Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Der Wein für zwischendurch… by artifischl
23 Januar , 2010, 7:58 pm
Filed under: Flüssignahrung, Krank | Schlagwörter: , ,

Gerade bei „Kochschlampen“ Entdeckt:

http://kochschlampe.com/2010/01/17/pausenwein/

und für ne Sekunde geglaubt, das ist ein Fake. Ich mein, Wein in Kartons kennt man ja, aber in Susi-Sunkist-kleinen Portionsmengen und dann auch noch mit Trinkhalm ! Ich war verwirrt.  Denn auch ich frage mich zum ersten: „Wer ist die Zilegruppe ?“ und zum zweiten: „Wer investiert in die Produktion eines solchen Produkts ?“

Es werden ja unglaublich viele neue Produkte jedes Jahr auf den Markt geschmissen und ich schätze, in der Lebensmittelindustrie finden weniger als 1 % ihren Weg als bleibendes Produkt auf dem Markt. Aber wird hier nicht vorab ein wenig Marktforschung betrieben, ob sich überhaupt irgendwer für dieses Produkt begeistern könnte ? Und dann erschreckt mich der Gedanke, das da vielleicht wirklich vorher Marktforschung betrieben wurde und diese ergeben hat, das dieses Produkt einen Markt haben könnte !

Ich meine WER ist die befragte Personengruppe ? Astronauten, die auch mal gerne ein schlückchen Wein zu sich nehmen wollen ? Oder wird das nun in Flugzeugen so angeboten, damit der liebliche Beerensaft bei Turbulenzen nicht die Hose vollsaut ? Oder gibt es tatsächlich Menschen, die nur noch praktisch denken und den Pausenwein in 24er-Packs im Großmarkt besorgen um diesen als besondere Überraschung in den Aktenkoffer des/der liebsten zu packen ? Am Ende gar eine gute Tarnung für Alkoholiker und ungestörtem Weingenuss am Arbeitsplatz ?

Haben wir zu befürchten, das im kommenden Sommer Bänker und Anwälte in Frankfurt in ihrer Mittagspause am Brunnen vor der Alten Oper sitzen und mit dem warscheinlich zu kurzen Trinkhalm schlürfgeräuscheproduzierend versuchen an die letzten Weinreste zu kommen ? Dabei bekleckern sie ihren Anzug mit der Trüffelsauße von MacDoofs neuem Kaviar-Goldstaub-Burger.

Ich kann mir vieles vorstellen, aber das meiste glaub ich dann auch wirklich erst, wenn ich es sehe. Aber anscheinend liege ich mit meinem Geschmack weit abseits der Norm. Vor 15 Jahren überlegte ich mit Kumpel Jan zum Spass, ob es theoretisch möglich wäre, Champagner in Dosen abzufüllen völlig überteuert auf den Markt zu werfen. Wir stellten damals oft Überlegungen zu unserer Erheiterung an, Ziel war es, Gedanken von größtmöglicher Sinnlosigkeit hervorzubringen. Denn je sinnloser der Gedanke desto ausufernder war die Heiterkeit !

Und was passiert ? Ein paar Jahre später wirft ein Prosecco-Hersteller den ersten Dosenprosecco auf den Markt, beworben von Berufsgrinsetante Paris H. Aber wir behielten recht mit unserem Gedanken über die Sinnlosigkeit des Produktes, denn trotz der Medienwirksamen Auftritte von Frau H. entwickelte sich das Gesöff zum Ladenhüter. Mittlerweile Lagerten in einer Halle in Serbien 30.000 Dosen der Fickbrause und keiner wollte sie mehr haben. Der Hersteller versuchte, das Zeug palettenweise zu versteigern, allerdings mit dem Problem, das nur einen Monat später  das Haltbarkeitsdatum ablief. Wie der Hersteller das überlebt hat, weiss ich nicht, aber die Brause gibt es immernoch, mittlerweile sogar in mehreren Geschmacksrichtungen: Passionsfrucht oder Erdbeer-Cassis.   Stillos geht die Welt zu Grunde…


4 Kommentare so far
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Right on Chris….as always, you hit the nail on the head!
But no matter what… and how low our society may sink… I always be drinking me vino out oft se glass, as long it’s made of good plastic from „Cheina“🙂
And now brace yourself for „serious“ news:-o
„F a t D a n“ found his way back to good ol‘ Germany (3 days ago, he, he, he!)

Kommentar von Ada Blacey

@ Ada: om my god , you want to scare me😉 ? What is he doing in Germany ? Will he stay there ? Or is it just a holiday trip ?

Kommentar von artifischl

……he, he….will tell you all about in another e-mail. (he’s planing to stay)🙂

Kommentar von Ada Blacey

Also ich denke da jetzt seit 1 Woche drüber nach.
Grundsätzlich finde ich es kulturlos Wein nicht
aus einer Glasflasche in ein GLAS
laufen zu lassen, um ihn daraus zu trinken. Auf
der anderen Seite schmeckt mir ausser Wein nicht
wirklich sehr viel, und wenn man häufig unterwegs
ist und zwischendurch mal Lust drauf hat…

Ich denke das Grundproblem ist einfach, daß es
garnicht möglich ist einen guten Wein auf diesem
Wege zu geniessen, weil a) die Geruchskomponente fehlt und b) sich das Geschmacks-Spektrum nicht
über einen dünnen Strohhalm entfalten kann, über
den der Wein ja logischerweise vollkommen anders auf die Zunge läuft, als wenn er über den Rand
eines für den passenden Wein korrekt gewählten
Glasrandes abläuft.

Da aber wohl sowieso nur diese entsetzlichen
„Shiraz“ und „Merlots“ aus irgendeinem Wein-Drittwelt-Land, mit ihrer ekelerregenden Süße und marmeladigen Breite auf diesem Wege
Zugang zu den ahnungslossen Massen finden werden,
spielt das aber auch keine Rolle mehr.

Alex

Kommentar von The Everlasting Club




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