auch hier jemnad gestorben.

Gestern war ich auf einer Beerdigung. Meine ehemalige Apothekerin, gleichzeitig die Chefin meiner Ex-Freundin hat mit gerade mal 59 Jahren das Zeitliche gesegnet. Wie ich heute erfuhr, war sie zwar krank, aber das waren eher körperliche Probleme wie kaputte Knie, derbe Schmerzen im Rücken und sowas, aber nicht gerade lebensbedrohliche geschichten wie Krebs oder so.
Meine Ex rief mich vor einer Woche an und erzählte mir von dem Tod, fragte mich, ob ich vielleicht mit ihr zur Beerdigung gehen möchte. Ich stimmte zu und überlegte gleichzeitig warum. Ich war noch nicht auf vielen Beerdigungen, vielleicht muss ich mich langsam mal mit der Materie vertraut machen, denn mir viel sofort auf: Das sind nicht mehr die Großeltern von irgend jemand, sondern das sind Eltern oder zumindest Menschen im Alter von Eltern meiner Generation (ich bin jetzt 40), die da einfach so sterben.
Während dieser Überlegung kamen weitere Gedanken, bei denen ich mich fragte, ob ich mich dafür jetzt schämen muss, oder ob das ganz normal ist, darüber nachzudemken. Ich dachte (nicht zum ersten mal) über den zukünftigen Tod meiner Eltern nach. Beide sind noch richtig gut in Schuss, treiben Sport, sind geistig Superfit und jung geblieben. Aber sie sind auch beide ALT in dem Sinne, das man sich, wenn man das Alter hört, einen gebückten Greis vorstellt. Meine Eltern leben nicht mehr zusammen, beide weit weg von mir, meine Mutter beschäftigt sich wohl eher mit dem Thema, denn ich habe das Gefühl, mein Vater verdrängt es total. Ich habe vor 2 Jahren oder so mal versucht, mit ihm darüber zu sprechen, da hat er komplett abgeblockt. Und ich verschieb das von Jahr zu Jahr, ihn wenigstens soweit zu bekommen, das er sich mal 30 Minuten mit dem Thema beschäftigt, um mir und meinen Geschwistern mal zu erzählen, was er sich wünscht, was dann pasieren soll. Danach kann er das Thema ja wieder vergessen, aber wir wissen dann wenigstens mal bescheid.

Aber zurück zur Beerdigung. Die war irgendwie abstrakt. Natürlich hat eine Apothekerin, die den Laden in dritter Generation führt, einen großen Kreis an Freunden, Kunden, Geschäftspartnern, Kollegen und Mitarbeitern, die gerne Abschied nehmen möchten. Somit war die Kapelle in der der Trauergottesdienst stattfand viel zu klein für die Anzahl der Trauergäste. Mir war auf einmal bewusst, das ich schon seit vielen Jahren keinen Gottesdienst mehr besucht hatte – die letzten Beerdigungen waren alle nicht kirchlich und ich bin schon vor 20 Jahren aus der Kirche ausgetreten. Aber damit war ich nicht allein. Beim Gebet faltete kaum jemand seine Hände und später am Grab sprachen nur sehr wenige das „Vater Unser“ mit. Ich hatte das Gefühl, das der Pfarrer nicht besonders gut vorbereitet war, jedes mal, wenn er den Namen der Toten nannte, stockte er kurz, um blos nicht den Falschen Namen zu sagen (es waren noch 3 weitere Beerdigungen an dem Tag angesetzt).
Nach der Rede bewegte sich der Trauerzug in die hinterste Ecke des Friedhofs. Ich hab ja Galgenhumor. Vor uns lief eine ältere Dame, die einen Regenschirm mit einem „Bei Grippe – Aspirin Plus C“-Werbeaufdruck aufgespannt hatte. So ein Regenschirm kann natürlich in der Apotheken-Szene schon mal vorkommen, provozierte mich aber trotzdem zu dem Gedanken: „Diese Beerdigung wurde Ihnen Präsentiert von Aspirin Plus C“ oder so ähnlich.
So richtig geil Pietätlos waren dann die Leute, die einfach über andere Gräber drüberstiefelten, um am Grab besser gucken zu können. Das sind warscheinlich die gleichen Leute die bei einem Autounfall auf der Autobahn extra zum gaffen anhalten und einen Stau verursachen, aber nie auf die Idee kommen würden, erste Hilfe zu leisten. Den Leichenschmaus haben wir uns dann nicht mehr gegeben, wir hatten genug vom herumstehen mit gegenseitigem „bedrückt um die Wette schweigen“.
Wenn ich mal das Zeitliche segnen sollte, muss sich wirklich keiner gezwungen fühlen, auf die Beerdigung zu kommen. Kauft keine Blumenkränze und geht statt dessen abends in der Bar 11, um Euch anständig von dem gesparten Geld zu besaufen. Wenn Ihr dann blau genug seid und etwas fröhlicher, weil Ihr Euch lustige Geschichten über mich erzählt habt, dann könnt Ihr noch ein wenig zu meinen Lieblingssongs abtanzen. Ich hinterlege rechtzeitig eine Playlist ! Und trefft Euch dann ein Jahr später zum Essen, um an mich bei diesem Menü zu gedenken: Als kleinen Starter gibt es natürlich Pflaumen im Speckmantel, danach Risotto Milanese mit masurischen Pfifferlingen, als Haptgericht eine 7-Stunden Lammkeule a la Antony Bourdain und zum Dessert eine Hausgemachte Torrone-Eiscreme. Ach ja, lasst bitte einen Platz für mich frei, gerne könnt Ihr Ein Foto von mir auf den Stuhl kleben. Ich hab mich noch nicht zwischen Sarg oder Einäscherung entschieden, was am billigsten ist, is mir recht denke ich. Aber vielleicht gibt es dann schon „Körper in den Weltraum beamen“, das fände ich lustig.
Und wenn ich dann weggebeamt werde, respektive in die Erde runtergelassen, oder die Asche sonstwo landet, dann spielt doch bitte „Snow (Hey Yo)“ von den Red Hot Chili Peppers (wird eventuell noch geändert 🙂 ) So. Jetzt kann keiner meiner Freunde sagen er/sie hätte das nicht gewusst.



Good bye, Michael Jackson by artifischl
26 Juni , 2009, 11:10 am
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Ach man, ich bin ja nie großer Fan gewesen, aber ich find es schon irgendwie traurig, das er jetzt das Zeitliche gesegnet hat. Als DJ habe ich es geliebt, mit „Don’t Stop til you get Enough“ & „Can you Feel It“ die Tanzfläche zum kochen zu bringen. Auch wenn alles, was nach dem „Bad“ Album kam etwas grüzig war, begleitete Michael meine Generation doch ständig als großartiger Entertainer und Skandal-König. Ich erinnere mich, das Videos zu seinen Singles im Fernsehen zur Primetime im öffentlich rechtlichen TV premiere hatten und ganz Deutschland darüber sprach. Wer schaffte das sonst ? Sein Video „Thriller“ wurde nur gekürzt tagsüber im Musikfernsehen gezeigt wurde, weil es „zu gruselig“ war. Ein grandioser Marketing-Schachzug.

Jetzt hatte Michael wohl dann doch „enough“ und sein Herz „stoppte“. Ich finde es sehr bedauerlich, daß sich sein angeschlagenes Image nach den angeblichen Kindesmissbrauch-Skandalen nie wirklich erholte und er es nicht mehr schaffte, ein phantastisches Comeback hinzulegen, denn immerhin waren die Karten für seine 50 geplanten Konzerte in Minuten ausverkauft. Aber schon da wurde gemunkelt, das es noch garkeine Proben oder ähnliches gibt und völlig unklar ist, ob die Tournee überhaupt stattfindet. Das sie nun aus so einem drastischen Grund nicht stattfinden kann, ist dann doch überraschend. Selbst Michaels Tod war für eine Überraschung gut ! Ich denke, er hätte es verdient, es nochmal allen so richtig zu zeigen.

Aber vielleicht ist er ja auch wirklich ein Ausserirdischer, wie in „Men in Black“ so wunderbar parodiert und es wird noch lange nicht das Letzte sein, was wir von ihm zu hören bekommen. Lieber Michael, bis dahin einen guten Trip durch „Space & Time“ und danke für die Mukke !



Restaurant – Status by artifischl
20 Juni , 2009, 7:53 pm
Filed under: In der Profiküche, Restauranteröffnung | Schlagwörter:

Einige wissen, das eigentlich gestern eine Entscheidung fallen sollte, ob ich in Zukunft neuer Pächter eines Theaterrestaurants in Posen werde. Ersteinmal: der Entscheidungstermin, welcher Bewerber das Restaurant bekommt, wurde auf den 15.Juli verschoben.

Allerdings werde ich vielleicht vorher von selbst eine Absage erteilen, da ich gestern in einem Gespräch mit der Theaterleitung völlig andere Anforderungen an mich als Pächter erfahren habe, als das in den letzten 2 Monaten der Fall war. Ich rede jetzt hier nicht von Kleinigkeiten, welche Biersorte ich ausschenken würde, viel eher wurde das ganze Konzept, das unter anderem eine Kleinkunstbühne beinhaltete sowie ein Marketingkonzept, das auch viele Nicht-Theater-Besucher angesprochen hätte, auf einmal gekippt.

Man möchte jetzt eher etwas für die Schauspieler schaffen, sonstiges Publikum ist sozusagen gedultet, es soll aber alles zu günstigen Preisen angeboten werden und in die Einrichtung soll auch investiert werden. Hä ? Man soll also investieren, gleichzeitig aber ein Konzept verfolgen, das nur wenig Besucher anlockt ? Zudem erwies sich die Miete doch wesentlich höher als ursprünglich angenommen. Auch wenn ich die Idee, ein Theaterrestaurant zu leiten sehr verlockend finde, da man bereits über die Theaterbesucher durch Pausencatering ensprechende Grundeinnahmen hat, kann ich mindestens bis 10 Zählen und weiß, das sich diese Idee mit den geforderten Einschränkungen wirtschaftlich nicht trägt.

Ich habe mir die Worte meines Kumpels Jan mal zu Herzen genommen und mir in meiner Kalkulation nichts schön gerechnet. Sogar fette Backups und anfängliche Startprobleme die es immer gibt hatte ich mir eingebaut und erstmal sah trotzdem alles recht gut aus.  Aber so gerne ich auch ein solches Unternehmen leiten möchte, ist ein Restaurant nicht ein Ort, an dem man für ein paar Freunde etwas gutes auf den Tisch zaubert, sondern vor allem ein Ort, der Gewinne einfahren muss, um Gehälter zu bezahlen und immer wieder etwas neues bringen, damit die Gäste nicht gelangweilt sind. Und da hilft die tollste Küche und der beste Service nicht. Wenn man die Zahlen liest und halbwegs realistisch einschätzen kann was sie bedeuten, darf man sich unter den gegebenen Voraussetzungen nicht in dieses Nest setzen. Ich kann die Theaterleitung zwar verstehen, die Vorstellung die Sie im Moment verfolgt ist eine schöne, aber so nicht realisierbar.

Ich bin natürlich etwas frustriert, da sich das Theater mir und sich selbst viel Zeit gespart hätte, wenn sie von Anfang an überlegt hätten, was sie gerne möchten. Je länger ich darüber nachdenke (das Gespräch war vor 24 Stunden) desto mehr entspanne ich und komme zu dem Schluss, das es so nicht gut ausgegangen wäre. Ich brauche Entscheidungsfreiheit in meinem Restaurant, dann kann ich auch für meine Fehler einstehen. Aber nichtsdesto trotz glaube ich an meine Ideen und an ein eigenes Restaurant in Posen. Dauert dann halt nur etwas länger als ursprünglich geplant 😉



Butter – Burro di Bufala by artifischl
16 Juni , 2009, 11:23 am
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Vorgestern entdeckte ich bei „Piotr i Pavel“ (das ist eine Supermarktkette, vom Angebot etwa wie E.de.ka) das hier:

butter-bufala

Musste ich sofort kaufen, auch wenn ca. 1,50 Euro für 125 Gramm Butter ganz schön heftig sind. Aber das Zeug ist wirklich extrem lecker und macht schnell schwerst abhängig. Der Aufdruck auf der Verpackung ist in 4 Sprachen, unter anderem auch auf Deutsch. Hat jemand diese Butter schon mal in nem deutschen Kühlregal entdeckt ?



Polnische Fotosafari Teil V – Warschau touristisch by artifischl

Wie ich neulich schon hier berichtete war ich vor kurzer Zeit in Warschau. Es war bereits mein vierter Besuch dort, die ersten 3 Besuche waren immer aus unterschiedlichen Gründen mehr oder weniger ein Reinfall, man könnte sagen: Warschau und ich, das passt nicht zu einander. Da meine Liebste aber dort hin musste, und ich nicht wirklich was besseres zu tun hatte, dachte ich: „Eine Chance gibst Du Warschau noch“. Eine lohnende Entscheidung.

Wer mich nicht persönlich kennt, weiss vielleicht nicht, wie ich es seit Jahren mit dem Reisen halte – ich versuche so wenig Tourist zu sein wie möglich. Ich übernachte am liebsten bei Freunden oder bei Mitgliedern von Couchsurfing, ich nehme nie an Führungen teil, buche nie ein Hotel, sehe mir kaum die Standard-Touri-Objekte einer Stadt an und im Sommer gehts es auch schon lange nicht mehr in den Süden, sondern meistens besuche ich meine Family in Dänemark oder fahre zur Schwiegermutter in den masurischen Wald.

Vor meinem Warschau-Besuch dachte ich mir jedoch: Scheiss drauf,  Warum eigentlich mal nicht auf Tourist machen ? Ich hatte zwar einen alternativ- aber dennnoch Touristenführer für Warschau zum Geburtstag geschenkt bekommen und meine Süße begleitete mich als Guide. So setzten wir uns in die U-Bahn (Es gibt nur EINE Linie, daher kann man nicht falsch umsteigen sondern höchstens in die falsche Richtung fahren) und fuhren ins Zentrum der Metropole.

vor-dem-Kulturpalast

Dort befindet sich der der gigantische Kulturpalast, ein Geschenk der Russen an das polnische Volk. Die Polen haben das Teil immer gehasst und wollten es eigentlich nach der Solidarnosc-Bewegung abreissen lassen, war aber zu teuer. Mir gefällt das Gebäude irgendwie. Es beherbergt mehrere Theater, ein Kino, Ausstellungsräume und im 30. Stock eine Aussichtsplatform. Da wollte ich rauf ! Und es gab sogar einen Fahrstuhlführer in Uniform ! Hab mich aber nicht getraut, den zu fotografieren. Aber so sieht Warschau von oben aus:

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von hieraus alles sehr friedlich und relativ geordnet. Dazu kam grandioses Kaiserwetter.

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Bei vielen Bauten und Straßen kann man von oben einen gewissen Symetrie-Fetischismus erkennen 🙂

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Haushohe Werbeplanen unterstreichen die allgemeine Gigantomanie vieler Warschauer Bauherren.

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Die Aussenterasse des Cafés wird wohl eher selten genutzt, dafür weht ein zu eisiger Wind.

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Die Innestadt ist selten Grün, daher erfreuten mich die Bäume auf dem Dach des Medienkaufhauses.

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Sogar bei der Bepflanzung lässt ein Hang zur Symetrie zu erkennen.

Das Ticket für die Aussichtsplatform beinhaltete den Besuch einer Mitmach-Ausstellung, in der wir einige Zeit vor den Lachspiegeln verbrachten.

spiegel

Vor dem Kulturpalast hat ein Künstler eine „Küss-Bank“ aufgestellt, diese mussten wir natürlich ausprobieren.

küssbank2

Man liegt in unterschidlicher Richtung aber zueinander gewand und kann dann mit einem Dach über dem Kopf knutschen (das Knutschfoto erspar ich Euch jetzt).

schiefes-hausAuch hier gibt es Kunst am Bau. Bei diesem Gebäude sieht es aus den meisten Blickwinkeln so aus, als würde der kleinere Anbau jeden Moment zur Seite wegkrachen.

Wir haben uns dann, nachdem wir uns die Hala Mirowka angesehen haben (siehe Fotosafari IV) durch mehrere Parks auf den Weg zur Altstadt gemacht.

In den Parks gibt es immer wieder interessante Skulpturen zu entdecken:

nicht-lenin

Diese Skulptur ist nicht (wie fälschlicher Weise leicht anzunehmen) ein sozialistisches Lenindenkmal, die dargestellte Person ist der berühmte polnischer Schriftsteller Janusz Korczak, der diverse Familiengeschichten geschrieben hat. Er arbeitete als Arzt und einflussreicher Pädagoge und wird von den Polen verehrt.

pipi-im-grünen

Skuril: Damit die Leute nicht in den Büschen zum Pipimachen verschwinden, gibt es mitten im Park ein ToiToi-Klo.

Dazwischen immer wieder Straßenabschnitte, und auf einmal: Das Sony-Center !

sony-center

Auch in Warschau hat die Stencil-Art Einzug erhalten:

stencil

Ausserdem immer wieder interessante Architektur…

art-deco-neu

…dieses hier hat fast einen Touch Art Deco !

Da es zu Ostzeiten eigentlich keine klassischen Werbetafeln gab, wurde für Firmen und Kultureinrichtungen häufig kunstvolle Neonleuchten geschaffen – hier meine liebsten Entdeckungen:

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Ein Laden für Lacke und Farben

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Ein Theater.

Und hier kommt mein absoluter Liebling:

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Eine Disko !

Irgendwann erreichten wir dann die Altstadt…

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…und ich war baff. denn die ist wirklich schön !

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Das ist kein Blumenladen, sondern ein Restaurant mit Apothekerpreisen (sogar für westliche Geldbeutel)

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In vielen teilen der Altstadt fand sowas wie ein Open-Air-Galerie-Festival statt, genaueres konnte ich leider nicht herausfinden, aber im Zentrum der Altstadt gab es riesige Poster zu dem Thema „Coexistence“.

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Am besten gefiel mir dieses Bild:

open-air-gallery2

Aber es gab auch noch lustiges zu entdecken:

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Dies ist nicht die Bushaltestelle einer Samenbank. Zamenhof musste ich erstmal googlen. Es handelt sich um Ludwig Lazarus Samenhof, ein Russischer Arzt, der die Plansprache Esperanto begründete. Wieder was gelernt.

werbung

Gerne werden in Polen die Russen verunglimpft. Dieses Poster, das für eine Kulturveranstaltung wirbt, zeigt eine Matrjoschka Puppe und hing überall in Warschau. Die Matrjoschka steht in Russland Mütterlichkeit und Fruchtbarkeit.

schaufenster

Und dann gab es da noch den Schaukasten mit liebevoll präsentierten Schuhen. „Aber trendige Schuhe“.

palme

Diese Palme ist eine Kunstpalme, errichtet von der Künstlerin Joanna Rajkowska. Die Idee dazu hatte sie nach einer Jerusalem-Reise, denn diese Palme steht in der Jerusalem-Allee. Eigentlich sollte die Palme nur befristet dort stehen, aber den Warschauern gefiel das Kunstwerk so gut, das sie es da behielten.

ampelmännchen

Und die Ampelmännchen in Warschau sind alles Bodybuilder ! breite Schultern und keinen Hals !

Ich muss einfach sagen, es hat sich gelohnt, mal ganz Tourist zu sein. Ich habe die Stadt von einer wunderbaren Seite kennengelernt und natürlich hat auch das gute Wetter dazu beigetragen, daß das alles etwas schöner als bei meinen vorherigen Besuchen war. Die Stadt bemüht sich sehr, Kunst- und Kulturmetropole zu sein und ist dabei überraschend innovativ. Im Gegensatz zu meinen vorherigen Besuchen blicke ich mit Freude auf meine Rückkehr.



Polnisch, Dänisch, Deutsch und deren Verwechslungsmöglichkeiten by artifischl
9 Juni , 2009, 10:43 pm
Filed under: Babylonia Polska, Polen, Typisch polnisch, Verständnisprobleme | Schlagwörter: , ,

Als ich das erste Mal in Polen war, erfreute mich die Gastfreundschaft der mir bis dahin völlig unbekannten Polen und ich saß dem Irrglauben auf, dass sich die Polen permanent für irgendetwas bedanken. Meine Verwirrung rührte daher, das die Polen ständig das Wort „tak“ benutzen; dieses Wort kannte ich aus dem dänischen und das dänische Wort „tak“ bedeutet nichts anderes als „danke“. Im Polnischen bedeutet das Wort „tak“ jedoch einfach nur „ja“ ! Also eine simple positive Antwort auf eine Frage, oder eine Bestätigung.
„Danke“ heißt auf polnisch übrigens „dziękuję“, was ungefähr so ausgesprochen wird: „Dschinkuujää“. Ich schreibe das so kompliziert, weil es für das polnische keine Lautschrift gibt. Noch kein Herr Pond oder Langenscheid hat sich bisher die Mühe gemacht. Obwohl es für eine so schwer auszusprechende Sprache sehr hilfreich wäre, damit man beim polnisch lernen auch mal von irgend jemand verstanden wird.
Das deutsche  „ja“ wiederum ist für die Polen irreführend, denn wenn wir es auf deutsch zwei mal schnell hintereinander benutzen, zum Beispiel wenn wir genervt rufen „Ja-ja, ich komme gleich“, dann denkt der Pole, wir erzählen irgendwas von Eiern ! Denn ein Ei (singular) heißt auf polnisch „Jajko“ , mehrere Eier (plural) heißen  „Jajka“, aber man sagt dazu auch „Jaja“. Zum Beispiel steht an der Landstraße ab und zu neben einem Bauernhof ein Schild mit der Aufschrift „Jaja“, wenn dort frische Eier verkauft werden.
„Nein“ heißt auf polnisch „Nie“, was ungefähr wie „Niiääää“ ausgesprochen wird. Dann gibt es aber auch das polnisch Wort „No“, bei dem das „o“ in einer Art „oa“ ausgesprochen wird, ähnlich wie in dem deutschen Wort „noch“, nur ist das „o“ viel länger gezogen. Die Polen sind auf jeden Fall große Fans von Vokalen in die Länge ziehen. Das polnische „No“ hat aber weder etwas mit dem englischen „No“, dem französischen „Non“ oder dem Deutschen „Nein“ zu tun. Im Gegenteil. Es ist eher eine Art Quittierlaut (mein Kumpel Jan würde jetzt „bim“ dazu sagen, aber das ist eine andere Geschichte), das man verstanden hat was der andere sagt, oder zugehört hat (oder so tut als würde man zuhören), ähnlich dem deutschen „mhm“ oder auch „aha“. Die Kombination „No, tak“ heißt also nicht „Nein danke“, sondern eher sowas wie „ah ja“ und wird häufig dann verwendet, wenn man seinen Gesprächspartner in seinem Redefluss unterbrechen möchte um selbst seine Gedanken an den Mann zu bringen.
Und heute sagte ich fälschlicher Weise zu meiner Schwiegermutter „Nie, tak“ anstelle von „Nie, dziękuję“ was zur Folge hatte, das ich (obwohl schon total satt) eine weitere Portion auf meinen Teller geschaufelt bekam. Wobei ich mir nicht sicher bin ob es irgendwas geändert hätte, wenn ich wirklich nein danke gesagt hätte 🙂 !