Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Dänische Frikadellen
4 Juli , 2009, 8:00
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frikadellen-closeup

Zumindest laut meinem Pas bin ich ein richtiger Däne und gestern zog auf der Straße aus undefinierbarer Richtung ein Frikadellenduft vorbei, der mich daran erinnerte, das ich schon ewig keine dänischen Frikadellen mehr gegessen hatte. Diese unterscheiden sich von deutschen Buletten dadurch, das kein altes Brot enthalten,  wesentlich lockerer in der Konsistenz sind und mit Mineralwasser zubereitet werden. Also schnell im Supermarkt die wenigen Zutaten besorgt und los gehts:

Man braucht:
zutaten-frikadellen

- 500 Gramm gemischtes Hack
- eine Zwiebel
- ein Ei
- 40 Gramm Mehl
- 1 EL Senf
- Salz & Pfeffer

1) Zuerst die Zwiebel klein hacken und anbraten, während dessen Hackfleisch mit Mehl vermengen, langsam das Mineralwasser einrühren, salzen und pfeffern.
2) Die Zwiebeln, das Ei und den Senf hinzufügen, durchmischen und 15 Minuten kalt stellen.
3) Öl in einer Pfanne erhitzen, und von der Fleischmasse volle Esslöffel rund formen und in das heisse Fett gleiten lassen.
danish-frikadellen
4) ca. 10-15 Minuten braten, dabei öfter wenden
frikadellen-gitter

5) Danach auf einem Gitter abtropfen und ein wenig abkühlen lassen.
frikadellen-fertig

6) Servieren ! Die Dänen essen das Gerne mit (natürlich) Kartoffeln, eingelegter Roter Beete und auch brauner Sauce. Ich ess das aber auch gerne EINFACH SO !



Wegschmeissen, ausmisten, Flohmarkt
3 Juli , 2009, 5:12
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Jeder hat ja so seinen Knall. Meiner ist: Ich schmeisse gerne Müll weg. Im Gegensatz zu Messies bereitet es mir eine innere Föhlichkeit, wenn ich eine Tüte Müll zur Tonne bringen kann, eine Pappschachtel mit Papiermüll zum Altpapiercontainer bringe, oder Altglas in der entsprechenden Tonne mit GUmminippeln gegen Scherbenflug in 1000 Teile zerspringt.  Auch wenn sich das mit meinem Umweltgedanken, relativ wenig Müll zu produzieren, relativ schlecht vereinbaren lässt, habe ich am wegwerfen freude.

Aber früher war das anders. Ich sammelte alles mögliche, Platten, Zeitschriften, Bücher, Poster, CDs ,Videokassetten, und jede Menge Tinnef. Bei jedem Umzug wurde mir mehr und mehr klar, das ich das meiste von dem Kram überhaupt nicht mehr benutze und ich hatte auch ein zunehmend schlechtes gewissen meinen Umzugshelfern gegenüber. Daher begann ich, ca. 1 x im Jahr auszumisten und den ganzen Scheiss zum Flohmarkt zu schleppen.  Somit reduzierte ich beim ersten mal meine Plattensammlung von ca. 500 auf 50 Scheiben, verscheuerte ein altes kitschiges Gewürzregal mit abgelaufenen Gewürzen, bekam für ein Mikroskop, was ich auf der Straße gefunden habe noch 20 Euro und man erlebt auf dem Flohmarkt immer lustige Geschichten. Eine ganz wichtige Regel: das Objekt, von dem man glaubt, das es sich garnicht verkaufen lässt, geht für nen guten Preis weg (ich verkaufte zum Beispiel einen ganzen Satz Otto-Schalplatten an einen überglücklichen Fan).

Da ich hoffentlich noch dieses Jahr komplett nach Polen umsiedeln werde, begann ich heute mit einer richtigen Ausmist-Aktion, die neben einigen Flohmarktschätzen die ich jetzt verscherbeln werde, auch ne Menge Schrott zum Vorschein brachte.

Vor allem durch meine Aktivitäten am Computer, die mich seit Anfang der 80er Jahre begleiten, haben sich unmengen von Kabeln und Netzteilen zu irgendwelchen Geräten angesammelt, und fristeten seit Jahren in diversen Kisten unter meinem Bett ein unbescholtenes Leben in Staub und anderem Dreck. Ich habe gerade 2 Stunden damit verbracht, Kabel zu entwirren und wirklich nur die brauchbaren in eine kleine Holzkiste zu packen:

Der Kabelrest !

Der Kabelrest !

Wohl gemerkt – das hier ist der Rest. Wieder voller Freude pfefferte ich gerade einen großen schwarzen Müllsack voll mit Kabeln und Steckern in die Tonne. In die normale Mültonne, nicht zum Elektroschrott auf dem Recyclinghof. Und ich habe garkein schlechtes Gewissen dabei. Nebenbei bekam ich dadurch noch 2  anständige Kisten leer, ich denen ich meine Flohmarktbücher packen kann:

bücher

Prima Flohmarktbücher

Das ist übrigens die einzige Ausnahme meiner Wegwerfmentalität: Bücher kann ich nicht in den Müll packen. Wenn mich etwas wirklich nicht interessiert was noch in meinem Besitz ist, sich aber auch nicht verscheuern lässt, dann leg ich das Druckwerk ins Treppenhaus oder lass es irgendwo liegen, wo es ein interesierter Leser finden kann.

Und wie haltet Ihr das so ? Geht ihr noch auf den Flohmarkt (als Verkäufer), oder seid Ihr alle komplett auf eBay umgestiegen ? Und in wie weit trennt ihr euren Müll ?



Suchbegriffe 3 – für den Arsch
3 Juli , 2009, 1:00
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Es ist doch immer wieder interessant, wonach Leute suchen und dann auf meinem Blog landen. Ich habe natürlich (für einen Kochaffinen Blog üblich) häufig Keywords von Lebensmitteln auf meinem Blog, auch das Wort “Arsch” ist sicherlich schon öfter mal gefallen. Wenn also Personen nach einer Kombination daraus suchen, kann es schon mal vorkommen, das sie auf meinem Blog landen, auch wenn ich sicher nicht biete, was sie eigentlich sehen wollten.

Suchbegriffe der letzten Wochen, was sich die Leute so hinten rein tun, oder wieder rausbekommen wollen:

- snickers arsch
- kind aus dem arsch
- arsch messer
- birne in den arsch stecken
- gurken im arsch
- rakete im arsch (davon gibts Ausnahmsweie tatsächlich ein Foto auf meinem blog !)

Aber auch sonst gibt es interessante suchbegriffe mit sexuellen Themen (Kommentar in Klammern):

- schwiegermutter will mit 54 noch nutte werden (warum denn nicht ?)
- wichser erzählen ihre geilen erlebnisse (wie soll sich das denn anhören ? “Boah, gestern hab ich mir geil einen gekurbelt” oder was ?)
- kostenlos nackte superfette frauen (jaja, viel Verlangen, aber nix ausgeben wollen)
- kostenlose polennutten in franfurt oder (träum weiter !)
- prügel auf die lederhose (wer’s mag)
- piktogramm pisse trinken (soll das im Puff aufgestellt werden ?)
- superfette omas (ist das der neue Fetish-Trend ?)
- schwarze wurst lutschen in polen (langsam wirds ekelig)

Mal richtig süß fand ich:
- wie verhält man sich gegenüber einem mädchen (höflich, immer höflich !)

Und lachen musste ich hier:
- warum gibt es so viele assis im fernsehen (nicht nur dort !)
- zeitwert briefkasten für edelstahl (????)

Food-Affines:
- frag engel fleisch essen? (also wenn du den Fressack fragen würdest, der sagt auf jeden Fall “ja”.)
- pasta in 90 sekunden für zu hause (gibt so Instant-Zeugs, weiss aber nicht, ob Du das schaffst, Wasser so schnell zum kochen zu bringen)
- lohnt sich zucker exportieren nach polen (wie kommt man auf so eine Idee ? Es gibt keinen Zuckermangel in Polen)
- im restaurant blut gegessen kann man hiv (wenn du das blut mit deinen Vampierzähnen direkt aus dem Koch gesaugt hast, würde ich ich einen Test vorschlagen, ansonsten ist es wohl eher ungefährlich)
- lustiges obst (definitiv Weintrauben ! guck die dir mal an ! die sind rund ! Spektakulär komisch)
- instant food selbermachen (kannst ja mal damit anfangen, Pilze zu trocknen)

Fazit: Lebesmittel gehören oben rein, für unten gibts da spezielle Shops. Einige praktiken sollte man genau überdenken, die machen sonst böse Aua.



Kulturvernichter GEMA
2 Juli , 2009, 12:57
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Im Allgemeinen halte ich ja nicht viel von Unterschriftensammlungen, Petitionen und Demonstrationen, weil ich an der Wirksamkeit zweifle, trotzdem finde ich es gut wenn sich Leute engagieren und nicht einfach alles hinnehmen, was so passiert.
Im Besonderen möchte daher auf eine Online-Petition aufmerksam machen, die sich gegen die neusten Gebührenpläne der Gema richtet: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517

Die GEMA ist eine Gesellschaft, die sich um Aufführungsrechte und der Vergütung musikalischer Werke kümmert. Grundlegend ist das zwar eine gute Sache, denn Künstler sollen auf Grund sinkender Einnahmen von CD-Verkäufen ja trotzdem irgendwie leben und weiter tolle Musik produzieren.

Die Gema plant jedoch, die Gebühren für Auftritte für den Veranstalter drastisch zu erhöhen. Dies würde dazu führen, das viele Live-Veranstaltungen gestrichen werden und die Ticketpreise für die restlichen Konzerte drastisch steigen. Kleine Newcomerbands werden die Auftrittsmöglichkeiten genommen, kreativität wird im Keim erstickt. Das wird für die Verbreitung und Bekanntmachung neuer Musik ähnliche Auswirkungen haben, wie der Fall Youtube, wo unzählige Clips für Deutsche User unzugänglich gemacht wurden, da die Gema völlig überzogene Gebühren forderte.

Die Künstler/Mitglieder der Gema wollen das nicht, die Plattenfirmen auch nicht, und wir als Konsumenten sollten alles tun, das die Pläne der Gema nicht Wirklichkeit werden. Bitte mitmachen und verbreiten !



Für den Fressack
1 Juli , 2009, 3:42
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Als ich vor einiger Zeit mal nach Fressacks neuer Gaststätte gegoogelt hatte, fand ich diese Seite bei Go Yellow, dessen Werbeanzeige mich in Verbindung mit dem Lokal dann doch scmunzeln lies:

(Zur Vergrößerung einfach das Bild anklicken)

goyellow-für-fressack

Und ich habs immernoch nicht geschafft, da mal hinzugehen. Lieber Fressack, ich hoffe, es wird wenigstens im Herbst was mit nach Frankfurt kommen.



Céline Dion – Was labert die Frau da ???
27 Juni , 2009, 10:39
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Frau Dion zu Michael Jacksons Tod:
“Ich fühle mich wie beim Tod John F. Kennedys.”

Quelle:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-43780-6.html#backToArticle=632864

Céline Marie Claudette Dion  (* 30. März 1968 in Charlemagne, Québec, Kanada)
John Fitzgerald Kennedy (* 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts; † 22. November 1963 in Dallas, Texas)
Quelle: Wikipedia



Beerdigung…und wie ich das gerne mal hätte.
26 Juni , 2009, 7:04
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Und noch ein Offtopic-Artikel, seltsamer Weise ist auch hier jemnad gestorben.

Gestern war ich auf einer Beerdigung. Meine ehemalige Apothekerin, gleichzeitig die Chefin meiner Ex-Freundin hat mit gerade mal 59 Jahren das Zeitliche gesegnet. Wie ich heute erfuhr, war sie zwar krank, aber das waren eher körperliche Probleme wie kaputte Knie, derbe Schmerzen im Rücken und sowas, aber nicht gerade lebensbedrohliche geschichten wie Krebs oder so.
Meine Ex rief mich vor einer Woche an und erzählte mir von dem Tod, fragte mich, ob ich vielleicht mit ihr zur Beerdigung gehen möchte. Ich stimmte zu und überlegte gleichzeitig warum. Ich war noch nicht auf vielen Beerdigungen, vielleicht muss ich mich langsam mal mit der Materie vertraut machen, denn mir viel sofort auf: Das sind nicht mehr die Großeltern von irgend jemand, sondern das sind Eltern oder zumindest Menschen im Alter von Eltern meiner Generation (ich bin jetzt 40), die da einfach so sterben.
Während dieser Überlegung kamen weitere Gedanken, bei denen ich mich fragte, ob ich mich dafür jetzt schämen muss, oder ob das ganz normal ist, darüber nachzudemken. Ich dachte (nicht zum ersten mal) über den zukünftigen Tod meiner Eltern nach. Beide sind noch richtig gut in Schuss, treiben Sport, sind geistig Superfit und jung geblieben. Aber sie sind auch beide ALT in dem Sinne, das man sich, wenn man das Alter hört, einen gebückten Greis vorstellt. Meine Eltern leben nicht mehr zusammen, beide weit weg von mir, meine Mutter beschäftigt sich wohl eher mit dem Thema, denn ich habe das Gefühl, mein Vater verdrängt es total. Ich habe vor 2 Jahren oder so mal versucht, mit ihm darüber zu sprechen, da hat er komplett abgeblockt. Und ich verschieb das von Jahr zu Jahr, ihn wenigstens soweit zu bekommen, das er sich mal 30 Minuten mit dem Thema beschäftigt, um mir und meinen Geschwistern mal zu erzählen, was er sich wünscht, was dann pasieren soll. Danach kann er das Thema ja wieder vergessen, aber wir wissen dann wenigstens mal bescheid.

Aber zurück zur Beerdigung. Die war irgendwie abstrakt. Natürlich hat eine Apothekerin, die den Laden in dritter Generation führt, einen großen Kreis an Freunden, Kunden, Geschäftspartnern, Kollegen und Mitarbeitern, die gerne Abschied nehmen möchten. Somit war die Kapelle in der der Trauergottesdienst stattfand viel zu klein für die Anzahl der Trauergäste. Mir war auf einmal bewusst, das ich schon seit vielen Jahren keinen Gottesdienst mehr besucht hatte – die letzten Beerdigungen waren alle nicht kirchlich und ich bin schon vor 20 Jahren aus der Kirche ausgetreten. Aber damit war ich nicht allein. Beim Gebet faltete kaum jemand seine Hände und später am Grab sprachen nur sehr wenige das “Vater Unser” mit. Ich hatte das Gefühl, das der Pfarrer nicht besonders gut vorbereitet war, jedes mal, wenn er den Namen der Toten nannte, stockte er kurz, um blos nicht den Falschen Namen zu sagen (es waren noch 3 weitere Beerdigungen an dem Tag angesetzt).
Nach der Rede bewegte sich der Trauerzug in die hinterste Ecke des Friedhofs. Ich hab ja Galgenhumor. Vor uns lief eine ältere Dame, die einen Regenschirm mit einem “Bei Grippe – Aspirin Plus C”-Werbeaufdruck aufgespannt hatte. So ein Regenschirm kann natürlich in der Apotheken-Szene schon mal vorkommen, provozierte mich aber trotzdem zu dem Gedanken: “Diese Beerdigung wurde Ihnen Präsentiert von Aspirin Plus C” oder so ähnlich.
So richtig geil Pietätlos waren dann die Leute, die einfach über andere Gräber drüberstiefelten, um am Grab besser gucken zu können. Das sind warscheinlich die gleichen Leute die bei einem Autounfall auf der Autobahn extra zum gaffen anhalten und einen Stau verursachen, aber nie auf die Idee kommen würden, erste Hilfe zu leisten. Den Leichenschmaus haben wir uns dann nicht mehr gegeben, wir hatten genug vom herumstehen mit gegenseitigem “bedrückt um die Wette schweigen”.
Wenn ich mal das Zeitliche segnen sollte, muss sich wirklich keiner gezwungen fühlen, auf die Beerdigung zu kommen. Kauft keine Blumenkränze und geht statt dessen abends in der Bar 11, um Euch anständig von dem gesparten Geld zu besaufen. Wenn Ihr dann blau genug seid und etwas fröhlicher, weil Ihr Euch lustige Geschichten über mich erzählt habt, dann könnt Ihr noch ein wenig zu meinen Lieblingssongs abtanzen. Ich hinterlege rechtzeitig eine Playlist ! Und trefft Euch dann ein Jahr später zum Essen, um an mich bei diesem Menü zu gedenken: Als kleinen Starter gibt es natürlich Pflaumen im Speckmantel, danach Risotto Milanese mit masurischen Pfifferlingen, als Haptgericht eine 7-Stunden Lammkeule a la Antony Bourdain und zum Dessert eine Hausgemachte Torrone-Eiscreme. Ach ja, lasst bitte einen Platz für mich frei, gerne könnt Ihr Ein Foto von mir auf den Stuhl kleben. Ich hab mich noch nicht zwischen Sarg oder Einäscherung entschieden, was am billigsten ist, is mir recht denke ich. Aber vielleicht gibt es dann schon “Körper in den Weltraum beamen”, das fände ich lustig.
Und wenn ich dann weggebeamt werde, respektive in die Erde runtergelassen, oder die Asche sonstwo landet, dann spielt doch bitte “Snow (Hey Yo)” von den Red Hot Chili Peppers (wird eventuell noch geändert :-) ) So. Jetzt kann keiner meiner Freunde sagen er/sie hätte das nicht gewusst.



Good bye, Michael Jackson
26 Juni , 2009, 11:10
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Ach man, ich bin ja nie großer Fan gewesen, aber ich find es schon irgendwie traurig, das er jetzt das Zeitliche gesegnet hat. Als DJ habe ich es geliebt, mit “Don’t Stop til you get Enough” & “Can you Feel It” die Tanzfläche zum kochen zu bringen. Auch wenn alles, was nach dem “Bad” Album kam etwas grüzig war, begleitete Michael meine Generation doch ständig als großartiger Entertainer und Skandal-König. Ich erinnere mich, das Videos zu seinen Singles im Fernsehen zur Primetime im öffentlich rechtlichen TV premiere hatten und ganz Deutschland darüber sprach. Wer schaffte das sonst ? Sein Video “Thriller” wurde nur gekürzt tagsüber im Musikfernsehen gezeigt wurde, weil es “zu gruselig” war. Ein grandioser Marketing-Schachzug.

Jetzt hatte Michael wohl dann doch “enough” und sein Herz “stoppte”. Ich finde es sehr bedauerlich, daß sich sein angeschlagenes Image nach den angeblichen Kindesmissbrauch-Skandalen nie wirklich erholte und er es nicht mehr schaffte, ein phantastisches Comeback hinzulegen, denn immerhin waren die Karten für seine 50 geplanten Konzerte in Minuten ausverkauft. Aber schon da wurde gemunkelt, das es noch garkeine Proben oder ähnliches gibt und völlig unklar ist, ob die Tournee überhaupt stattfindet. Das sie nun aus so einem drastischen Grund nicht stattfinden kann, ist dann doch überraschend. Selbst Michaels Tod war für eine Überraschung gut ! Ich denke, er hätte es verdient, es nochmal allen so richtig zu zeigen.

Aber vielleicht ist er ja auch wirklich ein Ausserirdischer, wie in “Men in Black” so wunderbar parodiert und es wird noch lange nicht das Letzte sein, was wir von ihm zu hören bekommen. Lieber Michael, bis dahin einen guten Trip durch “Space & Time” und danke für die Mukke !



Restaurant – Status
20 Juni , 2009, 7:53
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Einige wissen, das eigentlich gestern eine Entscheidung fallen sollte, ob ich in Zukunft neuer Pächter eines Theaterrestaurants in Posen werde. Ersteinmal: der Entscheidungstermin, welcher Bewerber das Restaurant bekommt, wurde auf den 15.Juli verschoben.

Allerdings werde ich vielleicht vorher von selbst eine Absage erteilen, da ich gestern in einem Gespräch mit der Theaterleitung völlig andere Anforderungen an mich als Pächter erfahren habe, als das in den letzten 2 Monaten der Fall war. Ich rede jetzt hier nicht von Kleinigkeiten, welche Biersorte ich ausschenken würde, viel eher wurde das ganze Konzept, das unter anderem eine Kleinkunstbühne beinhaltete sowie ein Marketingkonzept, das auch viele Nicht-Theater-Besucher angesprochen hätte, auf einmal gekippt.

Man möchte jetzt eher etwas für die Schauspieler schaffen, sonstiges Publikum ist sozusagen gedultet, es soll aber alles zu günstigen Preisen angeboten werden und in die Einrichtung soll auch investiert werden. Hä ? Man soll also investieren, gleichzeitig aber ein Konzept verfolgen, das nur wenig Besucher anlockt ? Zudem erwies sich die Miete doch wesentlich höher als ursprünglich angenommen. Auch wenn ich die Idee, ein Theaterrestaurant zu leiten sehr verlockend finde, da man bereits über die Theaterbesucher durch Pausencatering ensprechende Grundeinnahmen hat, kann ich mindestens bis 10 Zählen und weiß, das sich diese Idee mit den geforderten Einschränkungen wirtschaftlich nicht trägt.

Ich habe mir die Worte meines Kumpels Jan mal zu Herzen genommen und mir in meiner Kalkulation nichts schön gerechnet. Sogar fette Backups und anfängliche Startprobleme die es immer gibt hatte ich mir eingebaut und erstmal sah trotzdem alles recht gut aus.  Aber so gerne ich auch ein solches Unternehmen leiten möchte, ist ein Restaurant nicht ein Ort, an dem man für ein paar Freunde etwas gutes auf den Tisch zaubert, sondern vor allem ein Ort, der Gewinne einfahren muss, um Gehälter zu bezahlen und immer wieder etwas neues bringen, damit die Gäste nicht gelangweilt sind. Und da hilft die tollste Küche und der beste Service nicht. Wenn man die Zahlen liest und halbwegs realistisch einschätzen kann was sie bedeuten, darf man sich unter den gegebenen Voraussetzungen nicht in dieses Nest setzen. Ich kann die Theaterleitung zwar verstehen, die Vorstellung die Sie im Moment verfolgt ist eine schöne, aber so nicht realisierbar.

Ich bin natürlich etwas frustriert, da sich das Theater mir und sich selbst viel Zeit gespart hätte, wenn sie von Anfang an überlegt hätten, was sie gerne möchten. Je länger ich darüber nachdenke (das Gespräch war vor 24 Stunden) desto mehr entspanne ich und komme zu dem Schluss, das es so nicht gut ausgegangen wäre. Ich brauche Entscheidungsfreiheit in meinem Restaurant, dann kann ich auch für meine Fehler einstehen. Aber nichtsdesto trotz glaube ich an meine Ideen und an ein eigenes Restaurant in Posen. Dauert dann halt nur etwas länger als ursprünglich geplant ;-)



Butter – Burro di Bufala
16 Juni , 2009, 11:23
Gespeichert unter: Food-Talk | Schlagworte: ,

Vorgestern entdeckte ich bei “Piotr i Pavel” (das ist eine Supermarktkette, vom Angebot etwa wie E.de.ka) das hier:

butter-bufala

Musste ich sofort kaufen, auch wenn ca. 1,50 Euro für 125 Gramm Butter ganz schön heftig sind. Aber das Zeug ist wirklich extrem lecker und macht schnell schwerst abhängig. Der Aufdruck auf der Verpackung ist in 4 Sprachen, unter anderem auch auf Deutsch. Hat jemand diese Butter schon mal in nem deutschen Kühlregal entdeckt ?