Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Polnischer Käse ? by artifischl
5 Juli , 2011, 2:44 pm
Filed under: Food-Dealer, Polen, polnische Küche | Schlagwörter: , , , ,

Zugegeben, ich dachte bisher nicht an polnische Produkte, wenn ich für eine vielfältige Käseplatte einkaufen ging. Auch nicht hier in Polen aber das sollte sich durch 2 Veranstaltungen grundlegend ändern.

Im Mai veranstalteten wir in Cooperation mit dem Slowfood Convivium Großpolen eine Genussreise für Berlin/Brandenburger Slowfood Mitglieder.

Unser erster Tourstop war der ehemalige LPG-Hof der vor ein paar Jahren von Marek Grądzki angemietet wurde und Stück für Stück als Biobauernhof wieder hergerichtet wird. Neben einer Kapaunzucht (von denen es nur 2 Stück in Polen gibt) hat sich Marek auf die Produktion von Ziegen- und Kuhmilchkäsen spezialisiert.

Als wir aus dem Reisebus stiegen fühlten wir als wären wir gerade mit einer Zeitmaschine 100 Jahre in die Vergangenheit gereist.

Auf dem sehr weitläufigen Hofgelände liefen, Pferde, Ziegen, Gänse und weiteres Gefieder frei herum, auf einer angrenzenden Grünen Wiese grasten die Kühe und in der großen Scheune grunzten die jungen Ferkel . Auch junge niedliche Lämmer können wir bestaunen. Ein echter Bilderbuch-Bauernhof ! Und ein nahezu geschlossenes Ökosystem. Alles was Marek zu sich nimmt, kommt vom eigenen Hof. Es dämmerte uns also schon, das auch die Produkte – fern von jeglicher Industrieproduktion- unter Verwendung hauseigener Zutaten ebenfalls aussergewöhnlich sein müssen.

Und Marek enttäuschte uns nicht. Er produziert wöchentlich gerade mal 25 Kilo Käse und Zeigt sich experimentierfreudig. So gibt es neben Ziegenkäsen verschiedener Reifdauer einen wunderbaren Kräuterkäse, oder einen roten Paprika-Käse, der in seiner hervorragenden Ausgeglichenheit zwischen mild und scharf seinesgleichen sucht.

Im Hintergrund natürlich keine Milchkuh sondern der sehr potente Zuchtbulle

Marek erklärt uns, was den Geschmack des Käses so samtig werden lässt. Die Kühe bekommen auf der Wiese neben dem Gras auch eine Menge Kräuter mit und keine Futterzusatzstoffe oder Antibiotika trüben die Mahlzeiten der Tiere. Und die Kühe danken es ihm: Die gewonnene Milch hat einen Fettanteil, der weit über dem Durchschnitt normaler Milchkühe liegt und das glückliche Kühe bessere Milch geben ist sowieso klar 🙂

Ausserdem bekamen wir bei der Verkostung auch etwas von Mareks sensationellem Kapaun zum probieren, aber das ist eine andere Geschichte, hier soll es ja um Käse gehen. Marek gibt seinen Käse garnicht in den Handel, Gastronomen und Fans reisen von weit an, um einige seiner Schätze zu ergattern. Nur wenige Wochen später sollte ich Marek und seinem Käse wieder begegnen.

Unser Freund, Slowfoodmitglied und Food-Impressario Wojtek Lewandowski, der auch für das Programm unserer Slowfood-Tour verantwortlich war, veranstaltete zum ersten mal ein 2-tägiges Käsefestival in dem kleinen Ort Turek. Das Wojtek diesen Ort auswählte war interessant – Turek ist den Polen eigentlich nur als Hersteller von Industriekäse bekannt, den man in JEDEM Supermarkt in Polen kaufen kann ! Aber vielleicht war seine Idee auch, daß die Besucher vor Ort probieren und vergleichen können und das der Biokäse (zumindest beim Hersteller erworben) kaum teurer aber immer besser im Geschmack ist ! Zusammen mit Gastro-Kollegen Piotr und der Liebsten machte ich mich also auf den Weg nach Turek.

Piotr präsentiert Mareks Käse in Turek

Gleich am Markteingang begegneten wir Marek wieder und wir mussten uns richtig ranhalten, noch ein paar Stücke zu ergattern, denn erwartungsgemäß waren seine Vorräte nach dem ersten Festivaltag bereits so stark geschrumpft, das von einigen Sorten nur noch kleine Stücke übrig waren.

Oscypek

Ein weiterer, in Polen bekannter und beliebter Käse ist der „Oscypek“, ein elastischer geräucherter Harkäse aus Schafsmilch, der nur so genannt werden darf, wenn die Schafsbauern (und die Milch) aus der Bergregion um Sakopane kommen.
Im ganzen Land wird der Käse in Scheiben geschnitten und gegrillt auf Märkten und Volksfesten angeboten. Die Polen schwören drauf. Ich finds geschmacklich sehr lecker, aber die Konsistenz ist nicht so meins.

Leider gibt es kein Foto von einem ganz jungen fluffigen Käse, den wir ebenfalls verzehren durften und der mit Mohn und mit Honig gereicht wird. Dieser Käse quitschte ein bisschen lustig beim kauen, war aber alles andere als Gummi und auch ein Hochgenuss.

Aber auch andere Hersteller konnten bei uns geschmacklich punkten.

Zum Beispiel mit diesem milden Ziegenkäse von ganz anderer Konsistenz. Mir ist aufgefallen, daß die meisten Produzenten garkeine alten Bauern sind, die seit Generationen Ihren Käse nach traditionellen Familienrezepten herstellen, sondern durchaus junge individualisten und Abenteurer, die die Liebe zu lokalen Produkten und deren Qualität entdeckt haben und stolz  auf die Ergebnisse ihrer entwickelten Zubereitungsarten sind.

Ich würde mich freuen, wenn dieses Festival weiter wächst und auch internationale Foodies anlocken könnte, die neugierig geworden sind. Der polnische Käse hat es verdient, entdeckt zu werden !



Wie wir in der Kuchnia Chrisa unser Lamm zubereiten by artifischl
3 Juli , 2011, 3:17 pm
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Im Restaurant haben wir im ersten Jahr unseres Schaffens nie Lamm zubereitet, einfach aus Ermangelung einer wichtigen Zutat zu einem akzeptablen Einkaufspreis in Polen: Dem Lamm selbst ! Im Großmarkt gab es nur TK-Lamm, egal ob aus Neu Seeland oder aus Polen – der Preis lag bei 80-100 zl pro Kilo, also etwas 25 Euro. Ich habe also mein liebstes Fleisch garnicht erst auf die Karte gesetzt, ich hätte es sonst für einen Preis anbieten müssen, den kein polnischer Gast zu zahlen bereit gewesen wäre.

Vor 4 Monaten gab mir dann ein befreundeter Gastronom die Info, das er mir Lamm besorgen kann. Nicht nur aus der Region, sondern auch noch Bio UND dazu zu einem Preis von 28 zl, also etwa 7 Euro je Kilo. „Ein Viertel des Preises“, dachte ich, „da bin ich auf Berliner Preisniveau und habe auch noch zusätzlich Bioqualität, Sensationell“. Machbar ist das, weil ich direkt vom Hersteller kaufe, also der ganze Zwischenhandel wegfällt und ich mindestens ein halbes Lamm am Stück kaufe(n muss).

Da ich Lammkeulen schon gefühlt über 100 mal auf verschiedenste Art zubereitet habe, war ich der Meinung, mir macht da so schnell keiner was vor. Stimmt auch, aber heute benutze ich eine Zubereitungsart, die von meinem Koch Dominik stammt und auch hochgradig lecker ist. Ich habe lediglich bei dem Gericht beigesteuert, das ich unbedingt bittere Schokolade in der Sauce haben möchte, und Dominic murrte aber parierte.

Man braucht:

– Eine Lammkeule
– 1/2 Kilo Himbeeren
– 10 Zweige Rosmarien
– 1 Flasche Rotwein – Fruchtig aber trocken (hier entscheiden ganz Eure vorlieben)
– 30 gramm dunkle Schokolade
–  Salz/Pfeffer
– Großer Topf mit Deckel

Wenn alles da ist, wird die Zubereitung zum Witz. Di Keule vom groben Fett befreien, aber immernoch genug für den Geschmack dran lassen. die Keule mit der Hälfte der Rosmarienzweige spicken, mit groben Meersalz und frisch gemahlenem Pfeffer einreiben. In den Topf, mit Rotwein übergießen und die Himbeeren drüber geben. Die restlichen Rosmarienzweige herum drappieren. Zum schluss die Schokolade über das ganze reiben. Deckel drauf und ab in den Ofen !


Jetzt werden meine Anweisung waage. Ich arbeite mit einem Dampfgarer, benutze feuchte und konventionelle Hitze gleichzeitig, bei 128 Grad für 4 Stunden. Ich drehe die Keule ein mal pro Stunde. Alles ist fertig, wenn das Fleisch locker vom Knochen fällt.  Einfach experimentiern ! Wer will, passiert die Sauce durch ein Sieb, reduziert die Sauce und bindet mit kalter Butter oder Mehlschwitze. Und ein bis 2 weitere Stücke Schokolade sind auch nicht Verkehrt !

Unendlich stolz hat mich das Urteil einer Gästegruppe des Slowfood Conviviums Berlin-Brandenburg gemacht, für die ich eine Genusstur Großpolen im Mai organisierte. Die einhellige Meinung war, daß es das beste Lamm war, was ihnen bisher vorgesetzt wurde 😀



Katzen blind malen by artifischl
30 Juni , 2011, 5:11 pm
Filed under: Uncategorized | Schlagwörter:

Sagte ich bereits, das ich Katzen mag ? Und auch wenn mein alter Kater noch so nervt, hab ich ihn doch sehr lieb. Auch dann noch, wenn er beim kacken das Klo nicht trifft. Kürzlich sah ich auf ner Website in MS-Paint gemalte Katzen, sehr witzig, da diese mit verbundenen Augen gemalt wurden. Hört sich nach einem Kindergeburtstags Spiel an, ist es warscheinlich auch, macht aber auch erwachsenen Spass. Da meine liebste und ich aber den Balkonesstisch nicht verlassen wollten, benutzten wir statt MS paint voll Oldschool-like Papier und Filzstift.

Meine Katze ist schon ganz nett geworden und ich war erstaunt, das ich die Proportionen halbwegs erkennbar hinbekommen habe:

und dann war meine Liebste dran. Und IHRE Katze ist nicht nur Picasso-eske, sondern auch wahnsinnig komisch.

Wer nicht glaubt, daß das Spass macht, einfach mal ausprobieren !



Filme die auch beim 100. mal ansehen nicht langweilig werden by artifischl
29 Juni , 2011, 7:57 pm
Filed under: Film | Schlagwörter: , , , , , ,

Gestern habe ich zum x-ten mal einen Film gesehen (Titel weiter unten in den Top 5), der mich darüber nachdenken ließ, das wir Lieblingsfilme haben die wir bis zum erbrechen und darüber hinaus sehen können. Teilweise so oft, das wir die Dialoge mitsprechen und den Tonfall perfekt immitieren können.

In meiner Teenagerzeit beschränkte sich sowas natürlich auf billige Kopien von VHS-Kasetten, ich hatte als 16-Jähriger die ganzen Sommerferien gejobbt und mir eine neue Stereoanlage und einen gebrauchten Fernseher und Videorekorder von dem hart verdienten Geld geleistet. Und damals zählten natürlich Filme wie Star Wars, Indiana Jones, Blues Brothers und Life of Brian, sowie die Teeniekomödien L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn und Pretty in Pink  (beide vom leider verstorbenen Teeniekomödienmeister John Hughes) zu den Dauerbrennern. Die Kassetten waren so ausgenudelt, der Mono-Sound ultramies, aber auch Bildstörungen und gelegentliche Bandsalate sowie fürchterliche Bildauflösung ließen uns nicht davon abbringen, diese Filme immer wieder zu sehen. Manchmal denke ich darüber nach, wieviel Zeit ich für anderes hätte nutzen können, wenn ich diese Filme nur ein oder zwei mal gesehen hätte. Aber warscheinlicher bewegen sich die „views“ der einzelnen Filme in Regionen 20, 30 oder 40 mal. Dazu kommt dann noch ein ganz intensiver TV Konsum, als ich noch zu Hause lebte, hatten wir gerade mal 3 Programme aber es wurde als Kind jeder Mist geschaut, um die Zeit zwischen „besseren“ Kinder- und Jugendsendungen zu füllen.

Aber zurück zu den wirklich GUTEN Filmen: Natürlich hat sich mein Geschmack mit den Jahren entwickelt, ich bin anspruchsvoller geworden, habe selbst einige Jahre in dem Business gearbeitet und obwohl ich eine beachtliche DVD-Sammlung mein Eigen nenne, gibt es gibt es einige Perlen, an denen ich mich wirklich nicht satt sehen kann.

Auf Platz 5:
Ferris macht blau

Dieser Film ist einer DER Filme, die ich schon in meiner Jugend so oft wie möglich sah, und es bis in die heutige Zeit geschafft hat. Schon hier beweist Matthew Broderick sein Riesentalent als Komödiant und irgendwie wollten wir alle sein wie Ferris. Genial auch Charlie Cheen in der Szene in der Polizeistation. Wenn man sich Nachrichten über ihn heutzutage ansieht, muss man zwangsweise zu dem Schluss kommen, das ihm in konstant gleichbleibender Lebensweise keiner was vormacht. Er hat immer nur sich selbst gespielt.

Auf Platz 4:

Tampopo

Der Trailer ist im Original, den Film gibt es ab 7 Euro mit deutscher Synchronisation bei Amazon. Gesehen habe ich den Film 1990 im Moviemento-Kino in Kreuzberg. Damals dachte ich, ich wüsste ein wenig über Asiatische Küche bescheid. Worum geht es ? Im Grunde ums essen. Der Film öffnete mir die Augen, was asiatische Kochkunst angeht und daß das, was wir in Europa bis zum Ende der 90er Jahren vorgesetzt bekamen, nicht wirklich Asiatisches Essen war, sondern eine europäische Idee, was Asiatisches Essen ist. Der Film bettet in die Rahmenhandlung (eine junge Küchin versucht in vielen Abenteuern herauszufinden, wie man die perfekte Nudelsuppe zubereitet) viele kleine Kurzgeschichten ein die alle unterschiedliche Formen der Nahrungsaufnahme im soziokulturellem Kontext betrachten. Ich war der Meinung, der Regisseur ist volkommen durchgeknallt, aber mit der Zeit verstand ich mehr und mehr, daß der Film ein kaum übertriebenes Abbild der Japanischen Gesellschaft ist. Empfehlenswert für jedermann, für Foodies ein MUSS  !

Auf Platz 3:

Good Fellas – 3 Jahrzehnte in der Mafia

Der Beste Schauspieler der  Welt ( deNiro), der beste Kameramann (Ballhaus) und einer der genialsten Regisseure (Scorsese) – was will man mehr. Auch beim 10ten mal schauen entdeckt man Kleinigkeiten, Kamerafahrten und Ausstattungsdetails die mit so viel Liebe in Szene gesetzt wurden, dass man als Filmfreak nur niederknieen kann.  Das ganze begleitet von einem Soundtrack mit einem Kaleidoskop aus 3 Jahrzehnten Musikgeschichte. WOW !

Auf Platz 2:

The Producers

1968 zu beginn seiner Karriere schuf Mel Brooks einer wenig beachteten, da streckenweise sehr langatmigen Film, in dem ein Broadwayproduzent und ein Buchhalter versuchen, ein erfolgloses Musical zu produzieren, da unter Anwendung gewisser Rechenspiele ein Flop mehr Geld einbringen kann als ein Hit. Nach nächtelanger Suche und Durchforstung schrecklicher Skripte finden sie das Exposee von Franz Liebkind mit dem Titel „Springtime for Hitler“ …

Das Thema ließ Brooks wohl nicht mehr los und er wandelte den Film in ein Musical mit mehr Songs um und landete einen der größten Broadwaymusicals aller Zeiten. Das Musical gewann 12 Tonyawards (von 15 Nominierungen) und war das erste Musical, das in alloen Kategorien gewann, in denen es nominiert wurde.

Nachdem Riesenerfolg war klar, daß es auch eine neue Filmfassung geben muss. Und diese ist somit kein Remake von 1968, sndern eine Filmfassung der Musicalversion. Und erst bei verfassen dieses Artikels wird mir bewusst, das in 2 Filmen Matthew Broderik als Hauptdarsteller auftaucht.Hier trifft er mit seinem Humor voll ins Schwarze. Zusammen mit einem stimmgewaltigem Nathan Lane und der unfassbar sexiest actress Uma Thurmann bekommt man eine Komödie geboten, bei der jede Szene ein Kracher ist. SEN-SA-TIO-NELL.

UND NUN DIE NUMMER 1 !

Der Film, der mich inspirierte, diesen Artikel zu schreiben. Gestern erhielt ich ein Geschenk, ein Buch, eine Bedienungsanleitung, ein Fanguide, eine Biebel zu dem wohl grooooßartigsten Film bisher.

The Big Lebowski

Soll ich was dazu sagen ? Ich glaub, ich muss. Zu allererst ist Jeff Bridges wohl der unterbewerteste Schauspieler unserer Zeit. Egal ob in The fabolous Bakerboys,  König der Fischer, oder sogar TRON – der Mann kann alles spielen und die Rolle des Jeff Lebowski ist ihm in der Tat auf den Leib geschrieben.

Die Coen Brothers als Regisseure: Wenn ich die gleiche Liste in 10 Jahren schreibe, dann werden warscheinlich 5 von 5 Filmen aus deren Feder stammen.  Und warscheinlich wird dann Burn after Reading dabei sein. Ich liebe alles, was die gemacht haben (vielleicht mit Ausnahme von Raising Arizona) und verfolge deren Schaffen seit Baron Fink intensiv.

Ein großartiger John Goodman und ein sensationeller John Toturro alias „Jesus“ komplettieren dieses Meisterwerk. Kein Film lässt mich zu mehr Zitaten im täglichen Sprachgebruch hinreissen. Und auch die weniger alltäglichen Dialoge sind der Wahnsinn: „Ich lutsch Deinen Schwanz für 1000 Dollar !“ – „Na, da werd ich mal sehen, das ich einen Geldautomat finde“

Wer den Film nicht kennt, lässt alles stehen und liegen und besorgt sich den. Ausleihen, downloaden, what ever.

Und was könntet Ihr ewig sehen ???



Mal wieder was schreiben by artifischl
27 Juni , 2011, 8:16 pm
Filed under: Bloggerei | Schlagwörter:

Gestern saß ich bei einem unpasteurisiertem Becher Bier in polnischen Turek auf einem Käsefestival und erinnerte mich an meine aktive Bloggerzeit.

Da hätte ich nach so einem Tag sofort Bilder hochgeladen, einen Artikel verfasst und in allen zu Verfügung stehenden sozialen Netzwerken auf meine exibitionistische Selbstdarstellung  hingewiesen (und auch diesen Artikel werde ich wohl auf FB verlinken).

Wenngleich die Flut an  Erlebnissen die Artikelanzahl in diesem Blog in den letzten Monaten locker hätte verdoppeln können, habe ich garnichts geschrieben. Ich kann auch nur mutmaßen, warum das so ist, aber meine derzeitige Theorie geht wohl in die Richtung, das fast alle Blogger die ich verfogt habe, ebenfalls ihre Blogs aufs Eis gelegt haben. Und irgendwie hat man das Gefühl, das eine Gemeinschaft nicht mehr existiert, selbst wenn Sie einen noch liest. Gleichzeitig bin ich auf alterntive exibitionistische Medien wie Facebook oder sogar ganz kurz Twitter ausgewichen, da man hier wenigstens den unzähligen „Freunden“ mitteilen kann, was gerade so geht – ich dachte wirklich, diese Mitteilungsform wäre in unser schnelllebigen Zeit die richtige Form zur Informationsverbreitung.

Teilweise mag das  auch stimmen. Aber was ist mit den Gedanken, die man ausführlicher teilen möchte ? Die nicht erst der zweihundertste Eintrag im Facebook-Feedreader sind wenn man mal 1 Tag nich drauf geschaut hat ? Und was ist mit Beiträgen, die man nicht nur für Freunde geschrieben hat, sondern die viele interessieren könnten ? Ein Blick auf meine Blogstatistik nennt mir immernoch eine beachtliche tägliche Besucherzahl, auch wenn ich seit 5 Monaten nix neues mehr von mir gegeben habe und auch nie ein Alpha-Blogger gewesen bin.

Jeden Falls vermisse ich, meine Gedanken öffentlich Kund zu tun und die Chancen stehen gut, daß es bald wieder mehr von mir zu lesen gibt. Warscheinlich oft kürzer und konzentrierter, aber dafür eventuell öfter und kurzweiliger als früher. Das es mir die Wortteufels, Fressäcke, Amis und Streetgirls gleich tun, bleibt warscheinlich ein Wunschtraum, aber wenigstens der kaliban ist aus seinem Blogkoma erwacht und was TheEverlastinClub so von sich gibt ist auch nicht schlecht.

Man hört von mir (wer will) !

Wäre ja spannend zu wissen, ob mich noh jemand im Reader hat – die sind ja sehr geduldig 🙂

 



Mit Superlativen zu ehrender Foodblog by artifischl
26 Januar , 2011, 6:12 pm
Filed under: Bloggerei, Passion | Schlagwörter:

Gerade durch Zufall entdeckt:

http://thepioneerwoman.com/cooking/

Ich verfolge ja nur sehr selten Rezepteblogs, da ich a: viel zu wenig Zeit habe und b: wegen „a“ dann sowieso nicht zum nachkochen komme. Viel mehr interessieren mich Blogs mit Erlebnisberichten von Köchen oder Gastrokollegen, kurzweiliges also.

Aber auf der Suche nach eben solchen Blogs habe ich soeben The Pioneer Woman entdeckt und diese hat mich dermaßen begeistert, das ich meine schier endlose Blogpause an den Nagel gehängt habe, um Euch diesen Link nicht vorzuenthalten.

The Pioneer Woman / Cooks ist eine Step-by-Step Fotoanleitung zu leckeren Gerichten, die Food-O-Grafie ist sensationell und Appetit anregend. Dazu sehr saisonal inspiriert. Alles extrem einfach ohne irgendwelche aussergewöhnliche Spezialgeräte zubereitet und so detailliert dokumentiert, das die Seite durchaus als „Cooking for Dummies“ herhalten könnte. Sogar die Bilder die zeigen, wie man Butter in der Pfanne schmilzt oder Öl erhitzt haben etwas ästhetisches !

Warscheinlich mache ich mich hier gerade voll zum Horst, weil Ihr die Seite schon lange auf Eurer Blogroll habt. Wer es so wie ich dennoch bisher verpasst haben sollte, sollte mal nen Blick drauf werfen.



Neuer Blog vom Everlasting Club by artifischl
23 Januar , 2011, 2:01 pm
Filed under: Bloggerei | Schlagwörter:

Da ich selbst seit Monaten nicht zum schreiben komme, der liebe Alex a.k.a. TheEverlastingClub, seines Zeichens Gastautor dieses Blogs aber kontinuierlich lesenswerte Artikel fabriziert, habe ich ihm seinen eingenen Blog eingerichtet.

http://theeverlastingclub.wordpress.com/

Dort gibt es gesammelt alle Artikel die auch hier erschienen sind und noch 2 sehr lesenswerte neue Berichte. Also ab in Eure Blogroll damit !

Herzlichst,

Euer artifischl