Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


350 Gäste abfüttern by artifischl
8 November , 2009, 2:42 pm
Filed under: In der Profiküche | Schlagwörter:

Wenn Firmen das Theater komplett für eine Vorstellung buchen, sind wir erster Ansprechpartner für den Fall, das dazu auch noch ein Catering gereicht wird. Normaler Weise läuft das so, daß es vor der Vorstellung Kaffee und Tee, in der Pause Saft und Wasser und nach der Vorstellung ein Buffet und Wein gibt.

Das ist auch alles logistisch machbar, in der Regel reichen 4 Köche und 6 Servicekräfte aus, um ca. 200-250 Leute gut zu bedienen. Jetzt hat aber Polens älteste Bank angefragt und ein Catering im Foyer für 350 Gäste gebucht. Die Gästeanzahl hat zwar gerade so Platz im Foyer, aber das diese Meute dann noch mit Besteck und Tellern hantieren geht dann eher nicht mehr. Wir haben also statt einem warmen Raff-Buffet ein Fingerfood-Papiletts-Catering angeboten. Soll heissen: 9 Verschiedene Happen mal 350 = 3.150 Teile produzieren. Da muss man dann schon etwas genauer rechnen, das Restaurant für den Tag schließen, zusätzliche Kellner einstellen und instruieren und gaaaanz weichtig ist natürlich das Timing.

Hier ein paar Bilder von der Vorbereitung und dem Ergebnis:

 

Es gab:

Paprika-Rouladen mit Ziegenkäse

gebeizter Lach auf Ingwer-Mascarpone

Filet vom Schwein mit marinierten Feigen

Filet vom Rind mit gezuckertem Ingwer

Volevants mit in Weisswein marinierten Miesmuscheln

Tomatenchutney Kanapees mit Camembert und schwarzem Sesam

Mini-Pasteten mit Tomaten und Blauschimmel

Süße Schoko-Törtchen in salzigem Teigmantel

Lavendel-Pana-Cotta

Hat alles prima geklappt, die Mädels mussten ganz schön rennen um dreckige Gläser wegzubefördern und insgesamt 70 Tabletts mit Leckereien unter die Leute zu bringen. Und eine Stunde nach der Vorstellung war der ganze Spuk vorbei. Bänker halt. Alle steiff, mussten wohl am nächsten Tag arbeiten und noch Autofahren oder so und am Ende hatten wir sogar noch was von dem Wein übrig. Wir haben es dann geschafft, in 2 Stunden alles aufzuräumen und zu spülen (inclusive 700 Gläser polieren) und feierten mit dem übriggebliebenen Wein ein schönes Mitarbeiter-Mitternachtsfest an unserer einladenden Bar.


3 Kommentare so far
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Bin jetzt beeindruckt. Sowas wär mein Ding ja nicht,aber Du musst ja auch Geld verdienen..

Von dem Lavendel-Pana-Cotta kannst Du ne Kippe
nach Frankfurt schicken. Himmlische Idee.

Gude
A

Kommentar von The Everlasting Club

Christian Pedersen…..you blow my mind!
You all are brilliant and genius🙂
Amerika gruesst Polen.

Kommentar von Ada Blacey

Sieht lecker aus:-)und sehr schick!

Kommentar von Sarah




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