Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Wenn sich 4 Köche zeigen, was sie drauf haben by artifischl
9 März , 2009, 6:19 pm
Filed under: Food-Dealer, Kochfreundin Susi, Zu Hause gekocht | Schlagwörter: ,

Heute Abend werden sich bei mir noch 3 weitere Personen einfinden, und jeder wird für die anderen 3 einen Gang kochen. Was die anderen vorbereitet haben wissen wir nicht. Ich habe lediglich koordiniert, wer Vor- und wer Nachspeise macht und wer die beiden Zwischengerichte kocht.

Mit von der Partie:
– Wurstjan, mein Salamigott (hab hier mal nen Artikel über ihn geschrieben)
– Susi, meine berliner Koch- und auch sonst gute Freundin
– Phillip, Profibarmann, sensationeller Hobbykoch und Gastronaut und mein Top-Helfer bei Dinnerparties
– Na und icke

Der Ort des Geschehens vor der großen Sause:
vor-dem-gelage

Ich werd dann berichten wie es war (wenn ich nicht wieder vergesse, vor lauter Genuss ein paar Fotos zu schiessen).

Uups, jetzt aber schnell, das Speck-Zwiebel-Rosmarienbrot muss aus dem Ofen…



Food-TV-Sonntag der Grausamkeiten – Promi-Dinner, Anthony Bourdain und Andrew Zimmern by artifischl

Es hat sich ja an den letzten Sonntagen eingebürgert, das Susi und ich gemeinsam einen Food-TV Abend bestreiten und davor oder dabei was leckeres auf den Tisch zaubern. Ich kam gerade aus Polen und brachte Sauerkraut gefüllte Piroggi aus dem Restaurant mit, die Fix zubereitet und wirklich lecker gewesen sind – was dann aber auf dem Bildschirm folgte, reichte von langweilig und unkomisch über fremdschämen bis wiederlich.

Im Promi-Dinner kochte Rosa von Praunheim Brenesselsuppe, Kuheuter, und eine Schokomousse, die er in Wurstform in Fressnäpfe drückte. Diese Szene wurde bereits eine ganze Woche auf V.OX getrailert, aber wer hoffte, etwas skandalöses oder komisches zu erleben, der wurde heftig enttäuscht. Die ganze Folge war so aufregend und Skandalös wie Fasching im Altersheim. Und einmal mehr hatte ich das Gefühl, das hier b- und c-Promies versuchen, Ihren Bekannheitsgrad aufzupolieren. Selbst Rosa, den ich eigentlich für seine charmanten Öffentlichkeitsauftritte schätze, wirkte hier so gewollt komisch, das er mir kaum ein lächeln über die Lippen zaubern konnte. Da halfen auf seine dauernden Offenbarungen nicht, das er die ganze Zeit Pupsen muss. Das überraschendste war eingentlich, das Rosa wegen seiner Gastgeberqualitäten dann doch noch den 2ten von 4 Plätzen belegte.

Umschalten auf D-Max. Unser Lieblingschef Anthony Bourdain war in Namibia im Busch und aß ein Straussenrührei, das 30 Minuten im Dreck mit heißer Glut bedeckt gebacken wurde. Bisschen die Erde abklopfen, die vorher scön ins Ei reingerührt wurde, und viel Spass mit knirschenden Zähnen. Als Hauptgang folgte der Anus und die grün belegte Zunge eines Warzenschweins und zum Nachtisch gab es Käfer. Mir ist schon klar, das man als Gast in fremden Ländern die Gastfreundschaft annehmen sollte und auch bereit sein muss, mal was neues zu probieren. Aber muss man wirklich jeden Mist probieren ? Ich weiss auch ohne Probieren, das ich zum Beispiel vergorenen Fisch nicht mag. Aber für die Kamera machen viele Leute vieles. Und was sagt das über die Zuschauer aus ? Warum sehen wir uns das an, wenn jemand etwas isst, das eigentlich ungenießbar ist wärend er dabei den fürchterlichen Gestank des „Lebensmittels“ beschreibt ? Ich hätte zu gerne mal einen Zusammenschnitt der Takeouts um zu sehen wie „Mutig“ Bourdain wirklich ist und wieviel von dem was er da in sich reinstopft, nochmal durch den Kopf gehen lässt.
Getoppt in seiner Wiederwärtigkeit des Effekterhaschens wird so etwas eigentlich nur noch in Reportagen über XXL-Restaurants. Da ist doch der einzige Aufhänger der Lacher über die Großen Augen des Gastes, wenn er sein Riesenschnitzel, sein 5-Literglas Cola oder sein 2 Kilo-Hamburger serviert bekommt und schon weiss, das er das noch nicht mal im Ansatz schaffen wird. Haha. Lustig. FÜr diesen unglaublich witzigen Spass werden Tonnen von Lebensmitteln weggeschmissen oder bestenfalls zum Mitnehmen eingepackt. Das reicht dann für die nächsten 5 Tage. Habt Ihr schon mal 5 Tage alten Hamburger aufgewärmt ? Schmeckt voll super. Ohne allzusehr den Moralischen raushängen zu lassen: Es gibt auch in Deutschland einen nicht unerheblichen Anteil an Menschen die nicht genug zu essen haben, die gezwungen sind, sich von Lebensmittel-Spenden zu ernähren. Unter dem Hintergrund finde ich jede Form von sinnlosen Megaportionen und Fressrekorden eher pervers. Ich Ess mich ja auch mal gerne durch eine Speisekarte, und esse mehr als es notwendig ist, aber das Zeug wird wenigstens nicht weg geworfen sondern landed auf meinen Hüften.

Nach Bourdain gab uns eine Folge von dem Allesesser Andrew Zimmern den Rest. Noch so ein Sendungskonzept das darauf ziehlt, das wir uns ekeln. Weil es uns ungewöhnlich erscheint. Andrew ist auf den Philippinen und verspeist 17 Tage halbausgebrütete Enteneier, sowie gegrillte Kücken, dessen Schnäbel angeblich eine Delikatesse sind. Eine Esskultur, die darauf baut, alles zuzubereiten was nicht giftig oder einfach nicht essbar ist (Steine ?), ist grundlegend zwar lobenswert, weil nichts verschwendet wird. Macht es mich zum Kulturbanausen, wenn ich nicht alles probiere was irgend jemand irgendwann mal zubereitet hat ? Oder hat gutes Essen einfach keinen Sendewert ?



Achtung ! Lasagne-über-den-Kopf-schütt-Gefahr ! by artifischl

Gestern habe ich Susi & Jana in die Metro begleitet. Da mich deren Einkäufe in der Büroartikelabteilung etwas langweite, entschwand ich in die Gastro-Küchenabteilung, um mir dort die schönen, sündhaft teuren Profi-Edelstahl-Geräte anzusehen.
Ich bleb an einem Konvektomaten stehen (das ist so eine Art Backofen in Groß für die Restaurantküche), der meine Aufmerksamkeit erregte. Denn er war laut einem Display eingeschaltet und auf 100 Grad. Innen Brannte auch Licht. Aber glauben konnte ich das trotzdem nicht so ganz, da eingerschaltete Konvektomaten Ventilationsgeräusche – ähnlich einem Server – von sich geben. Nun, sowas lässt sich leicht kontrolieren, indem man das Ding einfach öffnet.
Meine Vermutung war richtig. Der Kovektomat besitzt anscheinend sowas wie einen Präsentationsmodus, der bei normaler Stromzufuhr funktioniert und Hitze gibts dann nur für Starkstrom.

Allerdings enteckte ich beim Öffnen dieses wunderbare Piktogramm, ich liebe ja aussergewöhnliche Piktogramme und Verkehrsschilder, besonders dann, wenn sie viel Spielraum für Interprätationen zulassen, was sie eigentlich bedeuten sollen. Hier meine Assoziationen:

Achtung ! Lasagne-über-den-Kopf-schütt-Gefahr !

Bitte keine Speisen aus dem Ofen entfernen (führt zu Garantieverlust !)

Mindestgröße zur Ofenbedienung: 1,80 Meter

Wie ist Deine Assoziation ? Bitte als kommentar posten. Der Autor, dessen Idee mir am Besten gefällt, darf zum Essen komen !



Mal sehen, was noch da ist…Part II by artifischl

Mal wieder mit Susi zusammengeschmissen, was unsere Kühlschränke an einem Sonntag hergaben. Freundin Jana wunderte sich zu Recht, da Susi und ich uns am Telefon gegenseitig bestätigten, das wir eigentlich nichts mehr zu Hause haben. Aus den „nicht vorhandenen“ Zutaten bastelten wir ein 3-Gange-Menü.

Gratinierter Ziegenkäse auf Kartoffelcarpaccio
an Frühlingszwiebel-Apfel-Ruccola-Salat

Prosecco-Risotto
mit Pangasius Filet und rotem Basilikum-Rand

Caramellisierte Feigen
auf Apfel Sahne-Creme

Dies verspeisten wir während unseres neu eingerichteten „Sonntags-Food-TV-und-Fress-Abend“. Dabei wird Promidinner oder Kocharena geschaut, ab 22:15 dann im Wechsel mit Antony Bourdain auf DMAX.

Als Tip: Das nächste Promidinner nicht verpassen ! Rosa von Praunheim serviert irgendwas das wie Hundekacki aussieht in Fressnäpfen und da es mir persönlich vergönnt war vor vielen Jahren für Rosa zu arbeiten, kenne ich seine Unglaublichen Gastgeber/Entertainerqualitäten dessen Banfbreite von zuvorkommend bis Ekelhorror reicht.
Sicher wird das die Ultra-Langeweile-C-Promi-Zusammenkunft der gestrigen Sendung mit Leichtigkeit in den Schatten stellen.



Diät versus Langzeit-EKG versus Curry 36 by artifischl
20 August , 2008, 1:22 pm
Filed under: Essen gehen, Food-Talk, Kochfreundin Susi | Schlagwörter: , , , , ,
verkabelt

verkabelt

Ich bin verkabelt – I am a Cyborg but thats ok. Im Zuge meiner Herzschwäche bekomme ich alle 6 Monate für 24 Std. ein portables EKG-Gerät, wofür an verschiedenen Stellen der Körper mit einem trockenen Einwegrasierer enthaart wird (und sich an den Stellen fast augenblicklich rote stellen, Hautausschlag oder Pickel bilden). Und es werden Messdioden aufgeklebt. Ein AUfzeichnungsgerät der Herzfrequenzen schleppt man mit sich rum, ist eigentlich nur beim Schlafen etwas nervend.

Nachdem ich die letzten Tage exessiv gefressen und ca. 5 kg zugenommen hatte, wollte ich eigentlich mal FREIWILLIG Diät halten, bis sich der Bauch sozusagen „zurückgedehnt“ hat. Ich also heute morgen ganz gesundheitsbewust eingekauft – Salat, Fettarme Milch, Kein Bacon, Keine Chips, Nix Süßes, Light-Mozarella (sic!), und mir vorgenommen, mal ne Woche ganz gesund und in Maßen zu Speisen und auch keinen Alkohol zu trinken. Aber dann fragte ich mich, ob das überhaupt gut is, wenn ich heute anfange gesund zu leben: verfälscht das nicht total das Testergebnis meines Herzens ?

Als hätten das die Leute gerochen, bekomm ich ne Einladung zum Geburtstag für heute Abend per SMS und auf Skype fragt mich mein Kochfreundin Susi, ob ich heute Abend mit ins Curry 36 gehe (Berlins berühmte Currywurstbude) , die sie Ihren Gästen zeigen möchte. Das Curry 36 liegt schräg gegenüber vom Mehringhof, in dem die Geburtstagsparty stattfindet. DANKE, FREUNDE ! Naja, vielleicht schaff ichs ja, die Pommes wegzulassen (Gewissen tätschel).

NACHTRAG:
Wie Susi im Comment (siehe unten) erwähnt hatte, hab ich KEINE Pommes bestellt: Hier das Beweisfoto:

Uuups, wo kommt den die 2te Wurst her ?