Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Verheiratet by artifischl
14 März , 2010, 10:32 pm
Filed under: Liebe

Ich ziehe meine Jacke an und möchte die Wohnung verlassen, um wie JEDEN Tag ins Restaurant zu fahren.

Meine liebste: „Wohin gehst Du ?“
Ich antworte scherzhaft:  “ Ich verlasse Dich und gehe zurück zu meiner Frau und meinen Kindern“
Meine liebste: „Aaah, Du meinst Dein Restaurant und Deine Angestellten“

Daran hatte ich bei meiner Antwort garnicht gedacht. Aber wahr ist es schon irgendwie. Vielleicht ein guter Titel für ’ne neue Sitcom:  Ich heirate ein Restaurant !

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Heute werde ich 3 by artifischl
2 November , 2008, 1:22 am
Filed under: Krank, Liebe, Passion | Schlagwörter: , , , , , ,

Nein, nicht mein Blog, auch multipliziere ich mich nicht durch Geburten oder so, sondern nach der neuen Chris-Wiedergeburtsrechnung meiner Mutter habe ich sozusagen Geburtstag. Ich hatte vor 3 Jahren, am 1.11.2005 ein Kammerflimmern, das in meinem Fall zu einem (überlebten) plötzlichen Herztot führte. Glück im Unglück: Ich befand mich in dem Moment in Gesellschaft unter anderem eines Kollegen, der 2 Tage zuvor seinen Erste-Hilfe-Kurs aufgefrischt hatte und den Telefonanweisungen des gerufenen Notarztes perfekt folgen konnte. Letzterer verpasste mir mit dem DEFI mehrere Schocks, die meine Atmung immer wieder aktivierte, aber meistens nicht besonders lange anhielt. Nach knapp 2 Stunden sagte der Arzt:“Wir starten noch einen Versuch, dann brechen wir ab“. Das ist Ärztedeutsch für: „Wir geben auf.“ Zur Ehrenrettung des Arztes muss ich aber bemerken, das er mich schon wesentlich länger am Leben hielt, als das normaler Weise bei so einem Fall üblich ist.
Ich muss den letzten Wink mit dem Zaunpfahl gespürt haben, denn ich Atmte schwach und konnte stabilisert werden indem man mich für 12 Tage in ein künstliches Koma versetzte. Bestimmt habt ihr davon schon mal gehört: Fussballer kippen einfach auf dem Platz um ( http://de.wikipedia.org/wiki/Pl%C3%B6tzlicher_Herztod_bei_Sportlern ). Das war bei mir ungefähr das Selbe. Warscheinliche Ursache: Herzmuskelentzündung. Sowas kann passieren, wenn man ne Grippe verschleppt, weil man „keine Zeit hat“ um Krank zu werden. Der Körper wird dann auch nicht Krank, aber der Virus verschwindet nicht einfach. er setzt sich einfach irgendwo hin und wartet, bis er was anrichten kann. Das Immunsystem ist besonders gefärdet, wenn man total enspannt ist. Lustig oder ? Und nachdem ich damals Mister Oberstress mit 7 Jobs und wenig Schlaf und zuviel Kiff und Alkohol war, mir aber erlaubte ein Gang runterzuschalten, sagte das Immunsystem: „Super, Feierabend, ich komm morgen wieder !“ Und der Virus witterte seine Chance !

Bevor jetzt Ärzte, Hobbybiologen, Psychologen und wer immer sich dazu berufen fühlt gegen meine Aussagen Amok zu laufen sei gesagt, das ich keinen Anspruch auf medizinische Korrektheit meiner Darstellung hege, ich erkläre mir meine Geschichte so, resultierend aus vielen Aussagen meiner Ärzte, Freunde, Homöopaten, Familie und meiner eigenen Sicht, wenn ich mich selber und meine Vergangenheit betrachte.

Ich habe seit dem mein Leben geändert: Ich gehe nur noch einer Arbeit gleichzeitig nach. Ich bin besonnen. Ich habe das Rauchen aufgehört. Ich übe mich gelegentlich in Selbstlosigkeit. Ich vermeide Jähzorn. Ich rege mich kaum noch auf, das lohnt sich eigentlich nie. Ich sehe die Welt mit anderen Augen. Ich weiss, was Freundschaft ist. Ich weiss wer meine Freunde sind. Ich lebe in der Gegenwart.

Und heute Abend gehe ich mit meiner liebsten ganz schick aus und wir werden ein bisschen feiern, das ich noch da bin und uns den ganzen Abend romantische Dinge zuflüstern. Ihr solltet sie sehen, wie sie sich zurecht gemacht hat, was sie an hat und wie unglaublich  sexy sie aussieht ( Waa-Waa-Wee-Waa) . Ich bin echt ein Glückspilz !

Danke:

– Alle bei Vektor, ohne die ich heute nicht mehr da wäre.
– Meinem Notarzt und meinen Pflegeern auf der Intesivstation.
– Sarah für Deine Wochenlagen fast täglichen Trips nach Köpenick, ohne Deine Besuche wäre ich warscheinlich nach meinem Koma an Langeweile verreckt.
– Ro, Tage, Nati, Steve, das Ihr alle sofort da gewesen seid.
– Tina für professionellen Beistand, Dich hab ich in der Komazeit glaube ich als einziges wahrgenommen.
– Robby;Maria und Tamo fürs reinschmuggeln bester Italienischer Salami.
– Alle Spender aus der Bar 11, sodaß ich meine Miete weiter Zahlen konnte.
– Meine Krankenhausbesucher: Ricarda, Birgit & Janchris, Jan, Myrta,Indigo, Esther, Michou,  und alle die für mich da waren und die ich hier nun vergessen habe !