Von einem der nach Polen geht und ein Restaurant eröffnet


Kuchia Chrisa goes to town (und trinkt belgisches Bier) by artifischl

Wer von Euch dem Blog der Küchenteufel folgt, hat vielleicht in diesem Artikel gelesen, das ich Posenbesucher erst einmal in die Innenstadt zum alten Markt schleife, um dann mit ihnen im Cafe Kriek zu landen (bis vor kurzem hieß der Laden noch Cafe de Paris).
Dies ist jedesmal ein kulinarisches Erlebnis für Bierliebhaber, denn der Besitzer Slawek bietet eine in seim Laden eine Auswahl von 120 belgischen Bieren an. Neben bekannten marken wie dem Kriek Bier selbst, einem fürchterlich klebrigem süßem Bier mit Kirschgeschmack, gibt es aber auch ganz edle Tropfen wie zum Beispiel das Quack mit 8,5 Umdrehungen, ein sehr süffiges nicht zu bitteres Bier, das in einem Glaskolben serviert wird, wie man ihn aus dem Chemieunterricht kennt. Dies ist Übrigens eine weitere nette Kleinigkeit des Ladens. Jedes der 120 Biere wird im original passendem Glas serviert. Der Wirt, dem bewusst ist, das einen die Fülle des Angebots erschlägt, unterhält sich erstmal mit neuen Gästen und versucht dann ein Bier vorzuschlagen, welches zum Charakter des Gastes und seinen Vorlieben passt. Alles in allem also einer der wenigen Wirte in Posen, der sein Handwerk zu verstehen scheint und das ist schon erfreulich genug.

Ein kleiner Wehrmutstropen bestand dennoch. Slaweks Essensangebot bestand eigentlich nur aus Käse, Nüssen und ein paar Kleinigkeiten, geschmeckt hat es nicht besonders (Konvenience Food halt) und die auf der Karte angebotenen Salate und Quiches waren meistens nicht erhältlich. Und da kam mir die Idee, wie ich gleich mehrere Probleme gleichzeitig Lösen kann und alle beteiligten davon profitieren:
Da das Theater im Sommer für 2,5 Monate geschlossen ist, wären lange Öffnungszeiten wirtschaftlich verherend, weil sich abends kaum jemand in den Theaterkeller verirrt. Ich musste also eine Möglichkeit finden, meine Mitarbeiter weiter zu beschäftigen, die Miete bezahlen zu können und mein Restaurant für die nächste Saison stärker zu bewerben. Mein Plan dafür war folgender – das Restaurant öffnet im Sommer nur zum Mittagstisch von 12:00 bis 16:00 Uhr, da wir mittlerweile eine steigende Kundschaft haben, die von den umliegenden Büros zum Essen kommt. Diese Kundschaft muss weiter bedient werden. Zusätzlich aquirieren wir in Firmen, den täglich wechselnden Mittagstisch ab 5 Personen frei Haus zu liefern. Das ganze geht natürlich nur, wenn das Theater mitspielt und meine Miete für die Sommermonate mehr als halbiert. Ausserdem muss ich das mit einem ganz kleinen Personalstab bewältigen. Das Theater stimmte glücklicher Weise zu ! Ich weiss nicht, ob Sie in jedem Fall mitgezogen wären, oder ob ihnen keine Wahl blieb – denn auf jeden Fall wollten Sie mit mir weiter arbeiten und mit einer Zahlungsunfähigkeit meiner Seits wäre niemand geholfen gewesen. Und auch einen weiteren Gastronom zu finden, der sich an das Theaterrestaurant wagt, scheint unwarscheinlich. Somit war schon mal ein Teil des Unternehmens Kuchnia Chrisa gerettet dem Henker vom Schafott gesprungen.

Da ich aber immernoch einen weiteren Mitarbeiter habe, den ich vor allem wegen seinen Tausendsassafähigkeiten schätze und ihn deswegen nicht für 2 Monate an die frische Luft setzen wollte, kam mir bei einer leckeren belgischen Pilsette die Idee ! Warum biete ich Slawek nicht an, sein Bistroküche zu mieten, superfancy Biersnacks anzubieten und ihm einen Prozentsatz vom Verkauf als Miete zu Zahlen ? Je mehr er verkauft, desto besser verdient er auch, aber vor allem steigt auch sein Bierumsatz. Denn unsere Snacks sind nicht gerade von der milden Sorte. Gesagt, getan ! Slawek war sofort Feuer und Flamme. Eine Woche später schlug ich mit meinen vorbereiteten Snacks bei ihm auf und füllte seinen Leib (der bereits beachtliche Ausmaße hat) mit jeder Menge herzhafter Leckereien. Sein Kommentar: Wann können wir anfangen ???

Und somit habe ich das Kuchnia-Chrisa-Imperium in Posen ein bisschen erweitert. Seit 2 Wochen servieren wir mit langsam aber stetig wachsenden Zahlen Snacks in der Innenstadt. Dabei sind wir immernoch in der Ausprobierphase, was die Leute wirklich essen wollen. Positiver Nebeneffeckt: der Name Kuchnia Chrisa wird auch in der Innenstadt genannt und für ein richtiges Dinner kommen die Snack-Fans dann auch mal ins Restaurant.

Hier die Snacks-Charts, sortiert nach Verkaufserfolg innerhalb von 2 Wochen:

Die Berliner Currywurst mit Kartoffelsalat (bei uns im Restaurant gerne gegessen) ist im Kriek weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Exakt NULL Teller gingen durch die Schleuse. Schade eigentlich. Die Wurst kommt vom lokalen Schlachter und ist eine der leckersten.

Unser Gazpacho. Eigentlich eine Prima Idee für die warmen Tage, eine Kühle und gleichzeitig würzige Suppe zu bieten, aber leider kaum gefragt. Diese beiden Gerichte haben wir schon wieder gestrichen.

Tigergarnelen Sandwiches mit krossem Frühstücksspeck. Auch eine leckere Angelegenheit. Einige Bestellungen aber leider nicht in den Top 3. Der Einkaufspreis für die Garnelen ist einfach zu hoch und wie viel kann man maximal für ein leckers Sandwich verlangen ?

Auf Platz 3: Eine scharf marinierte Hünerbrust auf gegrilltem Ciabattabrot. Wenn man versteht, eine Hühnerbrut lecker zuzubereiten, dann kaufen die Gäste das auch.

Platz 2: Mein Saisonklassiker – Penne mit Pfifferlingen mit Blauschimmelkäse-Sahnesauce. Einfach, aber sehr effektiv ! Der Koch des italienischen Restaurants Valpolicella in Poznan kommt fast jeden Abend nach seiner Schicht auf einen Snack vorbei und liess sich zu der Aussage hinreissen, dies wären die leckersten Penne, die er jemals gegessen habe. Das deute ich mal als wirkliches Kompliment. Aber es stimmt schon. Wenn ein Gast mit mehreren Leuten am Tisch die Penne ordert, kommen kurz nach dem Servieren in der Regel weitere Bestellungen des Gerichts vom gleichen Tisch.

Aber die unangefochtenen Verkaufsschlager und somit auf Platz 1 unserer Snack-Charts sind unsere:

Hot Chickenwings mit extrem großem Suchtpotential. Macht sozusagen sofort schwerst abhängig.  Der süchtigste Fan bestellte für sich kürzlich 5 Portionen auf einem Teller. Das sind 20 große Flügel, die er sich einverleibte. Als ich mit der großen Silberplatte und dem Berg von Flügeln an die Tisch trat, guckte er keineswegs erstaunt, sondern nur freudig erregt !

Ich denke darüber nach unsere Saucen und Marinaden in Gläser abzufüllen und zusätzlich zu verkaufen. In einer Zeit, in der fast alle Restaurants in der Stadt nur noch Fertigsaucen aus der Tüte verwenden, werden wir mit unserem Homemadekonzept hoffentlich bald einen durchschlagenderen Erfolg verbuchen. Übrigens testen wir gerade schon neue Gerichte auf Verkaufstauglichkeit: Areks fluffigen Käsekuchen mit Kirschsauce, Chickenlegs mit Reis und Curry-Ananas Sauce,  ein Tapasteller, sowie Pasta mit Lachs und Kapern.

Wer mal probieren möchte, kommt hier hin:

Wodna 23 / Ślusarska 11

Poznan, Poland



Polnische Fotosafari Teil IV – Warschau kulinarisch by artifischl

Vor kurzem begleitete ich meine Liebste mal wieder nach Warschau, eine Stadt, der ich bisher nicht so wahnsinnig viel abgewinnen konnte – ich fand es immer zu laut, zu hässlich, zu voll und zu uninteressant. Diesmal hatte ich jedoch vorher einen Alternativreiseführer Warschau geschenkt bekommen und somit einen sehr aufregenden, spannenden und schönen Tag erlebt. Ich teile diese Fotosafari in 2 Teile, demnächst kommt dann noch „Warschau Touristisch“, aber nun erstmal die Food-Blogger afine Safari „Warschau Kulinarisch“.

Zu aller erst fuhren wir mit der U-Bahn (es gibt in Warschau exakt 1.0 U-Bahnlinien) zum Kulturpalast im Zentrum von Warschau

kulturpalast

Zum Fuße dieses Gebäudes gibt es ein paar kleine Buden, die neben Getränken auch ein paar heisse Snacks verkaufen.

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Unter anderem gibt es dort das einzige autentisch polnische Fastfood, nämlich Zapikanka !

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Ein Baguette-artiges weiches Brot mit Pilzen und Käse überbacken, obendrauf kommt Ketchup. Die Zapikankas in Posen sind nicht zu empfehlen, dieses jedoch war ein SEHR leckerer schneller Snack !

Ein paar Meter weiter verkaufte eine Frau aus einem Lieferwagen heraus diverse polnische Gerichte.

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Das scheint in polen völlig normal zu sein. Der Polizist am ende der schlange steht nicht da, um den Laden zu schließen, sondern um sich was leckeres günstig zu essen zu kaufen. Das ist mir in Warschau oft aufgefallen. Leute parken ihre Autos am Bordsteinrand, offnen den Kofferaum und verkaufen irgendwas, häufig selbstangebaute Lebensmittel, aber auch Unterwäsche, Porzellankitsch und Krempel. Und man braucht keine Genehmigung dafür, oder es interessiert einfach keinen. Das gefällt mir.

Im Kulturpalast gab es eine art „Mitmachausstellung“ wo man sich köpfen lassen konnte und einen Ehrenplatz in der Obstschale bekam:

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In meinem Reisefüherer hatte ich von der Hala Mirowska gelesen, eine über 100 Jahre alte Markthalle, da wollte ich hin !

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Davor befanden sich einige Blumenstände in direkter nachbarschaft mit alten huzeligen Omas, die gehäkelte Deckchen oder geschirr zur Aufbesserung der Rente vertickten.

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In der ersten Halle dann erstmal große Enttäuschung – der eigentlich schöne Bau ist zu einer art Billigsupermarkt verkommen, der ziemlich Kundenleer gewesen ist.

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Aber aussenrum gab es ein paar Einzelstände, z.B. mit Spirituosen, man hat definitiv eine interessantere Wodka-Auswahl als in Berlin…

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…sowie ein Stand mit einem sehr skurilen „Kunst“-Schaukasten.

kunst

Man beachte den coolen Frosch. Aber das kann ja nicht alles gewesen sein. War es zum Glück auch nicht. Denn hinter dieser schönen Backsteinbauhalle gab es noch eine 2te Halle ein 70er-Jahre Kommunismus-Neubau mit anschließender Freifläche, und der hatte ganau das zu bieten was ich erwartet hatte.

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Viele kleine Stände mit polnischen Spezialitäten wie Piroggi oder gefüllten Pfannkuchen.

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Natürlich gab es viele Obst- und Gemüsestände, im Vergleich zu Berlin allerdings häufig mit regionalen und/oder saisonalen Produkten.

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Aber auch hier sind die Radieschen um diese Jahreszeit noch nicht wirklich scharf. Allerdings kostet hier der Bund 1,50 Zloty, das sind ca. 34 Cent !

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Auch in Polen isst man gerne Spargel.

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Und man bekommt fast überall lecker geräucherten Fisch…

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…oder man sucht sich ’nen lebenden aus.

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Ausserdem gibt es in groben Brotstücken pannierte Schnitzel und eine Unmenge an pannier-frittiertem Zeugs, das ich leider nicht alles probieren konnte, da wir noch weitere Kulinaria zu entdecken hatten.

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Aber wir gönnten uns ein halbes Kilo Erdbeeren, die wohl leckersten nach Erdbeere schmeckenden polnischen Erdbeeren, die ich seit Jahren gegessen habe.Das ging so schnell, das ich vergaß, ein Foto zu machen.

Statt dessen machte ich dann ein Foto von dem „Essen“ oder wie man das nennen soll, das es in einer vegetarischen (sic!) Kantine gab, die meine Liebste früher ab und zu besuchte, als sie in Warschau studierte. Wohl eher aus nostalgischen Gründen gingen wir da rein. Ich kann schon spüren, wie es den Fressack schüttelt und das zu recht. Das Zeug schmeckte nicht nur fade sondern es wurde warscheinlich auch schon seit Stunden warm gehalten, war aber nur lauwarm. Der Saft allerdings auch !

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Um den Scheissgeschmack aus dem Mund zu bekommen, gingen wir in eine alte Cafe-Bar mit dem Namen „Bajka“ was übersetzt „Märchen“ heisst. Ich weiss nicht, ob das polnicher Humor ist, denn der Laden hatte nicht wirklich was märchenhaftes sondern eher sowas wie – hmmm – kommunistischer charme ? In dem Laden waren die Wände mit so was ähnlichem wie Grünen Kacheln an den Wänden ausgekleidet, man fühlte sich wie in einer Bedürfnisanstalt, überall saßen heftig rauchend schweigende Männer aber der Kaffee mit Schlagsahne war sensationell und billig.

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Lediglich die Preise sind hier in den letzten 30 Jahren ein wenig angestiegen. Vor 8 Jahren gab es zum Beispiel einen Kaffee noch für 2 Zloty. Besonder interessant ist, das Piwo (das polnische Wort für Bier) nicht unter „Alkohol“ steht, sondern unter „Erfrischungsgetränke“ (Napoje Zimne) !!! Aber für die Insassen des Ladens zählt Bier anscheinend nicht richtig zu Alkohol.

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Nach dieser etwas merkwürdigen Erfahrung machten wir uns auf den Weg durch wunderschöne alte Parkanlagen zu einer echten kulinarischen höchstleistung Warschaus, dem „Rozbrat 20“. Der Laden ist eines meiner schönsten Restaurant-Erlebnisse in diesem Jahr gewesen.

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Ein uglaublich schones Restaurant, auf den ersten Eindruck ganz Simpel in vornehmlich Schwarz-Weiss gehalten, mit einem hellen Holzfussboden und vielen kleinen und großen liebenswerten Details.

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Schöne Blumenarrangements, tolle Fotos, eine Angenehme Beleuchtung, Fenster bis zum Boden überall stehen Holzweinkisten in denen der angebotene Wein präsentiert wird. Leichte Jazzmusik und eine kleine aber feine Karte runden zu einem – für mich – perfektem Gesammtbild ab.

Geschaffen hat das alles Monika, die rechte Lady auf dem nächsten Foto. Sie hat zusammen mit meiner Liebsten Schauspiel studiert, danach noch ein Regie-Studium drangehängt und vor einem halben Jahr diesen Laden eröffnet. Und weil das wohl noch nicht reicht ist sie auch noch Mutter geworden. Aber trotz ihrer vielen Aktivitäten saß sie völlig relaxed mit uns am Tisch und wirkte sehr ausgeglichen.

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Der Italienische Kellner, der kaum polnisch oder englisch sprach, überspielte diese Unzulänglichkeit durch Charme versprühen und alle weiblichen Gäste lagen ihm zu Füssen ! Ach ja, was kleines habe ich dann auch noch gegessen, Zanderfilet auf einer Creme Brulée aus Ziegenkäse und Spargel. Das war ein Gaumenschmaus, der seinesgleichen sucht.

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Die Karte selbst war klein, handgeschrieben und beinhaltete gerade mal 16 Gerichte. Genau so wie ich das machen würde ! Es versteht sich von selbst, das fast alles was ich auf den anderen Tischen erspähte sensationell lecker ausgesehen hat.
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Obwohl wir von dem Tag, der vielen Lauferei, und den zahlreichen Eindrücken etwas erledigt waren, konnten wir nun nicht nach Hause gehen. Wir entschieden uns für einen Absacker an einer Bar, die auch gut hätte in Kreuzberg sein können:

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Alles in allem ein sensationeller Tag, Wiederholung durchaus angedacht und Nachahmung schwerstens empfohlen !



Hessisch Dekadenz – wenn Blogger zusammen kochen by artifischl

Ei, da hat der Fressack im Dezember die Pforten des Engels geschlossen, wo soll ich denn dann essen gehen, wenn ich im Großraum Frankfurt unterwegs bin ? Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und einfach ’ne gemeinsame Genussorgie beim Fressack zu Hause organisiert. Mit von der Partie Party: Fressack und Fressackfreundin, Wortteufelmann, Wortteufelfrau, sowie der Foodalex.
Wenn man bei einem hessischen Wirt zu Hause einkehrt, muss man sich über aussergewöhnliche Fensterbilder nicht wirklich wundern. Andere Kinder malen zum Vater-, Hochzeits- oder Valentinstag ein paar Herzen oder schmusende Katzen. Dabei kann echte Zuneigung doch viel schöner ausgedrückt werden:

papa

Papa mit Bembel und nem Geripptem. So, nochmal für alle nicht-Hessen, der Bembel ist der Apfelwein-Tonkrug, bekannt aus dem blauen Bock und das Gerippte ist das karierte Apfelweinglas. Herrlisch !

Aber schön der Reihe nach.
Um uns erstmal in Stimmung zu glotzen, besuchte ich mit Food-Alex die Frankfurter Kleinmarkthalle.

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Immerwieder Unterbrochen von einigen Gläsern Weißwein, Espressi und Säften besorgten wir für die Gänge die wir heute zubereiten sollten 2,5 Kilo Ochsenschwanz, 6 Wachteln, Jakobsmuscheln, Gewürze, Gemüse und den ganzen Kleinscheiss, und nach nur 4 Stunden konnten wir uns bereits auf den Weg machen, die Wortteufels einzusammeln.

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Alex wird mit obigem Pistatienkuchen gefüttert. Die Italienische Händlerin scheint eh der Ansicht zu sein, er wäre noch zu schlank um die Rippen.

Alex wird mit obigem Pistatienkuchen gefüttert. Die Italienische Händlerin scheint eh der Ansicht zu sein, er wäre noch zu schlank um die Rippen.

Lecker Gemüs' gab es auch

Lecker Gemüs' gab es auch

und was scharfes

und was scharfes

Kleiner Tip am Rande. Wer in der Markthalle in Frankfurt vorbei schaut, sollte mal das Bioeis in der Diele um die Ecke versuchen:

Komischer Geschäftsname, aber sensationelles Eis

Komischer Geschäftsname, aber sensationelles Eis

Nach unendlicher langer Planungsvorbereitung von 2 Telefongsprächen am Vortag war dann unser 9-Gangemenü klar:

Marmoriertes Tee-Ei gewälzt in geröstetem Sesam und rosa Inkasalz.

Maismehlbrot mit Speck, Thymian und Tomaten.

Gemüseterrine mit Zitronenjoghurt.

Jakobsmuscheln mit Linsensalat.

Wachteln mit Lavendelblütenhonig und Salat.

Pilzrisotto mit Kaisergranat.

Ochsenschwanz mit Kräuternudeln.

Orangen-Papaya-Mus mit Chili, Schokoladencreme und Kefir-Orangen-Gelee.

Apfelkuchen mit Cognac-Vanille-Soße.

Über den Verlauf des Abends gibt es einen Sensationellen Artikel auf Wortteufels Blog inklusive chronistisch korrekter Menüfotos. Das muss ich ja net alles nochmal tippen. Ich poste im Folgenden noch ein paar schöne Fotos und Kommentare aus meiner Sicht.

Der Fressack testet den Kochwein. Das ist NICHT der wein der ins essen kommt, sondern den man zum Essen machen trinkt

Der Fressack testet den Kochwein. Das ist NICHT der Wein der ins essen kommt, sondern der, den man zum Essen machen trinkt

"...Dit Essen war ja schnafte, aber für die Tischdeko jipts von mir leider nur jut jemeinte 7 Punkte"

"...Dit Essen war ja schnafte, aber für die Tischdeko jipts von mir leider nur jut jemeinte 7 Punkte"

Das Pilzriotto mit Kaisergranaten war für mich eine der Sensationen des Abends.

Das Pilzriotto mit Kaisergranaten war für mich eine der Sensationen des Abends.

Die Terrine des Wortteufelmanns schmeckte noch besser, als sie eh schon aussah. Wer braucht da noch Sterneköche ?

Die Terrine des Wortteufelmanns schmeckte noch besser, als sie eh schon aussah. Wer braucht da noch Sterneköche ?

Alex:"Dieser Wein schmeckt Rombusförmig - Siehe wie er sich neigt !"

Alex:"Dieser Wein schmeckt Rombusförmig - Siehe wie er sich neigt !"

Trotz ausreichender Bembel gabs garkeinen Äppler ! Auch sonst gestaltete sich der Abend eher europäisch fusioniert.

Obwohl ausreichend Bembel gabs garkeinen Äppler ! Auch sonst gestaltete sich der Abend eher europäisch fusioniert als Hessisch.

Trotz gekonnter Kombination mit Linsensalat wurde der WTM immernoch kein Jakobsmuschelfan. Mir knurrt gerade der Magen mit gefühlten 130 db bei Anblick des Fotos !

Trotz gekonnter Kombination mit Linsensalat wurde der WTM immer noch kein Jakobsmuschelfan. Mir knurrt gerade der Magen mit gefühlten 130 db bei Anblick des Fotos !

Was wiegen 6 Wachteln ? 1240 Gramm. Ich war beim schätzen am nächsten dran und gewann die Wette. Preis ? Alex musste die Wachteln zahlen.

Was wiegen 6 Wachteln ? 1240 Gramm. Ich war beim schätzen am nächsten dran und gewann die Wette. Mein Preis ? Alex musste die Wachteln zahlen. Und zubereitet hat er sie dann auch noch, aber das hätte er sich sowieso nicht nehmen lassen.

Nach 4 Stunden Rotweinbad und Frischepastaproduktion, war dann auch der Ochsenschwanz gar.

Nach 4 Stunden Rotweinbad und Frischepastaproduktion, war dann auch der Ochsenschwanz gar.

warum mit einem Dessert begnügen......

warum mit einem Dessert begnügen......

...wenns doch noch ein zweites gibt :-)

...wenns doch noch ein zweites gibt 🙂

Und jetzt mal für alle, die sich nicht sicher sind, ob die letzte eigene Party ein Erfolg war, oder eher nicht. So hat ein Tisch am Ende auszusehen:

tisch-fertig

Fazit:
Wir trafen uns um 16.00 Uhr und die letzten gingen um 02:30 ins Bett. 10,5 Stunden pures Vergnügen, leckere Weine, unbeschreiblich großartiges Essen, Bauchmuskelkater vom Lachen, das geköchel lief so nebenbei, wir hatten also Null Stress. Allein die besten Sprüche des Abends füllten 3 A4-Seiten.  Es braucht nicht viel um einen perfekten Abend zu genießen, einer wie dieser wird in 2009 schwer zu toppen sein. Aber wie sagte der Fressack ? „Ein weiterer gleich guter Abend tut es auch !“

Danke, alle, für diesen Sensationellen Abend, die 600 km Anreise sitz ich dafür auf einer Pohälfte locker ab !

...und die Besucher dieses Fressoramas.

...und die Besucher dieses Fressoramas.



Polnische Fotosafari Teil I by artifischl
29 Januar , 2009, 7:36 pm
Filed under: Babylonia Polska, Geschäfte, On the Road, Polen, Typisch polnisch | Schlagwörter: , , , , ,

Ich mach ja immer mal wieder Bilder von Dingen in Polen, die mich den Kopf schütteln lassen, die ich amüsant finde, ich als typisch polnisch erachte, oder so scheusslich, das sie schon wieder schön sind. Diese Bilder reichen in der Regel nicht für einen Artikel aus, aber sehenswert sind sie auf diesem Blog allemal. Hier meine Favourites im Januar 2009:

tauben-ampel

Diese Ampel ist derzeit Rot, was man aber nicht sehen kann, weil Superfette Tauben davor sitzen und sich an der Funzel den Hintern wärmen !

monster-manga

In der edelsten Mall von Poznan steht eine monstergroße Manga-Figur. Ich glaub, als Kind würde ich ALbträume bekommen.

kiosk-luke

Überall in Polen gibt es winzige Kioske mit noch winzigeren Luken, durch die die Wahre geschoben wird, aber auch mit dem Betreiber kommuniziert wird. Die Luke befindet sich etwa auch Bauchhöhe. Wenn man was kaufen will, muss man also einen Diener machen oder in die Hocke gehen, um mit seinem Gegenüber zu sprechen.

wrack-des-monats

OK, die Anhängerkupplung ist vielleicht etwas verbogen und der Auspuff schleift ein wenig auf dem Boden, aber ansonsten durchaus fahrtüchtig !

buchmacher

Ich mag eingepolnischte Wörter wie „Bukmacherskie“ bei einem Sportwettenladen.

drogeria

Und zum ABschluss einer der typischen polnischen Einzelhandel-Mini-Läden. Bei dieser Produktpräsentation würden jedem Makrketingfuzzi von H.enk.el die Tränen in die Augen schiessen vor Freude. Und dieser Laden steht nicht irgendwo, sondern direkt an der Rundung eines gigantischen Kreisverkehrs im Norden Poznans. Von der Größe zu vergleichen mit dem Kreisel um die Berliner Siegessäule. Selbstverständlich gibts in der Drogerie auch Cola !



Der neue Stern am Snack-Himmel: Polzone by artifischl

Vor einiger Zeit kam über Susis USA-Bekannschaft, die irgendwas mit KR.AFT Foods zu tun hat, eine Anfrage nach typischen, Pizza-artigen oder Hendheld-Snacks, warscheinlich um das irgendwie als Convenience Food (Bequemlichkeits-Essen – sic!) auf den Markt zu werfen. Die Frage lautete, ob es da irgendwas neues gibt, das wir dann eventuell fotografieren könnten. So ein bisschen Food-Hunter-Like wie Marc Brownstein. Ich war aber gerade in Polen und ich war und bin erstaunt, wie wenig Fast-Food Auswahl es hier gibt. Ok, es gibt natürlich MC Dreck, Kentucky Schreit Fi..en und „Unterweg“ als ausländische Ketten,  sowie ganz vereinzelt  mal nen Döner und auch Pizza. Aber so ein typisch polnicher Snack war mir noch nicht wirklich untergekommen.
Es gibt zwar eine Sache, die nennt sich Zapiekanka , ist ein der Länge nach aufgeschnittenes Baguette, das mit billigen Champignons belegt und mit Käse überbacken ist und dann kommt oben total viel ekeliger Ketchup drauf.  Aber ich finde das vom Geschmack her eher so, wie es in der Sammelumkleide einer Schwimmhalle riecht. Ich dachte eigentlich, es müsste etwas geben,was wie Polen schmeckt.
Die Sache ließ mir keine Ruhe: Wenn es kein polnisches Fastfood gibt, dann muss ich es halt selber machen. Ich dachte ganz klischee-mäßig. Was essen die Polen gerne ? Was lässt sich davon in einem Snack kombinieren. Und heute hab ich Version 1.0 gemacht, von einer echten Polin getestet und für gut befunden. Darf ich vorstellen:

DIE POLZONE

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Eine Calzone-ähnliche Teigtasche mit einer Füllung aus Sauerkraut, sauren Gurken, Hähnchenbrust, Tomaten, Paprika, und gegrillten Kabanossi. Hier im Bild mit einer Tomaten-Paprika-Creme mit Basilikum und Rosmarien gewürtzt, gekocht, pürriert un durch ein Sieb passiert. Natürlich käme in der Snack-Version die Polzone in eine Papiertüte mit Seviette drum. Auch ließe sich der Einsatzt von Käse überdenken.

Eine Polzone Classic beinhaltet keine Hühnerbrust, dafür aber zusätzlich Zwiebeln und Knoblauch, beides vorher gebraten, sodaß die Zweibel eine angenehme Süße beisteuert.

Für die Zeigtaschen habe ich aus einem Pizzateig kreisrunde Fladen mit einem Durchmesser von 11 cm ausgestochen und bin nochmal mit dem Nudelholz drüber. Die Taschen haben dann eine Größe, die perfekt in der Hand liegen und auch im Gehen verzehrt werden können. Da sie komplett geschlossen sind, fällt auch nicht die hälfte auf der Anderen Seite raus, wenn man in eine Seite reinbeisst (so wie das bei Döner, Burger oder Falafel oft der Fall ist. Zumindest die Sauce suppt da immer aus irgend einem Loch).

Und wer hats erfunden ? Nur das das mal klar ist: Ich wars ! Hey, vielleicht ruf ich mal bei KRA.FT an, das wär doch der Hit als TK-Version in Polen !



Kopieren im polnischen Copyshop by artifischl
5 Januar , 2009, 11:42 pm
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Meine Süße sagte heute zu mir: „Ich muss noch schnell in den Copyshop, ein BUCH kopieren.“

Bei der Kombination: Meine Süsse + noch schnell + Buch kopieren werde ich ganz schnell stutzig. Denn dies ist bereits ohne die erste Komponente ein schwieriges unterfangen. Aber wir hatten einen legalen kostenlosen Parkplatz, und das Buch war so ein 70-Seitiger Easyreader, die sich meine liebste immer zusammen mit einer Höhrbuchversion in der Sprachschule ausleiht und viel Englisch dabei lernt. Weil das ja auch unserer Beziehung sehr zu gute kommt, hab ich also nicht gestöhnt und bin einfach mal mitgegangen.

Erstens viel mir auf, das alle Kopierer hinter dem Tresen waren. Wie sollte man denn dann kopieren oder Kseroksen wie man hier sagt (angelehnt an die Firma „Rank Xerox“, die seit 1959 das Patentrecht für Kopierer besitzt). Die einfache Antwort: Garnicht ! Denn das wird für einen erledigt. Man muss sich also nicht blos stellen und sagen, man wüsste bei bestimmten Einstellungen nicht bescheid oder es ist Papierstau oder sonst irgendein Mist.

Zweite Überraschung: Die Dame am Tresen hatte wirklich Plan von dem, was sie da tat und kopierte die 70 Seiten, so das 35 A4-Seite rauskamen in unglaublicher Geschwindigkeit. Dazu brachte sie dann auch noch eine Ringbindung mit Papprücken und Vorderfolie an, ebenfalls superschnell.

Dritte Überraschung: Der Preis – alles zusammen kostete der Spass inklusive Bindung 6,60 Zlotti. Bei derzeitigem Wechselkurs sind das 1,61 Euro.

Ich war begeistert. Gute Qualität, Schnelle Bearbeitung, Super Preis – das nenn ich mal Dienstleitung. Warum gibt es das nicht in Deutschland ? Ich meine, klar, ich kann im Copyshop in Berlin ne Datei abgeben und sagen, ich hätte das hinterher als Buch gebunden wieder. Da wird dann erstmal eine Dateiübertragungsgebühr (???) fällig, dazu das Binden, dann die Kopien, da bin ich dann locker 5 Euro los. Und wenn ich frage, ob ich das in ner Stunde abholen kann, dann wird verächgtlich gelacht und ich bekomme einen ABholtermin kurz vor Geschäftsschluss oder am nächsten Tag.

Bin mal gespannt, was ich noch tolles an Top-Dientleistungen entdecke.



Meine Food-Dealer Teil III: Rosellas Pepita by artifischl
28 Dezember , 2008, 10:38 am
Filed under: Food-Dealer, Geschäfte | Schlagwörter: , , , , , ,

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Mir wird gerade mal wieder bewusst, wie wichtig die Verkäufer oder Besitzer eines Ladens sind, um mir ein positives Einkaufserlebnis zu bescheren. Das gilt ganz besonders für den winzigen italienischen Lebensmittelladen mit dem Namen „Pepita“, der liebevoll von der Italienerin Rosella geleitet wird.

Vor 3 Jahren erhielt ich zum Geburtstag ein Glas Apricosensenf, eine kleine Schale und ein Pastagewürz zum Geburtstag in einer Geschenkverpackung und daran war eine Karte gebunden, die auf den Laden am Kotbusser Damm hinwies. Da ich bald 10 Jahre um die Ecke wohne, war ich verwundert. Wo sollte da ein italienischer Laden sein ? Und was will er dort ? So schön meine Wohnstrasse auch ist – der Kotbusser Damm um die Ecke (für alle, die den nicht kennen) beherbergt eine Fülle an Scheusslichkeiten, Billigramsch, 3 (!) Schl.ecker Märkten und gefühlt ca. 10 Dönerbuden. Die Architektur ist hässlich, die Menschen unfreundlich und man geht da wirklich nur hin, weil man dort einkaufen kann, oder wenn man zum U-Bahnhof möchte. Also: Was macht ein italienischer Laden dort, zumal das Laufpublikum zum größen Teil aus türkischen Mitbürgern besteht ?

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Der Laden ist eingezwängt zwischen einer Spielothek und einem Klamottenladen und es verwundert nicht, das ich ihn bisher übersehen hatte. Nur wenn man direkt dran vorbei läuft, sticht er aus dem Einheitsgrau heraus. Und das sind gefühlte 10 Quadratmeter Italien, die es in sich haben !

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In dem Laden stapeln sich auf kleinstem Raum ausgesuchte Spezialitäten, es gibt ein Weinregal, einen Kühlschrank mit Wurst, Öle, Gebäck, Grundnahrungsmittel, Süßigkeiten, alles liebevoll präsentiert in einer erstaunlichen Vielfalt. Und man bekommtnicht den üblichen Italien-Grosshändler-Standardkram, den das meiste ist von der Eigentümerin selbst importiert. Da macht es auch nichts, wenn mal die Lieblingspasta gerade nicht da ist. Mann weiss dann wenigstens, das diese speziell und einzigartig in Berlin ist und bei der nächsten Lieferung mitkommt. Andere Dinge sind daher auch nur saisonal erhältlich.

Und hinter em Tresen steht Rosella und versprüht ihren italienischen Charme, während sie sich gleichzeitig um ihr 2tes Baby kümmert. Schon Ihr erstes Kind verbrachte seine ersten Lebensjahre hinter und unter dem Tresen und seit er alt genug für den Kindergarten ist, scheint es fast so, als wäre gerade rechtzeitig Babynachwuchs gekommen.

Wirklich zu empfehlen sind  die Salsiccia, eine pikant gewürze Bratwurst. Wenn ich mich recht erinnere, bekommt Rosella diese von einem in Berlin arbeitetenden italienischen Metzger geliefert. Regelmäßig kaufe ich hier meinen Risotto-Reis, Grano Duro Pasta Mehl oder Dosentomaten aus Sizilien.  Torrone (die ital. Form von weissem Nugat) bekommt man in ganz besonders herrausragender Qualität. Geschäftstüchtig ist Rosella auch. Sie vergisst nie, Dich anzurufen, wenn sie ein Produkt reinbekommt, nachdem Du irgendwann einmal gefragt hast. Ein mal im Jahr feiert sie den Geburtstag des Ladens und dann kann man in Hülle und Fülle von allen Pasten, Saucen, Ölen und Weinen probieren.

Leztes Silvester schoss jemand durch eine der kleinen Fensterscheiben und steckte eine Rakete hinterher und die ganze Einrichtung und Ware brannte aus. Ob dies nur ein Dummer-Jungen-Streich war oder eine berechnende Brandstiftung, um Rosella zu vertreiben und noch eine Dönerbude zu eröffnen, bleibt im Dunkeln. Aber Rosella ließ sich nicht beirren.  Kurze Zeit später war alles renoviert und es sah so aus, als wäre nie etwas gewesen. Sie verteidigte ihren Standort am Kottbusser Damm als wäre es die Top-Location auf der Friedrichstrasse. Allein dafür sollte man sie ehren.

Und natürlich bekommt man auch noch zu alledem einen sensationellen Espresso von Rosella, aber das versteht sich ja bei stolzen Italienern von selbst.

Anschrift:
Pepita
Kottbusser Damm 3
10967 Berlin (Kreuzberg)
Telefon: 61 65 62 23
Anfahrt
U-Bahn: Schönleinstraße

Öffnungszeiten
Mo-Sa 11-20 Uhr