Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


PARADE DER KULTUREN by artifischl

von TheEverlastingClub (der einzige der im Moment Zeit findet, den Blog wiederzubeleben)

Nun wird es wieder kalt draussen, da erinnert man sich gerne an den letzten Sommer…

Unter strahlend blauem Himmel und bei allerbestem Wetter fand diesen Sommer wieder die „Parade der Kulturen“ am Mainufer in Frankfurt statt. Diese Veranstaltung ist ein kunterbuntes Fest der Völkerverständigung und ein Mekka für Foodophile Menschen mit grenzüberschreitender Neugier auf Fremdes und Neues. Dieses nicht-kommerzielle Fest wird von privaten Vereinen und Clubs ausgerichtet und die auf vielen anderen Volksfesten unvermeidlichen Standards wie Fischbrötchen, Pommes, Industriegebäck, Ruccola mit Balsamicopampe und kommerziellen Tand&Tinnef sucht man hier glücklicherweise vergebens. Vielmehr möchten die Teilnehmer landestypische und authentische Speisen anbieten, die man sogar in vielen guten Restaurants in dieser Form in Deutschland nicht finden kann. Begleitet wird das alles von viel Musik, Tanz und Folklore.

Wir teilten uns einen Stand mit dem „Malaysia Club Deutschland e.V.“ deren gut gelaunten und bunt bekleideten Mitgliedern wir bereits um 8 Uhr morgens halfen, Zelt und Verkaufsstände aufzubauen.

Nach kurzer Zeit war dann alles für den Ansturm der Massen bereit. Der Club Malaysia hatte jedenfalls ganze Arbeit geleistet : Im Angebot fanden sich neben vielen anderen Leckereien auf Holzkohlefeuer gegrillte, marinierte Satee-Spießchen mit roten Zwiebeln, frischen Gurken und Lontong, einer Art Klebereis, übergossen mit köstlicher, würziger Erdnuss-Sauce, die sich in Aroma und Geschmack ganz erheblich von den zumeist recht süßen Fertigsoßen abhob, die man sonst beim Asiaten um die Ecke bekommt.

Auch die „Curry Puffs“, als Halbmonde ausgebackene Teigtaschen mit einer Gemüse-Curryfüllung konnten sich sehen lassen

, auch wenn solch schwere Mehlspeisen sonst nicht so mein Ding sind.

Da sich Malaysien und Indonesien in vielen Bereichen ähnlich sind, lag es Nahe die Maylaysische Küchenpracht mit ebenfalls selbstgemachtem Indonesischem Essen zu ergänzen. Unsere Freundin Lina machte sich dafür die Mühe in ihrem Garten auf offenem Feuer das berühmte „Rendang Daging“ vorzubereiten, und zwar gleich 12 Kilo davon.

Rendang ist eine Art Curry-Eintopf aus Rindfleisch das mit sehr viel Koskosmilch und Chillies etwa 5 Stunden lang eingekocht wird. Das ist zwar etwas aufwendig, es macht aber auch großen Spaß dem Gericht beim Köcheln zuzusehen, wie es langsam einreduziert und dabei immer besser schmeckt!

Das Rendang wurde dann als Teil eines Gerichtes Namens „Nasi Campur“ angeboten (dem Malaysischen „Nasi Lemak“ sehr ähnlich, siehe Bericht über die ITB Berlin). Der Nasi Campur bestand aus leckerem, frisch gekochtem Reis, Eiern in Chilliesauce, Weiskohl mit grünem Curry, ausgebackenem Kroepoek (Krabbenbrot) und besagtem Rendang. Nicht unbedingt das, was der Hesse mal so zwischendurch nascht. Also nahmen wir uns sehr viel Zeit dafür, dem interessierten Gast die Gerichte zu erklären, und siehe da : Die Hemmschwellen fielen und alle waren sie begeistert! Und wenn es auch extrem heiß war am Samstag, unsere „Laksa“, nämlich köstliche Malaysische Kokos-Suppe (mit Huhn, Garnelen und knackigen Sojasprossen, aufgepeppt mit knusprigen Zwiebeln, abgerundet mit frischem Basilikum sowie Limette!) fand ebenfalls großen Zuspruch. In der prallen Mittags-Sonne genossen und mit echtem indonesischem Sambal nachgewürzt, führte das bei Manchem allerdings zu Hitzewallungen. Der Bierstand nebenan bedankte sich.

Zwischendurch war immer mal Zeit, sich an anderen Ständen umzusehen. Den meisten Spaß hatten wir mit unseren direkten Nachbarn aus Kamerun. Da kam wirklich Freude auf, wie diese vollkommen entspannten Afrikaner auf Holzkohle diverse Fleischspieße und ganze Fische (!) grillten und dazu ebenfalls gegrillte Banane (sensationeller Geschmack) und anderes Gemüse servierten. Und wenn Völkerverständigung doch immer so einfach wäre wie beim Essen : Unsere Freunde aus Malaysien stürzten sich begeistert auf den afrtikanischen Fisch.. um diesen dann mit ihrer malaysischen Chilliesoße zu würzen! (was toll geschmeckt hat). Bemerkenswert auch dieses T-Shirt für Fischfreunde :

Bitte verzeiht das nicht zu allen Speisen Fotos da sind, aber aufgrund der Food-Ekstase vergaß ich mitunter das man das Zeug ja auch fotografieren kann. Aber wenn man mit seinen absoluten Leibgerichten ( also Fisch, Fleisch & Gemüse vom Grill & Asiatische Aromen) förmlich zubetoniert wird, tritt die Arbeit leicht in den Hintergrund.

An anderen Ständen wurde echter marokkanischer Cous Cous angeboten, weitere Spezialitäten aus Afrika, Griechenland, der Türkei, China und dann hab ich sogar ein ganz tolles POLNISCHES Gericht entdeckt, nämlich das fantastische BIGOS! (Vielleicht schreibt der artifischl ja mal was über Bigos?). Bis zum Anschlag abgefüllt machte dann auch der Blick auf Frankfurts schönstes Ufer, über den Main auf den Eisernen Steg und die Dreikönigskirche, Freude.

und auf die zufriedenen Besucher.

Hot people, hot weather, hot food. Einfach nur klasse.

In diesem Sinne
The Everlasting Club

Der Autor lebt in Frankfurt und findet dies, zumindest im Sommer, auch sehr spaßig. Weniger Spaß bereiten ihm Ruccolasalate mit Balsamicopampe.


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