Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Von Killerkatzen und Mäusekeulen by artifischl
25 Mai , 2010, 5:30 pm
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Manchmal ergeben sich beim Gesichtsbuch lustige Kommentar-„Dialoge“, die in unerwartete Richtung  abdriften. Den folgenden Dialog hielt ich für sehr amüsant, vorab zur Erklärung: Mit meine guten Freundin T. lebte ich eine kurze Zeit zusammen in einer WG, unter anderem lebte dort auch E. und mein Kater mit dem Namen Alwin. Alwin ist Pechschearz und hat 2 lange Vampierzähne.  Er war immer eine Wohnungskatze aber seit ich ihn zu meiner Schwiegermutter in die Masuren verfrachtet habe und er im Garten rumspringt, hat er einen großartigen Killerinstinkt entwickelt…

Faceb.-Status:
T.wants to rent a cat for a while to get rid of the mice in her backyard…

C: hmmm, now alwin is in mazury hunting birds and SNAKES and became a real killercat !

B: interesting tactic of dealing with mice, let me know if it works! 😉
B: oh sorry, i mis-read your message, i read caR…. !

E: don’t worry B., I made the same mistake! Maybe tiny wee cars to give the mice a fair chance!

T: these mice had some of my plants, which havn´t had a fair chance, I prefer the killercat!! Send him over, C., he won´t starve, I promise…

C: uhhh, Alwin the Assassin on a mission 😀 I will find him a nice Ninja Outfit :-)))))

T: Schwarz ist er ja schon, aber so´ne Zorro Augenmaske würde doch den Gerechtigkeitsanspruch der Mission verstärken, oder??

T: Bei der Gelegenheit ne Frage: für eine Niedertemperatur Lammkeule so auf 8 Stunden ausgelegt, ohne Deckel und Brotteig, mit Rotwein, wie hoch ist diese Temperatur da am besten??

E: werden die Maeuse dann von Alvins mit einer Kralle mit einem A gezeichnet als Abschreckung?

A: und gibts dann auch mausekeule?

C: ohne deckel 80 grad. Ich wäre übrigens für entbeinte mäuse im speckmantel

T: gefüllt mit Backpflaumen, oder? und sind 80 Grad für Mäuse nicht zuviel?? Mäusekeule gern, aber dann muß Alvin wieder was anderes Fressen.. Also ich bleib bei Lamm und Alvin kann auf die Mäuse malen was er mag..ich geb allerdings zu bedenken, dass sie eigentlich klein flauschig und zutraulich sind, und ich immer noch hoffe, dass die Biester sich für friedliche koexistenz entscheiden..Pfefferminzöl soll übrigens abschreckend wirken, E., erinnert Dich das an was??? ;-)))

E: Die armen Mauese jetzt bekomme ich Mitleid, Pfefferminzoel das ist Folter!!!

T: Du meinst dann lieber die Katze??

C: bei der lammkeule 80 grad – bei mäusen hab ich da nicht so DIE erfahrung.

A: mäuse knabbert man vermutl. auf kleine holzspieße gesteckt. vorher aufn grill. fellabziehen nicht vergessen. 😉

T: ach, das Fell brennt doch runter, und die haut wird sicher schön knusprig..so´n bischen wie bei sardienen, da ißt man doch auch alles mit..

A: 70 grad sind definitiv besser!

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Anti Diät Tag by artifischl
6 Mai , 2010, 12:51 pm
Filed under: Essen gehen, Uncategorized | Schlagwörter:

Heute ist 6. Mai und wie ich gerade erfahren habe ist das der Anti-Diät-Tag !!! Also los : Geht essen. Gebt Euch der Völlerei hin ! Fettiges Fleisch und butterige Saucen ! Sozusagen ein echter NULL Diät Tag 😀 !



The Mafia Cook Book by artifischl
5 Mai , 2010, 7:26 pm
Filed under: Dinnerparty, Kochbücher | Schlagwörter: , ,

Eines der aufregensten und am liebevollsten gemachten Kochbücher, die mir in der letzen Zeit unter die Finger kam, ist das sensationelle „Mafia Cook Book“ von Josef „Joe Dogs“ Iannuzzi.

Es handelt sich hier nicht um eine erfundene Geschichte, denn der Autor schwang wirklich über 10 Jahre den Kochlöffel für die Gambino Familie, bevor er von selbiger mit einem Baseballschläger fast zu tode geprügelt wurde.  Also wechselte er rachelüstern die Fronten, wurde vom Mitglied des Mobs zum FBI-Informant, packte in fünf Prozessen als Kronzeuge aus und verschwand im Anschluss augenblicklich  im Zeugenschutzprogramm.

Das kleinformatige Büchlein selbst enthält gerade mal 39 Rezepte, viele sehr original italienisch (from the old country), wohlweisslich das der Autor viel von seiner Gesundheit  aufs Spiel gesetzt hätte, wenn es nicht so wie bei Mama geschmeckt hätte.

Jedes Rezept ist mit einer kleinen Geschichte verknüpft, die erzählt, welche Gangster bei dem jeweiligen Dinner anwesend waren und was sie erzählten, sowie kleine Sticheleien zwischen Joe Dogs und seinen Gästen. Kostprobe gefällig ? (hier aus dem sensationellen Rezept für Veal Marsala):

„Joey, you get back in that kitchen before I eat your f___ing eyes for dinner.“
„Okey Tom, the blue-plate eyeball special for you – everyone else gets the veal.“

„Oh, that’s Frankie’s finger,“ Tommy Agro said at last. „He used to tend bar for me . Whenever I opend up a new joint I put the jar behind the bar, where all the people who work for me can see it. Then I put a small sign that says, This is Frankies Finger. It is here because he stole from his boss. That way any _____ who workes for me will think twice before stealing. If I catch him a second time, they lose their hand. So far I got only one of those. It is in my freezer in New York. Want me to bring it down next time I come, Joey ?“
„Marrone, no!“ I shook my head and edged back into T.A.’s kitchen, on the lookout for more body parts.

In dem Buch gibt es keine Fotos, aber wundervolle Illustrationen von Mafiosis beim Essen und auch vom Essen selbst. Das Buch inspirierte mich, unsere „Bring-Your-Own-Bottle“-Dinnerparty vergangenen Montag unter das Motto „The Mafia Cookbook Dinner“ zu stellen. Uns so gab es folgendes Menü:

Spinach and Eggplant Lasagna with Sundried Tomatoe Sauce

Shrimp Scampi Gambino Style

Veal Osso Buco

Zabaglione

Alles nicht zwingend Gerichte fürs Auge, daher auch keine Fotos, aber der Geschmack war einfach großartig. Die Gäste waren wenigstens teilweise Stilecht mafiös angezogen und ganz „La Familia“-like tischte ich die Gänge in großen Schalen auf und die gefüllten Teller wurden einfach weitergereicht.

Und so bescherte Don Chrisa seiner Familia ein weiteres leckeres Abendmahl.



Spargel & Jazz by artifischl
2 Mai , 2010, 1:46 pm
Filed under: In der Profiküche, Restaurantgeschichten | Schlagwörter: , , ,

Gestern gabs im Restaurant gleich 2 Premieren. Erstens durften wir zum ersten mal ein Konzert veranstalten. Das war großartig, weil mein ursprüngliches Restaurantkonzept sowas wie „Entertained Dining“ vorgesehen hatte, wurde aber damals vom Theaterdirektor abgelehnt, weil er wohl Angst hatte, ich würde dort Motörhead oder so auftreten lassen.

Aber mittlerweile vertraut er mir und so konnte ich ein absultes Spitzentrio engagieren, die sensationelle Smoothjazz-Klassiker zum besten gaben. Ich war den ganzen Nachmittag nervös, weil auf der Hauptbühne mal wieder keine Vorstellung UND auch noch 1. Mai war. Meine Befürchtung, das keiner kommt, war aber gegen 21:00 Uhr hinfällig, denn wir hatten da ein fast volles Restaurant. Und das Publikum war begeistert. Wir machen das jetzt jeden Samstag.

Zweitens gaben wir unsere Spargelpremiere ! Wie hier beschrieben, hatten wir uns 5 leckere Spargelgerichte ausgedacht. Und die Gäste bestellten fleissig. Hier die Renner:

Spargel in Weisswein gedünstet und im Speckmantel gebacken.

Hier versteckt sich der Spargel unter gebackenem Brie-Käse in Blätterteig mit einer Waldbeerenfruchtsauce.

Und mein persönliches Highlight mit einem AHA-Effekt ist das Spargel-Zimt-Sorbet. Erst süss und dann, wenn das Eis im Mund ein wenig geschmolzen ist, kommt der sehr erfrischende Spargelgeschmack durch. Ich könnte wetten, wir sind das einzige Restaurant in Polen, das sowas anbietet. Als Verzierung gibt es süsse Chips von grünem Spargel. Die macht man so:
Mit einem Schälmesser grünen Spargel auf einer Seite abschälen und dann mit dem Schälmesser hauchdünne Scheiben längs abziehen. Auf beiden Seiten mit Puderzucker bestäuben und bei 80 Grad im Ofen so lange backen, bis sie etwas Farbe bekommen und knusprig sind.

Bon Appetit !