Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Kram loswerden by artifischl
14 Juli , 2009, 5:33 pm
Filed under: Off-Topic | Schlagwörter: , , , ,

flohmarkt-ikke

Letzten Sonntag stand ich nach einer ziemlich kurzen Nacht um 6:15 auf, stürze noch nen Kaffee runter und schleppte dann völlig übermüdet Kisten ins Auto, denn ich hatte einen Stand auf dem Mauerparkflohmarkt reserviert, um endlich den genzen Kram loszuwerden, der schon seit Jahren bei mir Staub fängt. Ich sammelte noch DJ-Kollegen / Kumpel Nono ein, der mich glücklicher Weise begleitete um alte Scheiben zu verschachern.

Nachdem wir seinen ganzen Kram dann auch noch eingepackt hatten, war mein kleiner C1 bis unters Dach voll mit Kram. Nonos Fussraum war auch voll und so musste er im Jogasitz mit einer Kiste auf dem Schoß den Weg bis Prenzelberg in dieser schmerzenden Position ausharren. Aber wir haben zumindest alles reinbekommen.

Das schöne am Mauerparkflohmarkt ist, das man da mit dem Auto direkt bis zum eigenen Stand vorfahren darf und nicht kilometerweit schleppen muss. Besonders die Organisation funktioniert hier recht reibungslos, ist also für Privatverkäufe wärmstens zu empfehlen.

Immer wenn ich Flohmarkt mache (ein mal alle 2 Jahre) nehme ich mir vor, das ich erstmal aufbaue und wärend dessen alle Interessenten weg schicke. Ich kann das nicht leiden, wenn die schon alles durchwühlen, wenn ich noch am grübeln bin, wie das hier läuft. Gerade in der Zeit wird nämlich auch am mMeisten geklaut und da kann man sich nicht eine Sekunde umdrehen. Und wirklich IMMER wenn ich Flohmarkt mache, schicke ich beim Aufbau dann doch niemand weg. Das ist nämlich meistens so: Die Leute früh morgens sind selbst händler, die sich die ganzen Rosinen rauspicken und dann (weil sie ja nicht ein sondern gleich 15 Bücher kaufen) einen Super Preis haben wollen. Das ärgert mich meistens, denn ich bin ja kein Händler sondern Privatmann, der vieles davon sicherlich im Laufe des Tages zu einem höheren Preis los wird. Mein Ziel war jedoch diesmal, Masse zu verkaufen, denn in meinem neuen Domizil in Polen ist kaum Platz und die Dinge die ich zum Verkauf mit hatte mag ich zwar alle, aber nichts davon benutze ich wirklich.
Und so begann ich en gros zu verkaufen. Taschenbücher für einen Euro, Hardcover für 2 Euro und Bildbande für 4-5. CDs für 1-2 Euro, DVDs für 2-3  Euro. Nachdem ich ca 1/3 der CDs verkloppt hatte, verblieben in einer Kiste ca. 100 Alben, aber wirklich nur Zeug, was entweder unbekannt ist oder jeder zu Hause hat. Dann kam ein Kunde vorbei, wühlte in eben dieser Kiste, danach in seinem persönlichen Besitzkatalog und fragte, was ich für die ganze Kiste nehmen würde. Ein paar Leute werden mich jetzt hauen – ich gab ihm die Kiste für 62 Euro, also 62 ct je CD. Aber ich war überglücklich, das es einen total netten Abnehmer fand und ich den ganzen Kram, den ich eh mittlerweile digital besitze nicht wieder nach Hause schleppen muss. Und der Kunde war glücklich weil er echt ein Schnäppchen gemacht hatte.

Aber es ging ja weiter. Heimlich hatte ich gehofft, ca. 200 Euro Plus nach Standgebühr und Fressalien zu machen, diesen Wert hatte ich dann bereits gegen 11:30 erreicht. Danach zog sich das Geschäft etwas, aber es gab auch ne Menge schräger Vögel und der Nachmittag war alles andere als langweilig. Ich hatte einige Produkte, nach denen zwar permanent gefragt wurde, aber dessen Preisangebote für mich einfach eine Frechheit darstellten. Ich kann z.B. einfach für ein riesen Bildband über „Industrial Light & Magic“ (die FX-Firma von George Lucas) für den ich mal 100 DM bezahlte nicht einfach nur 10 Euro nehmen. Der ist dann für 15 weggegangen. Für eine Bowie-CD-Box mit 3 CDs und ner Maxi bekam ich sehr spät noch 35 Euro und für meine Beharrlichkeit blieb ich bei den guten Sachen gerade mal auf einer Pastamaschine sitzen, die mir Susi abkaufen will.

Auch Nono war glücklich, er machte etwas weniger Umsatz, aber auch er wurde von seinen 7 Kisten ca. 4 komplett los.

Fazit: Ich vermisse NICHTS von dem Kram, den ich losgeworden bin, hab ein paar Hundert Euro mehr in der Tasche (und durch die vielen kleinen Scheine ist das ein fettes Bündel, was einen irgendwie stolz macht), und man hat im Vorfeld zu Hause mal wieder richtig klar Schiff gemacht. Zu guter letzt rief mich auch noch eine Frau an, die mir für 100 Euro eine Domain abkaufte, die ich auf meinen Namen reserviert, aber NIE benutzt hatte.

Scheffel scheffel. Mauerparkflohmarkt – sehr zu empfehlen !


1 Kommentar so far
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ich hatte auch spaß mal wieder auf’m flohmarkt und freu mich auch auf die pastamaschine, denn die ist schliesslich nicht ganz unbetreiligt gewesen an meinem derzeitigen liebesglück! lieben geht eben durch den magen. gut, dass ich halbwegs kochen kann!

Kommentar von Susi Q




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